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Beschreibung
In den in diesem Band enthaltenen Studien nimmt Manfred Riedel Erwägungen im Umkreis der philosophischen Hermeneutik über den Gebrauch der Urteilskraft als spezifisch menschlicher Vernunfttätigkeit auf. Dieser Ausgang legt Differenzierungen heutiger Kant-Interpretationen nahe. Er ermöglicht es, das Verhältnis der Urteilskraft zur Vernunft und ihre Grundstellung im Ganzen des kritischen Gedankens genauer zu beleuchten, als das aus Perspektiven der analytischen oder sprachpragmatischen Philosophie der Fall sein kann. Es geht jedoch nicht nur um hermeneutische Gerechtigkeit, die Tugend des Interpreten, der zu verstehen sucht, sondern darum, was die Sache der Kantischen Philosophie ist. Sind doch mit 'Hermeneutik' Konnotationen der 'Kritik' im Sinne der Scheidung (Krisis) des Urteils von Vorurteilen verbunden, wie sie Kant der philologischen Praxis der Berichtigung korrupter Texte entnimmt - auch wenn die Kritik der reinen Vernunft selbstverständlich keine 'Kritik der Bücher und Systeme', sondern eine des 'Vernunftvermögens überhaupt in Ansehung aller Erkenntnisse, zu denen sie unabhängig von aller Erfahrung streben mag', sein will.
In den in diesem Band enthaltenen Studien nimmt Manfred Riedel Erwägungen im Umkreis der philosophischen Hermeneutik über den Gebrauch der Urteilskraft als spezifisch menschlicher Vernunfttätigkeit auf. Dieser Ausgang legt Differenzierungen heutiger Kant-Interpretationen nahe. Er ermöglicht es, das Verhältnis der Urteilskraft zur Vernunft und ihre Grundstellung im Ganzen des kritischen Gedankens genauer zu beleuchten, als das aus Perspektiven der analytischen oder sprachpragmatischen Philosophie der Fall sein kann. Es geht jedoch nicht nur um hermeneutische Gerechtigkeit, die Tugend des Interpreten, der zu verstehen sucht, sondern darum, was die Sache der Kantischen Philosophie ist. Sind doch mit 'Hermeneutik' Konnotationen der 'Kritik' im Sinne der Scheidung (Krisis) des Urteils von Vorurteilen verbunden, wie sie Kant der philologischen Praxis der Berichtigung korrupter Texte entnimmt - auch wenn die Kritik der reinen Vernunft selbstverständlich keine 'Kritik der Bücher und Systeme', sondern eine des 'Vernunftvermögens überhaupt in Ansehung aller Erkenntnisse, zu denen sie unabhängig von aller Erfahrung streben mag', sein will.
Inhaltsverzeichnis
Kritik der a priori urteilenden Vernunft. Kants Überwindung des Begründungsdenkens der neuzeitlichen Metaphysik. Vernunft und Sprache. Grundmodell der transzendentalen Grammatik in Kants Lehre vom Kategoriengebrauch. Kritik der moralisch urteilenden Vernunft. Kants vorkritische Ethik und die Idee einer >Grundlegung zur Metaphysik der Sitten<. Imputation der Handlung und Applikation des Sittengesetzes. Über den Zusammenhang von Hermeneutik und praktischer Urteilskraft in Kants Lehre vom Faktum der Vernunft. Kritik der historisch urteilenden Vernunft. Kants Geschichtsphilosophie und die Grundlagenkrise der Historiographie. Historizismus und Kritizismus. Kants Streit mit G.Forster und J.G.Herder
Details
Erscheinungsjahr: 1989
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik, Philosophie
Jahrhundert: 19. Jh.
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Reihe: suhrkamp taschenbuch wissenschaft
Inhalt: 179 S.
ISBN-13: 9783518283745
ISBN-10: 351828374X
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Riedel, Manfred
Auflage: 2. Auflage
Hersteller: Suhrkamp
suhrkamp taschenbuch wissenschaft
Verantwortliche Person für die EU: Suhrkamp Verlag GmbH, Torstr. 44, D-10119 Berlin, info@suhrkamp.de
Maße: 177 x 108 x 13 mm
Von/Mit: Manfred Riedel
Erscheinungsdatum: 03.05.1989
Gewicht: 0,166 kg
Artikel-ID: 103692526