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Beschreibung
Russlanddeutsche (Spät-)Aussiedler stellen eine der größten Migrationsgruppen in Deutschland dar. Dennoch sind viele Aspekte ihrer Geschichte und Kultur bis heute nur spärlich erforscht. Dies gilt in ganz besonderem Maße für ihre Literatur. Diese Arbeit hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, die bisher kaum untersuchte Literatur der Russlanddeutschen näher zu beleuchten. Exemplarisch wird dies an zwei Werken der Gegenwartsliteratur durchgeführt: Eleonora Hummels "Die Fische von Berlin" (2005) und Elina Penners "Nachtbeeren" (2022). Die Literaturauswahl spiegelt dabei das für die russlanddeutsche Geschichte prägende Gefühl einer 'doppelten Fremdheit' wider: Erzählt "Die Fische von Berlin" von den Ausreisebemühungen und der Alltagsdiskriminierung einer russlanddeutschen Familie in den 1980er Jahren der Sowjetunion, schildert "Nachtbeeren" hingegen die Desillusionen und Integrationsschwierigkeiten einer russlanddeutsch-mennonitischen Familie im Deutschland des Jahres 2020. Im Mittelpunkt der Arbeit steht dabei die Frage, ob man für die russlanddeutsche Literatur eine ihr eigene, distinktive Migrationspoetik postulieren kann? Erfolgt die literarische Verarbeitung von russlanddeutscher Migration also mit ähnlichen literarästhetischen Strategien oder unterscheiden sich die gewählten Verfahren je nach erzähltem Zeitpunkt der Migrationsbiographie? Zur Beantwortung dieser Frage wird eine textnahe Interpretation mit einer sozio-historischen Lektüre verknüpft, die die Geschichte der Russlanddeutschen ebenso wie ihre Literaturgeschichte einbezieht. Konkrete Analyseaspekte umfassen für "Die Fische von Berlin" das Deutschland- und Russlandbild, Vergangenheits- und Traumabewältigung sowie die Bedeutung von Transiträumen; für "Nachtbeeren" die Verhandlung von Identitätskrisen, die sozioökonomische Marginalisierung als auch die Bedeutungsgehalte der Essenssymbolik. Es zeigt sich: Trotz der Darstellung unterschiedlicher Zeitpunkte der Migration weisen die beiden Romane bemerkenswerte literarästhetische Parallelen auf formaler und inhaltlicher Ebene auf.
Russlanddeutsche (Spät-)Aussiedler stellen eine der größten Migrationsgruppen in Deutschland dar. Dennoch sind viele Aspekte ihrer Geschichte und Kultur bis heute nur spärlich erforscht. Dies gilt in ganz besonderem Maße für ihre Literatur. Diese Arbeit hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, die bisher kaum untersuchte Literatur der Russlanddeutschen näher zu beleuchten. Exemplarisch wird dies an zwei Werken der Gegenwartsliteratur durchgeführt: Eleonora Hummels "Die Fische von Berlin" (2005) und Elina Penners "Nachtbeeren" (2022). Die Literaturauswahl spiegelt dabei das für die russlanddeutsche Geschichte prägende Gefühl einer 'doppelten Fremdheit' wider: Erzählt "Die Fische von Berlin" von den Ausreisebemühungen und der Alltagsdiskriminierung einer russlanddeutschen Familie in den 1980er Jahren der Sowjetunion, schildert "Nachtbeeren" hingegen die Desillusionen und Integrationsschwierigkeiten einer russlanddeutsch-mennonitischen Familie im Deutschland des Jahres 2020. Im Mittelpunkt der Arbeit steht dabei die Frage, ob man für die russlanddeutsche Literatur eine ihr eigene, distinktive Migrationspoetik postulieren kann? Erfolgt die literarische Verarbeitung von russlanddeutscher Migration also mit ähnlichen literarästhetischen Strategien oder unterscheiden sich die gewählten Verfahren je nach erzähltem Zeitpunkt der Migrationsbiographie? Zur Beantwortung dieser Frage wird eine textnahe Interpretation mit einer sozio-historischen Lektüre verknüpft, die die Geschichte der Russlanddeutschen ebenso wie ihre Literaturgeschichte einbezieht. Konkrete Analyseaspekte umfassen für "Die Fische von Berlin" das Deutschland- und Russlandbild, Vergangenheits- und Traumabewältigung sowie die Bedeutung von Transiträumen; für "Nachtbeeren" die Verhandlung von Identitätskrisen, die sozioökonomische Marginalisierung als auch die Bedeutungsgehalte der Essenssymbolik. Es zeigt sich: Trotz der Darstellung unterschiedlicher Zeitpunkte der Migration weisen die beiden Romane bemerkenswerte literarästhetische Parallelen auf formaler und inhaltlicher Ebene auf.
Details
Erscheinungsjahr: 2025
Genre: Allgemeine Lexika, Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Rubrik: Literaturwissenschaft
Medium: Taschenbuch
Titelzusatz: Migrationspoetische Aspekte in der russlanddeutschen Gegenwartsliteratur am Beispiel von Eleonora Hummels "Die Fische von Berlin" (2005) und Elina Penners "Nachtbeeren" (2022)
Reihe: Bamberger Studien zu Literatur, Kultur und Medien
Inhalt: 127 S.
ISBN-13: 9783989890503
ISBN-10: 3989890506
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Kloninger, Arnold
Hersteller: Otto-Friedrich-Uni
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Verantwortliche Person für die EU: University of Bamberg Press, Feldkirchenstr. 21, D-96052 Bamberg, ubp@uni-bamberg.de
Maße: 207 x 144 x 9 mm
Von/Mit: Arnold Kloninger
Erscheinungsdatum: 18.06.2025
Gewicht: 0,178 kg
Artikel-ID: 133684878

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