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Beschreibung
Was wäre, wenn der Islam nicht in der Wüste entstanden wäre, sondern in der Kirche?Als die Christen von Najran vor Mohammed traten und sagten: "Wir waren Muslime, bevor ihr kamt" - war das bloße Höflichkeit, oder benannten sie eine vergessene Verwandtschaft? Dieses Buch folgt jenem Satz und öffnet Akte um [...] Herzen steht ein einziges Wort: Hanif. Im Syrischen war hanpa das Schimpfwort der Kirche für ihre Häretiker; der Koran nahm dasselbe Wort und machte es zum Ehrentitel der Religion Abrahams. Wer versteht, wie aus einem Schimpfwort eine Ehre wurde, findet den Gang zwischen den [...] öffnet sich die Linie: Paulus' Trennung von den Aposteln; Philons Logos in der christlichen Gotteslehre; der Kampf des Arius und des Nestorius um den einen Gott; Mohammeds Brief an Herakleios; der Name "Allah" im vorislamischen Mekka; die Hanifen von Waraqa bis Zayd; der Gebetsritus im syrischen Gottesdienst. An jeder Station dieselbe Linie: Der Islam ist kein Bruch mit den monotheistischen Strömungen der Spätantike, sondern ihre natürliche [...] ist keine Polemik. Es arbeitet mit den Werkzeugen der semitischen Philologie; seine Quellen sind Texte, nicht späte Überlieferungsketten: die Briefe des Paulus, die Protokolle der Kirchenväter, syrische Tauf- und Gebetstexte, das Zeugnis des Korans. Es fällt kein Urteil; es folgt den Belegen - nicht dem [...] christlichen Leser gibt es die unterdrückte monotheistische Ader der eigenen Geschichte zurück; dem muslimischen Leser zeigt es das vorislamische Leben des eigenen Wortschatzes; dem Leser ohne Bindung erzählt es eine große Weitergabegeschichte: Glaube floss in Sprache, Sprache in ein Reich, ein Reich in eine neue Religion. Dieses Buch nimmt niemandem seine Religion; es macht jeden mit der Geschichte der eigenen Wörter [...] Tom Holland oder Karen Armstrong liest, ist hier zu Hause. Wenn es sich schließt, liest sich der Satz von Najran anders. Vielleicht waren jene Christen nicht bloß höflich
Was wäre, wenn der Islam nicht in der Wüste entstanden wäre, sondern in der Kirche?Als die Christen von Najran vor Mohammed traten und sagten: "Wir waren Muslime, bevor ihr kamt" - war das bloße Höflichkeit, oder benannten sie eine vergessene Verwandtschaft? Dieses Buch folgt jenem Satz und öffnet Akte um [...] Herzen steht ein einziges Wort: Hanif. Im Syrischen war hanpa das Schimpfwort der Kirche für ihre Häretiker; der Koran nahm dasselbe Wort und machte es zum Ehrentitel der Religion Abrahams. Wer versteht, wie aus einem Schimpfwort eine Ehre wurde, findet den Gang zwischen den [...] öffnet sich die Linie: Paulus' Trennung von den Aposteln; Philons Logos in der christlichen Gotteslehre; der Kampf des Arius und des Nestorius um den einen Gott; Mohammeds Brief an Herakleios; der Name "Allah" im vorislamischen Mekka; die Hanifen von Waraqa bis Zayd; der Gebetsritus im syrischen Gottesdienst. An jeder Station dieselbe Linie: Der Islam ist kein Bruch mit den monotheistischen Strömungen der Spätantike, sondern ihre natürliche [...] ist keine Polemik. Es arbeitet mit den Werkzeugen der semitischen Philologie; seine Quellen sind Texte, nicht späte Überlieferungsketten: die Briefe des Paulus, die Protokolle der Kirchenväter, syrische Tauf- und Gebetstexte, das Zeugnis des Korans. Es fällt kein Urteil; es folgt den Belegen - nicht dem [...] christlichen Leser gibt es die unterdrückte monotheistische Ader der eigenen Geschichte zurück; dem muslimischen Leser zeigt es das vorislamische Leben des eigenen Wortschatzes; dem Leser ohne Bindung erzählt es eine große Weitergabegeschichte: Glaube floss in Sprache, Sprache in ein Reich, ein Reich in eine neue Religion. Dieses Buch nimmt niemandem seine Religion; es macht jeden mit der Geschichte der eigenen Wörter [...] Tom Holland oder Karen Armstrong liest, ist hier zu Hause. Wenn es sich schließt, liest sich der Satz von Najran anders. Vielleicht waren jene Christen nicht bloß höflich
Zusammenfassung
Huseyin Dogan ist Autor und unabhängiger Forscher in vergleichender Theologie, Religionsgeschichte und philosophischer Kritik des institutionalisierten Heiligen. Er publiziert auf Türkisch, Niederländisch, Deutsch und Englisch an den Schnittstellen von Judentum, Christentum und Islam, in einer Linie von Heraklit bis Nietzsche. In jedem Text kehrt dieselbe Frage wieder: Lebt das Erstarrte wirklich?
Details
Empfohlen (von): 1
Erscheinungsjahr: 2026
Fachbereich: Populäre Schriften
Genre: Religion & Theologie
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 464 S.
ISBN-13: 9783565574018
ISBN-10: 3565574011
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Dogan, Huseyin
Hersteller: epubli
Verantwortliche Person für die EU: Neopubli GmbH, Sebastian Stude, Köpenicker Str. 154a, D-10997 Berlin, produktsicherheit@epubli.com
Maße: 28 x 135 x 205 mm
Von/Mit: Huseyin Dogan
Erscheinungsdatum: 21.07.2026
Gewicht: 0,531 kg
Artikel-ID: 136010243