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Beschreibung
Martin Luthers Von der Babylonischen Gefangenschaft der Kirche (1520) ist eine der kühnsten reformatorischen Streitschriften des frühen 16. Jahrhunderts. Ausgehend von der Metapher einer durch menschliche Satzungen gefesselten Kirche unterzieht Luther die spätmittelalterliche Sakramentenlehre einer radikalen Prüfung an der Schrift. Besonders scharf verwirft er den Laienkelchentzug, die scholastische Transsubstantiationslehre und das Verständnis der Messe als verdienstliches Opfer. Der Stil verbindet juristische Präzision, biblische Exegese und leidenschaftliche Polemik; literarisch steht der Traktat zwischen humanistischer Quellenkritik und prophetischer Anklage. Als Augustinermönch und Professor der Bibelauslegung in Wittenberg war Luther durch die Ablasskontroverse, das Studium des Paulus und die Auseinandersetzung mit kirchlicher Autorität geprägt. Seine Erfahrung von Gewissensnot und Rechtfertigung allein aus Glauben führte ihn dazu, Sakramente nicht als kirchlich verfügbare Heilsmechanismen, sondern als göttliche Verheißungen zu verstehen. Die drohende Verurteilung durch Rom verlieh dem Text seine Dringlichkeit. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die den inneren theologischen Bruch der Reformation verstehen wollen. Es ist keine bloße historische Kuriosität, sondern ein Schlüsseltext über Freiheit, Autorität und die Macht religiöser Sprache. Wer bereit ist, Luthers Härte mitzudenken, gewinnt Einblick in ein Werk, das Europa dauerhaft veränderte.
Martin Luthers Von der Babylonischen Gefangenschaft der Kirche (1520) ist eine der kühnsten reformatorischen Streitschriften des frühen 16. Jahrhunderts. Ausgehend von der Metapher einer durch menschliche Satzungen gefesselten Kirche unterzieht Luther die spätmittelalterliche Sakramentenlehre einer radikalen Prüfung an der Schrift. Besonders scharf verwirft er den Laienkelchentzug, die scholastische Transsubstantiationslehre und das Verständnis der Messe als verdienstliches Opfer. Der Stil verbindet juristische Präzision, biblische Exegese und leidenschaftliche Polemik; literarisch steht der Traktat zwischen humanistischer Quellenkritik und prophetischer Anklage. Als Augustinermönch und Professor der Bibelauslegung in Wittenberg war Luther durch die Ablasskontroverse, das Studium des Paulus und die Auseinandersetzung mit kirchlicher Autorität geprägt. Seine Erfahrung von Gewissensnot und Rechtfertigung allein aus Glauben führte ihn dazu, Sakramente nicht als kirchlich verfügbare Heilsmechanismen, sondern als göttliche Verheißungen zu verstehen. Die drohende Verurteilung durch Rom verlieh dem Text seine Dringlichkeit. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die den inneren theologischen Bruch der Reformation verstehen wollen. Es ist keine bloße historische Kuriosität, sondern ein Schlüsseltext über Freiheit, Autorität und die Macht religiöser Sprache. Wer bereit ist, Luthers Härte mitzudenken, gewinnt Einblick in ein Werk, das Europa dauerhaft veränderte.
Details
Erscheinungsjahr: 2019
Genre: Religion & Theologie
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 40 S.
ISBN-13: 9788027251964
ISBN-10: 8027251966
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Luther, Martin
Hersteller: Musaicum Books
Verantwortliche Person für die EU: OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com
Maße: 220 x 160 x 2 mm
Von/Mit: Martin Luther
Erscheinungsdatum: 07.05.2019
Gewicht: 0,076 kg
Artikel-ID: 121348613