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Beschreibung
In "Zur Urgeschichte der Deutschen" rekonstruiert Friedrich Engels die Frühzeit germanischer Gesellschaften von den Stammesverbänden bis zu den Voraussetzungen der Völkerwanderung. Auf Grundlage antiker Zeugnisse, sprachgeschichtlicher Beobachtungen und ethnologischer Vergleiche entfaltet der Text eine materialistische Deutung sozialer Formen: Sippe, Gemeinbesitz, Kriegswesen und entstehende Herrschaft erscheinen nicht als nationale Mythen, sondern als historisch wandelbare Institutionen. Der Stil ist dicht, quellenkritisch und argumentativ, im Kontext der marxistischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts zugleich wissenschaftlich ambitioniert und gegen romantisierende Germanenbilder gerichtet. Engels, Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus und enger Mitarbeiter Karl Marx', verband ökonomische Analyse mit breiter historischer Gelehrsamkeit. Sein Interesse an Urgeschichte, Familie, Eigentum und Staat entsprang dem Versuch, gesellschaftliche Entwicklung aus Produktions- und Verwandtschaftsverhältnissen zu erklären. Die Beschäftigung mit den Deutschen war dabei nicht nationalistische Selbstvergewisserung, sondern Teil einer vergleichenden Untersuchung vormoderner Gemeinwesen und ihrer Auflösung. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die frühe europäische Geschichte jenseits heroischer Legenden verstehen wollen. Es bietet keinen bloßen Antiquarismus, sondern ein methodisches Labor historischer Erklärung.
In "Zur Urgeschichte der Deutschen" rekonstruiert Friedrich Engels die Frühzeit germanischer Gesellschaften von den Stammesverbänden bis zu den Voraussetzungen der Völkerwanderung. Auf Grundlage antiker Zeugnisse, sprachgeschichtlicher Beobachtungen und ethnologischer Vergleiche entfaltet der Text eine materialistische Deutung sozialer Formen: Sippe, Gemeinbesitz, Kriegswesen und entstehende Herrschaft erscheinen nicht als nationale Mythen, sondern als historisch wandelbare Institutionen. Der Stil ist dicht, quellenkritisch und argumentativ, im Kontext der marxistischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts zugleich wissenschaftlich ambitioniert und gegen romantisierende Germanenbilder gerichtet. Engels, Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus und enger Mitarbeiter Karl Marx', verband ökonomische Analyse mit breiter historischer Gelehrsamkeit. Sein Interesse an Urgeschichte, Familie, Eigentum und Staat entsprang dem Versuch, gesellschaftliche Entwicklung aus Produktions- und Verwandtschaftsverhältnissen zu erklären. Die Beschäftigung mit den Deutschen war dabei nicht nationalistische Selbstvergewisserung, sondern Teil einer vergleichenden Untersuchung vormoderner Gemeinwesen und ihrer Auflösung. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die frühe europäische Geschichte jenseits heroischer Legenden verstehen wollen. Es bietet keinen bloßen Antiquarismus, sondern ein methodisches Labor historischer Erklärung.
Details
| Erscheinungsjahr: | 2023 |
|---|---|
| Fachbereich: | Regionalgeschichte |
| Genre: | Geschichte, Importe |
| Rubrik: | Geisteswissenschaften |
| Medium: | Taschenbuch |
| Inhalt: | 44 S. |
| ISBN-13: | 9788028344672 |
| ISBN-10: | 8028344674 |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Kartoniert / Broschiert |
| Autor: | Engels, Friedrich |
| Hersteller: | Sharp Ink |
| Verantwortliche Person für die EU: | Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com |
| Maße: | 229 x 152 x 4 mm |
| Von/Mit: | Friedrich Engels |
| Erscheinungsdatum: | 01.12.2023 |
| Gewicht: | 0,088 kg |