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Beschreibung
Die Partizipation von Schüler*innen ist eine verbreitete pädagogische und bildungspolitische Forderung, die mit hohen normativen Ansprüchen verbunden ist. Der Klassenrat wird dabei häufig als Paradebeispiel angeführt, um Partizipationschancen für alle zu schaffen. Ob und wie diese hohen Ansprüche - insbesondere vor dem Hintergrund der Heterogenität der Beteiligten - tatsächlich eingelöst werden, ist kaum erforscht. Die vorliegende ethnografische Studie untersucht die Bedingungen von Partizipationsprozessen in heterogenen Lerngruppen auf der Interaktionsebene. Dazu werden Interaktionen in Klassenräten inklusiver Grundschulklassen teilnehmend beobachtet, aus interaktionistischer Perspektive im Forschungsstil der Grounded-Theory-Methodologie analysiert und unter Rückgriff auf Goffmans Rahmenanalyse interpretiert. Im Ergebnis kann die Frage, was - in Anlehnung an Goffman (1980) - in diesen Klassenräten eigentlich vorgeht, anhand eines mehrdimensionalen Bedingungsgefüges beantwortet werden. Dabei werden Partizipationsunterschiede zwischen den teilnehmenden Schüler*innen deutlich, die den normativen Zielsetzungen widersprechen. Vor dem Hintergrund situativ ungleicher Partizipationschancen sind sowohl die Ziele als auch die Umsetzung neu zu bewerten.
Die Partizipation von Schüler*innen ist eine verbreitete pädagogische und bildungspolitische Forderung, die mit hohen normativen Ansprüchen verbunden ist. Der Klassenrat wird dabei häufig als Paradebeispiel angeführt, um Partizipationschancen für alle zu schaffen. Ob und wie diese hohen Ansprüche - insbesondere vor dem Hintergrund der Heterogenität der Beteiligten - tatsächlich eingelöst werden, ist kaum erforscht. Die vorliegende ethnografische Studie untersucht die Bedingungen von Partizipationsprozessen in heterogenen Lerngruppen auf der Interaktionsebene. Dazu werden Interaktionen in Klassenräten inklusiver Grundschulklassen teilnehmend beobachtet, aus interaktionistischer Perspektive im Forschungsstil der Grounded-Theory-Methodologie analysiert und unter Rückgriff auf Goffmans Rahmenanalyse interpretiert. Im Ergebnis kann die Frage, was - in Anlehnung an Goffman (1980) - in diesen Klassenräten eigentlich vorgeht, anhand eines mehrdimensionalen Bedingungsgefüges beantwortet werden. Dabei werden Partizipationsunterschiede zwischen den teilnehmenden Schüler*innen deutlich, die den normativen Zielsetzungen widersprechen. Vor dem Hintergrund situativ ungleicher Partizipationschancen sind sowohl die Ziele als auch die Umsetzung neu zu bewerten.
Über den Autor
Dr. Jessica Meyn ist wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postdoc) in der Forschungsgruppe BNE & Sachunterricht an der Leuphana Universität Lüneburg. Nach Abschluss ihres Lehramt-Studiums (Sonderpädagogik und Sozialwissenschaften) und ihrer Tätigkeit als Lehrkraft im Unterrichtsfach Gesellschaft war sie Promotionsstipendiatin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Pädagogik bei Behinderung und Benachteiligung der Universität Hamburg. Ihre Forschungs- und Interessenschwerpunkte sind Partizipation, Inklusion und Demokratiebildung sowie sozial- und gesellschaftswissenschaftliche Perspektiven des Sachunterrichts.
Details
Erscheinungsjahr: 2025
Fachbereich: Sonderpädagogik & Behindertenpädagogik
Genre: Erziehung & Bildung, Recht, Sozialwissenschaften, Wirtschaft
Rubrik: Sozialwissenschaften
Medium: Taschenbuch
Reihe: Klinkhardt forschung
Inhalt: 322 S.
ISBN-13: 9783781526983
ISBN-10: 3781526984
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Meyn, Jessica
Hersteller: Klinkhardt, Julius
Verlag Julius Klinkhardt GmbH & Co. KG
Verantwortliche Person für die EU: Verlag Julius Klinkhardt GmbH & Co. KG, Ramsauer Weg 5, D-83670 Bad Heilbrunn, vertrieb@klinkhardt.de
Maße: 232 x 163 x 21 mm
Von/Mit: Jessica Meyn
Erscheinungsdatum: 25.03.2025
Gewicht: 0,528 kg
Artikel-ID: 131839004

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