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Beschreibung
Wladimir Solowjew, tief in der russischen Orthodoxie verankert, unternimmt in seinen Vorlesungen den Versuch, die christliche Religionsphilosophie neu zu bearbeiten. Ein wichtiges Ergebnis ist die Begründung einer "Sophiologie", der besonderen Rolle der Weisheit im Prozess der gott-menschlichen Interaktion.
Es geht dem Autor im wesentlichen auch darum, sich vom westlichen Christentum, von Katholizismus und Protestantismus abzugrenzen und die Eigenständigkeit und Authentizität der östlichen Fassung des Christentums herauszuheben.
"Rußland und Europa im neunzehnten Jahrhundert erscheinen durch Solovjeffs Werke wie in einem Geistesspiegel. Man fühlt bei Solovjeff ein Geisteslicht, das in früheren Jahrhunderten strahlte, und das für Europa verblaßt ist. Man empfindet, wie sich die ersten christlichen Impulse im Osten bewahrt haben, und wie sie im Westen fortgeschritten sind, wie sie zugleich aber in abstrakte Kälte verfallen sind. Man muß daran denken, wie sich das Denken des Ostens und des Westens gegenseitig befruchten können, und wie ein Höheres gegenüber beiden aus dieser Befruchtung werden kann."
(Rudolf Steiner, aus dem Vorwort zu dem vorliegenden Buch).
Dem Westen wird von Solowjew konstatiert, die "ganze Erdenkultur und die Organisation der Gesamtmenschheit auf rein irdischen, rein äußeren Prinzipien aufzubauen" und dabei die Rechte des Menschen zu verabsolutieren; aber es gibt nur die Wahl, sich "entweder auf einen göttlichen Willen, oder aber auf den Willen des Volkes" zu gründen. Resultat dieser Orientierung auf den göttlichen Willen wäre die "Theokratie". Die weltliche Herrschaft sollte göttlichen Maßstäben untergeordnet sein, aber in Freiheit, nicht äußerlich, wie im Katholizismus, oder in der Aufgabe verbindlicher Orientierungen, wie im Protestantismus.
So wird der Westen trotz seiner christlichen Konfessionen "antichristlich" genannt. Die "Begierde des Lebens", die bloß menschliche "Selbstbehauptung des Willens" ist "die Quelle des Bösen und des Leidens" und realisiert einen Abfall vom göttlichen Prinzip. Der Osten habe demgegenüber das göttliche Prinzip bewahrt, seinerseits aber das Menschliche unterbelichtet. Eine christliche Zukunft kann nur in der Vereinigung des Menschlichen und Göttlichen, des westlichen und östlichen Christentums gelingen.
Rudolf Steiner, Begründer der Anthroposophie, hat zum Buch von Solowjew ein kurzes Vorwort geschrieben.
Wladimir Solowjew, tief in der russischen Orthodoxie verankert, unternimmt in seinen Vorlesungen den Versuch, die christliche Religionsphilosophie neu zu bearbeiten. Ein wichtiges Ergebnis ist die Begründung einer "Sophiologie", der besonderen Rolle der Weisheit im Prozess der gott-menschlichen Interaktion.
Es geht dem Autor im wesentlichen auch darum, sich vom westlichen Christentum, von Katholizismus und Protestantismus abzugrenzen und die Eigenständigkeit und Authentizität der östlichen Fassung des Christentums herauszuheben.
"Rußland und Europa im neunzehnten Jahrhundert erscheinen durch Solovjeffs Werke wie in einem Geistesspiegel. Man fühlt bei Solovjeff ein Geisteslicht, das in früheren Jahrhunderten strahlte, und das für Europa verblaßt ist. Man empfindet, wie sich die ersten christlichen Impulse im Osten bewahrt haben, und wie sie im Westen fortgeschritten sind, wie sie zugleich aber in abstrakte Kälte verfallen sind. Man muß daran denken, wie sich das Denken des Ostens und des Westens gegenseitig befruchten können, und wie ein Höheres gegenüber beiden aus dieser Befruchtung werden kann."
(Rudolf Steiner, aus dem Vorwort zu dem vorliegenden Buch).
Dem Westen wird von Solowjew konstatiert, die "ganze Erdenkultur und die Organisation der Gesamtmenschheit auf rein irdischen, rein äußeren Prinzipien aufzubauen" und dabei die Rechte des Menschen zu verabsolutieren; aber es gibt nur die Wahl, sich "entweder auf einen göttlichen Willen, oder aber auf den Willen des Volkes" zu gründen. Resultat dieser Orientierung auf den göttlichen Willen wäre die "Theokratie". Die weltliche Herrschaft sollte göttlichen Maßstäben untergeordnet sein, aber in Freiheit, nicht äußerlich, wie im Katholizismus, oder in der Aufgabe verbindlicher Orientierungen, wie im Protestantismus.
So wird der Westen trotz seiner christlichen Konfessionen "antichristlich" genannt. Die "Begierde des Lebens", die bloß menschliche "Selbstbehauptung des Willens" ist "die Quelle des Bösen und des Leidens" und realisiert einen Abfall vom göttlichen Prinzip. Der Osten habe demgegenüber das göttliche Prinzip bewahrt, seinerseits aber das Menschliche unterbelichtet. Eine christliche Zukunft kann nur in der Vereinigung des Menschlichen und Göttlichen, des westlichen und östlichen Christentums gelingen.
Rudolf Steiner, Begründer der Anthroposophie, hat zum Buch von Solowjew ein kurzes Vorwort geschrieben.
Über den Autor
Wladimir Solowjew, 1853-1900, russischer Religionsphilosoph.
Details
Erscheinungsjahr: 2025
Fachbereich: Allgemeines
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik, Philosophie
Jahrhundert: Antike
Rubrik: Geisteswissenschaften
Thema: Lexika
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 222 S.
ISBN-13: 9783819225888
ISBN-10: 3819225889
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Solowjew, Wladimir
Redaktion: Weigt, Detlef
Herausgeber: Detlef Weigt
Auflage: 1. Auflage
Hersteller: Books on Demand GmbH
BoD - Books on Demand
Verantwortliche Person für die EU: Books on Demand GmbH, Überseering 33, D-22297 Hamburg, bod@bod.de
Maße: 215 x 135 x 14 mm
Von/Mit: Wladimir Solowjew
Erscheinungsdatum: 07.07.2025
Gewicht: 0,307 kg
Artikel-ID: 133613154

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