Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Beschreibung
Im Zuge der aktuellen autoritären Wende stehen neoliberale Eliten und konservativ-reaktionäre Kräfte längst nicht mehr auf entgegengesetzten Seiten. Aber was macht diese Bündnisse möglich? Wie können sich Neoliberale, die vermeintlich für radikalen Individualismus, die Betonung bürgerlicher Wahlfreiheiten und die Verallgemeinerung von Marktbeziehungen stehen, mit konservativen Kräften gemeinmachen, die sich die moralischen Bande von Familie und Nation auf die Fahnen schreiben?
Die feministische Materialistin Melinda Cooper beantwortet diese Frage, indem sie die doppelte ökonomische und soziale Aufladung von Familienwerten in den Fokus ihrer Untersuchung rückt und als Kontaktzone von neoliberalen und sozialkonservativen Kräften beschreibt. In ihrer faszinierenden Geschichte des amerikanischen Wohlfahrtswesens und dessen Verbindungen zur Politik von Ehe und Sexualität zeigt sie, wie der Topos der Eigenverantwortung immer schon mit einem moralischen Imperativ familiärer Pflichten verbunden war - und wie dies den Boden für das Bündnis zwischen Marktliberalen und Sozialkonservativen bereitete. Im Neoliberalismus wird die Familie zum Vehikel eines sich im 'Eigenheim' materialisierenden, intergenerationalen Transfers von Privateigentum. Dadurch gerät sie zum Schauplatz globaler Finanzmärkte und zum zentralen Ort der Reproduktion sozialer Ungleichheit. Mit dieser Perspektive stellt Cooper gewohnte Denkmuster über die vermeintliche Opposition von Markt und Familie, sozialen und ökonomischen Werten in Frage und liefert so ein Grundlagenwerk zum Verständnis der autoritär-neoliberalen Gegenwart.
Im Zuge der aktuellen autoritären Wende stehen neoliberale Eliten und konservativ-reaktionäre Kräfte längst nicht mehr auf entgegengesetzten Seiten. Aber was macht diese Bündnisse möglich? Wie können sich Neoliberale, die vermeintlich für radikalen Individualismus, die Betonung bürgerlicher Wahlfreiheiten und die Verallgemeinerung von Marktbeziehungen stehen, mit konservativen Kräften gemeinmachen, die sich die moralischen Bande von Familie und Nation auf die Fahnen schreiben?
Die feministische Materialistin Melinda Cooper beantwortet diese Frage, indem sie die doppelte ökonomische und soziale Aufladung von Familienwerten in den Fokus ihrer Untersuchung rückt und als Kontaktzone von neoliberalen und sozialkonservativen Kräften beschreibt. In ihrer faszinierenden Geschichte des amerikanischen Wohlfahrtswesens und dessen Verbindungen zur Politik von Ehe und Sexualität zeigt sie, wie der Topos der Eigenverantwortung immer schon mit einem moralischen Imperativ familiärer Pflichten verbunden war - und wie dies den Boden für das Bündnis zwischen Marktliberalen und Sozialkonservativen bereitete. Im Neoliberalismus wird die Familie zum Vehikel eines sich im 'Eigenheim' materialisierenden, intergenerationalen Transfers von Privateigentum. Dadurch gerät sie zum Schauplatz globaler Finanzmärkte und zum zentralen Ort der Reproduktion sozialer Ungleichheit. Mit dieser Perspektive stellt Cooper gewohnte Denkmuster über die vermeintliche Opposition von Markt und Familie, sozialen und ökonomischen Werten in Frage und liefert so ein Grundlagenwerk zum Verständnis der autoritär-neoliberalen Gegenwart.
Inhaltsverzeichnis
Inhalt

Vorwort zur deutschen Ausgabe

1. Zwischen Neoliberalismus und neuem Sozialkonservatismus

2. Die moralische Krise der Inflation: Neoliberalismus, Neokonservatismus und der Niedergang des Familienlohns

3. Die Ethik der familiären Verantwortung: Die Neuerfindung der Armengesetze

4. Die Rückkehr des ererbten Reichtums: Die Vermögensinflation und die Wirtschaftsfamilie

5. Der Preis der Promiskuität: Die Schule von Chicago angesichts von AIDS

6. In loco parentis: Humankapital, Studienschulden und die Logik familiärer Investitionen

7. Die Theologie des Sozialen: Der Aufstieg der glaubensbasierten Wohlfahrt

8. Fazit

Danksagung

Zu den Autor:innen

Detailliertes Inhaltsverzeichnis

Literatur
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Genre: Recht, Sozialwissenschaften, Soziologie, Wirtschaft
Rubrik: Wissenschaften
Medium: Taschenbuch
Originaltitel: Family Values. Between Neoliberalism and the New Social Conservatism, 2017
Inhalt: 416 S.
ISBN-13: 9783593521527
ISBN-10: 3593521520
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Herstellernummer: 52152
Einband: Klappenbroschur
Autor: Cooper, Melinda
Übersetzung: Gramm, Nikolaus
Hersteller: Campus Verlag GmbH
Verantwortliche Person für die EU: Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG, Werderstr. 10, D-69469 Weinheim, info@campus.de
Maße: 215 x 142 x 40 mm
Von/Mit: Melinda Cooper
Erscheinungsdatum: 24.09.2026
Gewicht: 0,588 kg
Artikel-ID: 136511831