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Beschreibung
"Das Ganze ist das Unwahre." Adornos berühmtes Diktum aus den >Minima Moralia< reflektierte gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, was die Kunst bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts als Parole ausgegeben und zur Grundlage ihrer Ästhetik des Bruchs gemacht hatte. Als allein noch gültiger, adäquater Ausdruck einer Welt, die längst aus den Fugen gegangen war und gleichwohl ihrer eigentlichen Vollendung harrte, meldete das Fragment seinerseits einen Totalitätsanspruch an, der den Widerspruch geradezu provozieren musste, jenseits der vordergründig harmonisierenden, grossenteils staatlich verordneten Ganzheitsvorstellungen, die Literatur und Leben, Kunst und Politik des letzten Jahrhunderts beschädigt und in weiten Teilen auch vernichtet hatten. Die postmoderne Provokation der ahistorisch-skurrilen Collage, in der Fragment und Totalität, Bruchstück und Gesamtkunstwerk schliesslich zusammenfielen, erschien als vorerst letzte Antwort auf einen Zustand, dessen vermeintliche Aporien weder die Kunst noch die ihr geltenden Wissenschaften zu akzeptieren bereit waren.
"Das Ganze ist das Unwahre." Adornos berühmtes Diktum aus den >Minima Moralia< reflektierte gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, was die Kunst bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts als Parole ausgegeben und zur Grundlage ihrer Ästhetik des Bruchs gemacht hatte. Als allein noch gültiger, adäquater Ausdruck einer Welt, die längst aus den Fugen gegangen war und gleichwohl ihrer eigentlichen Vollendung harrte, meldete das Fragment seinerseits einen Totalitätsanspruch an, der den Widerspruch geradezu provozieren musste, jenseits der vordergründig harmonisierenden, grossenteils staatlich verordneten Ganzheitsvorstellungen, die Literatur und Leben, Kunst und Politik des letzten Jahrhunderts beschädigt und in weiten Teilen auch vernichtet hatten. Die postmoderne Provokation der ahistorisch-skurrilen Collage, in der Fragment und Totalität, Bruchstück und Gesamtkunstwerk schliesslich zusammenfielen, erschien als vorerst letzte Antwort auf einen Zustand, dessen vermeintliche Aporien weder die Kunst noch die ihr geltenden Wissenschaften zu akzeptieren bereit waren.
Details
Erscheinungsjahr: 2006
Genre: Allg. & vergl. Sprachwissenschaft, Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Rubrik: Sprachwissenschaft
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 310 S.
32 s/w Fotos
32 Illustr.
ISBN-13: 9783770541942
ISBN-10: 3770541944
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Redaktion: Sorg, Reto
Würffel, Stefan Bodo
Herausgeber: Stefan Bodo Würffel/Reto Sorg
Auflage: 1/2006
Hersteller: Brill Fink, Wilhelm
GmbH & Co. Verlags-KG
Verantwortliche Person für die EU: Brill Deutschland GmbH, Wollmarktstr. 115, D-33098 Paderborn, productsafety@degruyterbrill.com
Maße: 236 x 161 x 24 mm
Von/Mit: Reto Sorg
Erscheinungsdatum: 15.03.2006
Gewicht: 0,546 kg
Artikel-ID: 102301090