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Beschreibung
Die Geschichte des Schlosses Oevelgönne, einst Mittelpunkt des adligen Gutes Groß-Collmar, liegt heute wie unter
einer dünnen, brüchigen Decke aus Fragmenten verborgen. Die überlieferten Spuren sind rar, oft indirekt,
gelegentlich widersprüchlich - und doch haben sie über Generationen hinweg das Interesse von Heimatforschern,
Chronisten und Geschichtsfreunden geweckt. Bereits Helmut Trede widmete dem Schloss in seiner Kollmarer
Chronik "Kollmar - Ein Marschendorf am Ufer der Elbe" ein umfangreiches Kapitel und bezeichnete die
Quellenlage treffend als "dürftig". Die Flut von 1756, die alle Bau- und Verwaltungsakten aus dem Schloss
vernichtete, hat die Rekonstruktion der Vergangenheit besonders erschwert. Nach Trede setzte sich im 19.
Jahrhundert P. F. C. Matthiessen - Justitiar der adligen Marschgüter und zeitlich am nächsten am tatsächlichen
Bestand des Schlosses - nur knapp mit dessen Gestalt auseinander. Er sah das 1586/87 erbaute und 1815
abgebrochene Gebäude selbst nie und scheint den baulichen Anlagen wenig Aufmerksamkeit geschenkt zu haben.
Einen wichtigen Versuch, die verstreuten Hinweise zu ordnen, unternahm 1950 der Herzhorner Heimatforscher
Wilhelm Ehlers, der in mehreren Beiträgen der Glückstädter Fortuna die ihm zugänglichen Archivalien sichtete
und bewertete. Seine Arbeit bildet einen frühen, engagierten Zugang zu einer Thematik, die lange Zeit von
fehlenden Dokumenten und lückenhaften Überlieferungen geprägt blieb.
Die vorliegende Publikation von Ulf Buhse knüpft an diese Forschungstradition an und führt sie zugleich behutsam
darüber hinaus. Sie versteht sich als eine Spurensuche - eine erneute, gründliche Annäherung an die bauliche
Gestalt und das äußere Erscheinungsbild des Schlosses Oevelgönne. Durch die detaillierte Auswertung bislang
wenig beachteter oder neu zugänglicher Quellen entwickelt sich ein differenzierteres Bild als bislang möglich war.
Als zweiter Band der Reihe "Bauhistorische Forschungen" der Detlefsen-Gesellschaft fügt sich diese Arbeit in ein
langfristig angelegtes Vorhaben ein, die baulichen Zeugnisse der Region wissenschaftlich aufzuarbeiten und einem
breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Diese Untersuchung zeigt, wie viel sich auch dort noch gewinnen lässt, wo die Überlieferung lückenhaft erscheint -
und lädt dazu ein, sich der Geschichte Oevelgönnes mit neuer Aufmerksamkeit zu nähern.
Christian Boldt
Die Geschichte des Schlosses Oevelgönne, einst Mittelpunkt des adligen Gutes Groß-Collmar, liegt heute wie unter
einer dünnen, brüchigen Decke aus Fragmenten verborgen. Die überlieferten Spuren sind rar, oft indirekt,
gelegentlich widersprüchlich - und doch haben sie über Generationen hinweg das Interesse von Heimatforschern,
Chronisten und Geschichtsfreunden geweckt. Bereits Helmut Trede widmete dem Schloss in seiner Kollmarer
Chronik "Kollmar - Ein Marschendorf am Ufer der Elbe" ein umfangreiches Kapitel und bezeichnete die
Quellenlage treffend als "dürftig". Die Flut von 1756, die alle Bau- und Verwaltungsakten aus dem Schloss
vernichtete, hat die Rekonstruktion der Vergangenheit besonders erschwert. Nach Trede setzte sich im 19.
Jahrhundert P. F. C. Matthiessen - Justitiar der adligen Marschgüter und zeitlich am nächsten am tatsächlichen
Bestand des Schlosses - nur knapp mit dessen Gestalt auseinander. Er sah das 1586/87 erbaute und 1815
abgebrochene Gebäude selbst nie und scheint den baulichen Anlagen wenig Aufmerksamkeit geschenkt zu haben.
Einen wichtigen Versuch, die verstreuten Hinweise zu ordnen, unternahm 1950 der Herzhorner Heimatforscher
Wilhelm Ehlers, der in mehreren Beiträgen der Glückstädter Fortuna die ihm zugänglichen Archivalien sichtete
und bewertete. Seine Arbeit bildet einen frühen, engagierten Zugang zu einer Thematik, die lange Zeit von
fehlenden Dokumenten und lückenhaften Überlieferungen geprägt blieb.
Die vorliegende Publikation von Ulf Buhse knüpft an diese Forschungstradition an und führt sie zugleich behutsam
darüber hinaus. Sie versteht sich als eine Spurensuche - eine erneute, gründliche Annäherung an die bauliche
Gestalt und das äußere Erscheinungsbild des Schlosses Oevelgönne. Durch die detaillierte Auswertung bislang
wenig beachteter oder neu zugänglicher Quellen entwickelt sich ein differenzierteres Bild als bislang möglich war.
Als zweiter Band der Reihe "Bauhistorische Forschungen" der Detlefsen-Gesellschaft fügt sich diese Arbeit in ein
langfristig angelegtes Vorhaben ein, die baulichen Zeugnisse der Region wissenschaftlich aufzuarbeiten und einem
breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Diese Untersuchung zeigt, wie viel sich auch dort noch gewinnen lässt, wo die Überlieferung lückenhaft erscheint -
und lädt dazu ein, sich der Geschichte Oevelgönnes mit neuer Aufmerksamkeit zu nähern.
Christian Boldt
Über den Autor
Ulf Buhse wurde 1945 in Kollmar geboren und lebt bis heute hier. Seit 1985 beschäftigte er sich zunächst als Mitglied des Chronik-Kreises Kollmar mit der Geschichte seiner Gemeinde und Region, später forschte er auch zu geschichtlichen Themen rund um sein Heimatdorf und hält Vorträge für die Detlefsen-Gesellschaft Glückstadt und den Heimatverband für den Kreis Steinburg.
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Genre: Geisteswissenschaften, Geschichte, Kunst, Musik
Jahrhundert: Neuzeit
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Reihe: Bauhistorische Forschungen
Inhalt: 84 S.
14 farbige Illustr.
ISBN-13: 9783695708598
ISBN-10: 369570859X
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Buhse, Ulf
Auflage: 1. Auflage
Hersteller: Books on Demand GmbH
BoD - Books on Demand
Bauhistorische Forschungen
Verantwortliche Person für die EU: Books on Demand GmbH, Überseering 33, D-22297 Hamburg, bod@bod.de
Maße: 297 x 210 x 6 mm
Von/Mit: Ulf Buhse
Erscheinungsdatum: 17.02.2026
Gewicht: 0,27 kg
Artikel-ID: 134577342