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Beschreibung
In "Über die Liebe" ("De l'amour", 1822) entwirft Stendhal keine konventionelle Abhandlung, sondern eine geistreich fragmentierte Phänomenologie des Liebens. Berühmt ist seine Theorie der "Kristallisation", jenes psychischen Vorgangs, durch den die Einbildungskraft dem geliebten Wesen Vollkommenheiten zuschreibt. Zwischen Essay, Aphorismus, autobiographischer Reflexion und vergleichender Sittenkunde untersucht das Buch Leidenschaft, Eitelkeit, Schüchternheit, Treue und gesellschaftliche Codes in Frankreich, Italien und darüber hinaus. Sein Stil verbindet analytische Kühle mit nervöser Empfindsamkeit und steht an der Schwelle zwischen Aufklärung, Romantik und psychologischem Realismus. Stendhal, mit bürgerlichem Namen Marie-Henri Beyle, war Soldat, Diplomat, Reisender und genauer Beobachter europäischer Gesellschaften. Seine Erfahrungen in Italien, seine unglücklichen Leidenschaften - insbesondere die für Métilde Dembowski - sowie sein Misstrauen gegenüber moralischen Konventionen speisen dieses Werk. Wie in seinen Romanen "Rot und Schwarz" und "Die Kartause von Parma" interessiert ihn weniger abstrakte Moral als die verborgene Mechanik des Begehrens. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Liebe nicht sentimental verklärt, sondern intellektuell durchdrungen sehen möchten. Es bleibt ein überraschend modernes Werk: scharfsinnig, persönlich, widersprüchlich und von großer literarischer Eleganz.
In "Über die Liebe" ("De l'amour", 1822) entwirft Stendhal keine konventionelle Abhandlung, sondern eine geistreich fragmentierte Phänomenologie des Liebens. Berühmt ist seine Theorie der "Kristallisation", jenes psychischen Vorgangs, durch den die Einbildungskraft dem geliebten Wesen Vollkommenheiten zuschreibt. Zwischen Essay, Aphorismus, autobiographischer Reflexion und vergleichender Sittenkunde untersucht das Buch Leidenschaft, Eitelkeit, Schüchternheit, Treue und gesellschaftliche Codes in Frankreich, Italien und darüber hinaus. Sein Stil verbindet analytische Kühle mit nervöser Empfindsamkeit und steht an der Schwelle zwischen Aufklärung, Romantik und psychologischem Realismus. Stendhal, mit bürgerlichem Namen Marie-Henri Beyle, war Soldat, Diplomat, Reisender und genauer Beobachter europäischer Gesellschaften. Seine Erfahrungen in Italien, seine unglücklichen Leidenschaften - insbesondere die für Métilde Dembowski - sowie sein Misstrauen gegenüber moralischen Konventionen speisen dieses Werk. Wie in seinen Romanen "Rot und Schwarz" und "Die Kartause von Parma" interessiert ihn weniger abstrakte Moral als die verborgene Mechanik des Begehrens. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Liebe nicht sentimental verklärt, sondern intellektuell durchdrungen sehen möchten. Es bleibt ein überraschend modernes Werk: scharfsinnig, persönlich, widersprüchlich und von großer literarischer Eleganz.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Philosophie
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 188 S.
ISBN-13: 9788027252978
ISBN-10: 8027252970
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Stendhal
Übersetzung: Schurig, Arthur
Hersteller: Musaicum Books
Verantwortliche Person für die EU: OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 10 mm
Von/Mit: Stendhal
Erscheinungsdatum: 04.12.2022
Gewicht: 0,262 kg
Artikel-ID: 126177823

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