Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Beschreibung
Welche Praktiken führten zu den anthropologischen 'Rassen'-Theorien der Vergleichenden Anatomie in Europa und den USA im Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert? In welchem Wechselverhältnis standen sie zu globalen Dynamiken? Die 'Rassen'-Theorien des Langen 19. Jahrhunderts etablierten eine globale Ordnung der Menschen, die sich erst richtig verstehen lässt, wenn die Sammel- und Vergleichsprozesse menschlicher Schädel aufeinander bezogen und transnational untersucht werden. In ihrer global- und wissenschaftsgeschichtlich ausgerichteten praxeologischen Mikrostudie zum wissenschaftlichen Rassismus betrachtet Malin S. Wilckens das Sammeln und Vergleichen menschlicher Schädel dreier zentraler vergleichender Anatomen: Johann Friedrich Blumenbach, Samuel George Morton und Paul Broca. Dabei wird eine gewisse Kontingenz der 'Rassen'-Theorien' deutlich - das globale Sammeln von Schädeln beeinflusste das Vergleichen und somit die Klassifikation. Der Schädel als Sitz des Gehirns wurde zum maßgeblichen Differenzkriterium der naturgeschichtlichen Klassifikationen.

Verschiedene Wissenspraktiken förderten den "Erfolg" von 'Rassen'-Theorien: Die spätaufklärerisch-koloniale Praxis der Schädelforschung ging in eine imperiale und später nationale Wissensproduktion über, die bis in heutige Rassismen wirkt. Nutzten Anatomen und Anthropologen den 'Rasse'-Begriff zunächst für kontinentale Menschengruppen, wurde er im 19. Jahrhundert zunehmend für regionale Menschengruppen und zur binnenkontinentalen Differenzierung eingesetzt. Beide Fokusse standen in engem Zusammenhang mit kolonial-imperialen Deutungen und bedingten eine asymmetrische Beziehung Zentraleuropas und der USA mit anderen Teilen der Welt.
Welche Praktiken führten zu den anthropologischen 'Rassen'-Theorien der Vergleichenden Anatomie in Europa und den USA im Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert? In welchem Wechselverhältnis standen sie zu globalen Dynamiken? Die 'Rassen'-Theorien des Langen 19. Jahrhunderts etablierten eine globale Ordnung der Menschen, die sich erst richtig verstehen lässt, wenn die Sammel- und Vergleichsprozesse menschlicher Schädel aufeinander bezogen und transnational untersucht werden. In ihrer global- und wissenschaftsgeschichtlich ausgerichteten praxeologischen Mikrostudie zum wissenschaftlichen Rassismus betrachtet Malin S. Wilckens das Sammeln und Vergleichen menschlicher Schädel dreier zentraler vergleichender Anatomen: Johann Friedrich Blumenbach, Samuel George Morton und Paul Broca. Dabei wird eine gewisse Kontingenz der 'Rassen'-Theorien' deutlich - das globale Sammeln von Schädeln beeinflusste das Vergleichen und somit die Klassifikation. Der Schädel als Sitz des Gehirns wurde zum maßgeblichen Differenzkriterium der naturgeschichtlichen Klassifikationen.

Verschiedene Wissenspraktiken förderten den "Erfolg" von 'Rassen'-Theorien: Die spätaufklärerisch-koloniale Praxis der Schädelforschung ging in eine imperiale und später nationale Wissensproduktion über, die bis in heutige Rassismen wirkt. Nutzten Anatomen und Anthropologen den 'Rasse'-Begriff zunächst für kontinentale Menschengruppen, wurde er im 19. Jahrhundert zunehmend für regionale Menschengruppen und zur binnenkontinentalen Differenzierung eingesetzt. Beide Fokusse standen in engem Zusammenhang mit kolonial-imperialen Deutungen und bedingten eine asymmetrische Beziehung Zentraleuropas und der USA mit anderen Teilen der Welt.
Über den Autor
Dr. Malin Sonja Wilckens ist wissenschaftliche Mitarbeiterin/Postdoc am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz.
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Genre: Geisteswissenschaften, Geschichte, Kunst, Musik
Jahrhundert: Neuzeit
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Buch
Titelzusatz: Schädel, ¿Rasse¿ und die Ordnung der Welt in der deutschen, US-amerikanischen und französischen Anthropologie (1780-1880)
Reihe: Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft
Inhalt: 384 S.
ISBN-13: 9783525317778
ISBN-10: 3525317778
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: VUR0013292
Einband: Gebunden
Autor: Wilckens, Malin S.
Redaktion: Budde, Gunilla
Morina, Christina
Nolte, Paul
Nützenadel, Alexander
Patel, Kiran Klaus
Herausgeber: Gunilla Budde (Prof. Dr.)/Christina Morina (Prof. Dr.)/Paul Nolte (Pro
f. Dr.) u a
Hersteller: Vandenhoeck & Ruprecht
Vandenhoeck + Ruprecht
Verantwortliche Person für die EU: Brill Deutschland GmbH, Wollmarktstr. 115, D-33098 Paderborn, productsafety@degruyterbrill.com
Abbildungen: mit 12 z.T. farb. Abbildungen
Maße: 237 x 167 x 35 mm
Von/Mit: Malin S. Wilckens
Erscheinungsdatum: 14.07.2026
Gewicht: 0,767 kg
Artikel-ID: 135870866

Ähnliche Produkte