Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Beschreibung
Dem Schamgefühl kann man nicht entfliehen. In ihm wird man unerbittlich - aus der (manchmal nur vorgestellten) Sicht der Anderen, die irgendwie auch die eigene zu sein scheint - mit dem Scheitern des eigenen Selbstbildes konfrontiert. Dabei findet der Überfall der Scham häufig unvermutet statt: Man schämt sich und weiß nicht einmal, warum man diesem Gefühl ausgeliefert ist. Man wusste gar nicht um den Inhalt und die Macht des Selbstbildes, an dem man gescheitert zu sein scheint. Die Scham erweist sich als mächtiges Regulativ: In diesem scheinen sich soziale Normen mit der moralischen Kraft eines Selbstentwurfs zu verbinden. Die Macht dieses Regulativs zeigt sich dabei gerade in einer Situation der Ohnmacht, in der man jede Kontrolle über sich verloren zu haben scheint. Eben diese Konstellation von mächtiger Kontrolle, normativem Selbstbild und erfahrener Ohnmacht macht die Scham zu einem offensichtlich wichtigen, aber auch prekären Phänomen - nicht zuletzt auch für pädagogische Perspektiven.
Dem Schamgefühl kann man nicht entfliehen. In ihm wird man unerbittlich - aus der (manchmal nur vorgestellten) Sicht der Anderen, die irgendwie auch die eigene zu sein scheint - mit dem Scheitern des eigenen Selbstbildes konfrontiert. Dabei findet der Überfall der Scham häufig unvermutet statt: Man schämt sich und weiß nicht einmal, warum man diesem Gefühl ausgeliefert ist. Man wusste gar nicht um den Inhalt und die Macht des Selbstbildes, an dem man gescheitert zu sein scheint. Die Scham erweist sich als mächtiges Regulativ: In diesem scheinen sich soziale Normen mit der moralischen Kraft eines Selbstentwurfs zu verbinden. Die Macht dieses Regulativs zeigt sich dabei gerade in einer Situation der Ohnmacht, in der man jede Kontrolle über sich verloren zu haben scheint. Eben diese Konstellation von mächtiger Kontrolle, normativem Selbstbild und erfahrener Ohnmacht macht die Scham zu einem offensichtlich wichtigen, aber auch prekären Phänomen - nicht zuletzt auch für pädagogische Perspektiven.
Details
Erscheinungsjahr: 2009
Fachbereich: Sozialpädagogik
Genre: Erziehung & Bildung, Recht, Sozialwissenschaften, Wirtschaft
Rubrik: Sozialwissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 144 S.
4 s/w Fotos
ISBN-13: 9783506767257
ISBN-10: 3506767259
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Redaktion: Schäfer, Alfred
Thompson, Christiane
Herausgeber: Alfred Schäfer/Christiane Thompson
Auflage: 1/2009
Hersteller: Brill Schöningh, Ferdinand
Verlag GmbH & Co KG
Verantwortliche Person für die EU: Brill Deutschland GmbH, Wollmarktstr. 115, D-33098 Paderborn, productsafety@degruyterbrill.com
Maße: 214 x 135 x 12 mm
Von/Mit: Alfred Schäfer
Erscheinungsdatum: 20.08.2009
Gewicht: 0,205 kg
Artikel-ID: 101690223

Ähnliche Produkte