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Beschreibung
Die Gestaltbildung der Meisterwerke war für Josef Mertin ein zentrales Motiv künstlerischen Seins - im Musikmachen, im Unterricht, in der Theoriebildung. Gestaltung, Gestaltwerdung war ihm der Endzweck aller Beschäftigung mit Musik. Der Weg vom abstrakten, "trockenen" Notentext zur lebendigen, sinnlich erfüllten Aufführung, vom "toten Papier", wie er es drastisch nannte, zur konkret erlebbaren und erfahrbaren Erscheinung bildet den Hauptinhalt all seiner künstlerischen Tätigkeit. Und bisweilen war ihm auch dieser Weg forschenden Lernens wichtiger als das Ziel etwaigen wie immer kurzlebigen Erfolgs brillanter Aufführungen. Unbewusstes, sich bloß auf angebliche Traditionen und Usancen berufendes Musizieren war ihm ebenso ein Gräuel wie Theorie um ihrer selbst willen. Die Theorie war aus seiner Perspektive immer von unmittelbarer Relevanz für das konkrete Musikmachen. So wie umgekehrt theorielos handwerkelnde Praxis für ihn in der ständigen sterilen Reproduktion sogenannter bewährter, angeblich traditionell legitimierter und solchermaßen nicht mehr hinterfragter Lösungen erstarren musste. Sogenannte Musikalität, das heißt Verwurzelung und Sozialisation innerhalb einer intakten musikalischen Tradition, war ihm neben anderen Voraussetzungen wie Technik und "Begabung" immer notwendiger Ausgangs-, aber keineswegs zureichender Endpunkt.
Die Gestaltbildung der Meisterwerke war für Josef Mertin ein zentrales Motiv künstlerischen Seins - im Musikmachen, im Unterricht, in der Theoriebildung. Gestaltung, Gestaltwerdung war ihm der Endzweck aller Beschäftigung mit Musik. Der Weg vom abstrakten, "trockenen" Notentext zur lebendigen, sinnlich erfüllten Aufführung, vom "toten Papier", wie er es drastisch nannte, zur konkret erlebbaren und erfahrbaren Erscheinung bildet den Hauptinhalt all seiner künstlerischen Tätigkeit. Und bisweilen war ihm auch dieser Weg forschenden Lernens wichtiger als das Ziel etwaigen wie immer kurzlebigen Erfolgs brillanter Aufführungen. Unbewusstes, sich bloß auf angebliche Traditionen und Usancen berufendes Musizieren war ihm ebenso ein Gräuel wie Theorie um ihrer selbst willen. Die Theorie war aus seiner Perspektive immer von unmittelbarer Relevanz für das konkrete Musikmachen. So wie umgekehrt theorielos handwerkelnde Praxis für ihn in der ständigen sterilen Reproduktion sogenannter bewährter, angeblich traditionell legitimierter und solchermaßen nicht mehr hinterfragter Lösungen erstarren musste. Sogenannte Musikalität, das heißt Verwurzelung und Sozialisation innerhalb einer intakten musikalischen Tradition, war ihm neben anderen Voraussetzungen wie Technik und "Begabung" immer notwendiger Ausgangs-, aber keineswegs zureichender Endpunkt.
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Rubrik: Kunst & Musik
Thema: Musikgeschichte
Medium: Buch
Reihe: Wiener Veröffentlichungen zur Theorie und Interpretation der Musik
Inhalt: 472 S.
ISBN-13: 9783706913126
ISBN-10: 3706913127
Sprache: Deutsch
Einband: Gebunden
Redaktion: Darmstädter, Beatrix
Rainer, Ingomar
Vorzellner, Markus
Herausgeber: Beatrix Darmstädter/Ingomar Rainer/Markus Vorzellner
Hersteller: Praesens
Wiener Veröffentlichungen zur Theorie und Interpretation der Musik
Verantwortliche Person für die EU: Praesens Verlags GmbH, Dr. Michael Ritter, Wehlistr. 154/12, A-1020 Wien, m.ritter@praesens.at
Maße: 168 x 233 x 37 mm
Von/Mit: Beatrix Darmstädter (u. a.)
Erscheinungsdatum: 17.06.2026
Gewicht: 1,03 kg
Artikel-ID: 136029529

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