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Beschreibung
Massagen (S. 45)

Was sind Massagen?

Alle Arten von Massagen haben ein gemeinsames Ziel: durch verschiedene Formen des Berührens des Körpers wie z.B. Streichen, Reiben, Kneten oder auch Klopfen eine positive Wirkung zu erreichen. Es können auch Hilfsmittel wie Rollen, Stäbchen oder Steine dazu verwendet werden. In jedem Kulturkreis haben sich eigene Formen der Massagen entwickelt, die im Alltag genutzt werden. Durch den internationalen Austausch des Kulturgutes "Massage" können wir in unserem Land viele verschiedene Anwendungsformen genießen – mehr dazu unter Wellness.

Unter klassischer Massagetherapie versteht man Grifftechniken, die hauptsächlich bei schmerzhaften, muskulären Verspannungen angezeigt sind. Durch diese kommt es zur vermehrten Durchblutung und Normalisierung der Muskelfunktion im massierten Gewebe. Die Schmerzen lassen nach.

Da Muskelverhärtungen oft durch schlechte Haltung des Körpers und/oder einseitiger Beanspruchung einzelner Muskelgruppen im Alltag verursacht wird, lässt sich durch Massagen alleine nur eine vorübergehende Besserung erreichen. Mehr dazu im Teil Übungen. Auf was sollte man bei klassischer Massagetherapie nach Brustkrebsoperationen achten? Durch die Entfernung der Achsellymphknoten besteht lebenslang die Gefahr, dass sich ein Lymphödem im entsprechenden Lymphabflussgebiet entwickeln kann.

Relativ feste, knetende Massagegriffe führen zur Rötung und Überwärmung der Haut und des Unterhautgewebes, was auch beabsichtigt ist. Eine solche Überwärmung sollte aber im Bereich des Lymphabflusses der Achsellymphknoten vermieden werden.

Um kein Lymphödem auszulösen bzw. ein bestehendes zu verstärken, ist es ratsam, nur sanft Hals, Schultern und Rücken bis zur Taille zu massieren. Da Wärmeanwendungen, wie "heiße Rolle" oder eine Fangopackung die schmerzlindernde Muskelentspannung fördern, werden diese gerne zusätzlich verordnet. Es empfiehlt sich, die Packungen etwas auskühlen zu lassen und erst ab Mitte des Rückens abwärts aufzulegen, um eine negative Wirkung bezüglich Lymphödem zu vermeiden. Erfahrungsgemäß merken Sie rasch selbst, was Ihnen gut tut und was Sie nicht so gut vertragen und können dies dem Therapeuten mitteilen.

Medikamente
Überlegungen, ob zusätzlich Medikamente anzuraten sind, sollten Sie mit Ihrem Arzt diskutierren. Ich teile sie in zwei Gruppen ein:

1. Medikamente zur Behebung von Beschwerden nach der Operation und Strahlentherapie

Darunter fallen vor allem Schmerz-, Schlafmittel und Mittel gegen Depressionen. Medikamente, die im Rahmen der Krebserkrankung verordnet werden, sollen hier nicht erwähnt werden (siehe Chemotherapie, Hormontherapie, weitere Medikamente). Einige Anregungen sollen Ihnen das erleichtern: Schmerzen lassen sich häufig durch vorsichtig durchgeführte krankengymnastische Übungen und Entspannungsübungen (siehe Übungen) beeinflussen.

Sollten Sie wegen Schmerzen vor allem nachts nicht zur Ruhe kommen, so stellen Sie mit Ihrem Arzt einen Einnahmeplan mit einem oder mehreren Schmerzmitteln auf, der eventuell auch Schlaf anstoßende Antidepressiva enthält. Man weiß, dass über Wochen und Monate andauernde Schmerzen bleibende Veränderungen der Schmerzverarbeitung im Gehirn hervorrufen können, sodass sich dort dieser Schmerz "einnisten" kann und später nur schwer zu "vertreiben" ist.

Deshalb: Bei chronischen, den Alltag deutlich beeinträchtigenden Schmerzen die verordneten Medikamente regelmäßig einnehmen
Massagen (S. 45)

Was sind Massagen?

Alle Arten von Massagen haben ein gemeinsames Ziel: durch verschiedene Formen des Berührens des Körpers wie z.B. Streichen, Reiben, Kneten oder auch Klopfen eine positive Wirkung zu erreichen. Es können auch Hilfsmittel wie Rollen, Stäbchen oder Steine dazu verwendet werden. In jedem Kulturkreis haben sich eigene Formen der Massagen entwickelt, die im Alltag genutzt werden. Durch den internationalen Austausch des Kulturgutes "Massage" können wir in unserem Land viele verschiedene Anwendungsformen genießen – mehr dazu unter Wellness.

Unter klassischer Massagetherapie versteht man Grifftechniken, die hauptsächlich bei schmerzhaften, muskulären Verspannungen angezeigt sind. Durch diese kommt es zur vermehrten Durchblutung und Normalisierung der Muskelfunktion im massierten Gewebe. Die Schmerzen lassen nach.

Da Muskelverhärtungen oft durch schlechte Haltung des Körpers und/oder einseitiger Beanspruchung einzelner Muskelgruppen im Alltag verursacht wird, lässt sich durch Massagen alleine nur eine vorübergehende Besserung erreichen. Mehr dazu im Teil Übungen. Auf was sollte man bei klassischer Massagetherapie nach Brustkrebsoperationen achten? Durch die Entfernung der Achsellymphknoten besteht lebenslang die Gefahr, dass sich ein Lymphödem im entsprechenden Lymphabflussgebiet entwickeln kann.

Relativ feste, knetende Massagegriffe führen zur Rötung und Überwärmung der Haut und des Unterhautgewebes, was auch beabsichtigt ist. Eine solche Überwärmung sollte aber im Bereich des Lymphabflusses der Achsellymphknoten vermieden werden.

Um kein Lymphödem auszulösen bzw. ein bestehendes zu verstärken, ist es ratsam, nur sanft Hals, Schultern und Rücken bis zur Taille zu massieren. Da Wärmeanwendungen, wie "heiße Rolle" oder eine Fangopackung die schmerzlindernde Muskelentspannung fördern, werden diese gerne zusätzlich verordnet. Es empfiehlt sich, die Packungen etwas auskühlen zu lassen und erst ab Mitte des Rückens abwärts aufzulegen, um eine negative Wirkung bezüglich Lymphödem zu vermeiden. Erfahrungsgemäß merken Sie rasch selbst, was Ihnen gut tut und was Sie nicht so gut vertragen und können dies dem Therapeuten mitteilen.

Medikamente
Überlegungen, ob zusätzlich Medikamente anzuraten sind, sollten Sie mit Ihrem Arzt diskutierren. Ich teile sie in zwei Gruppen ein:

1. Medikamente zur Behebung von Beschwerden nach der Operation und Strahlentherapie

Darunter fallen vor allem Schmerz-, Schlafmittel und Mittel gegen Depressionen. Medikamente, die im Rahmen der Krebserkrankung verordnet werden, sollen hier nicht erwähnt werden (siehe Chemotherapie, Hormontherapie, weitere Medikamente). Einige Anregungen sollen Ihnen das erleichtern: Schmerzen lassen sich häufig durch vorsichtig durchgeführte krankengymnastische Übungen und Entspannungsübungen (siehe Übungen) beeinflussen.

Sollten Sie wegen Schmerzen vor allem nachts nicht zur Ruhe kommen, so stellen Sie mit Ihrem Arzt einen Einnahmeplan mit einem oder mehreren Schmerzmitteln auf, der eventuell auch Schlaf anstoßende Antidepressiva enthält. Man weiß, dass über Wochen und Monate andauernde Schmerzen bleibende Veränderungen der Schmerzverarbeitung im Gehirn hervorrufen können, sodass sich dort dieser Schmerz "einnisten" kann und später nur schwer zu "vertreiben" ist.

Deshalb: Bei chronischen, den Alltag deutlich beeinträchtigenden Schmerzen die verordneten Medikamente regelmäßig einnehmen
Details
Erscheinungsjahr: 2006
Genre: Mathematik, Medizin, Naturwissenschaften, Technik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: X
166 S.
73 Farbfotos
ISBN-13: 9783886039043
ISBN-10: 3886039048
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Schuker, Doris/Hussain, Maria (Dr. med.)
Auflage: 1/2006
Hersteller: Zuckschwerdt Verlag
Verantwortliche Person für die EU: Zuckschwerdt Verlag, Industriestr. 1, D-82110 Germering, post@zuckschwerdtverlag.de
Maße: 195 x 195 x 12 mm
Von/Mit: Doris/Hussain, Maria Schuker
Erscheinungsdatum: 16.11.2006
Gewicht: 0,416 kg
Artikel-ID: 102142769

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