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Beschreibung
Leopardi setzt sich nicht nur mit den großen Illusionen im kollektiven Bewusstsein der Menschheit von den Uranfängen her auseinander, sondern auch autoreflexiv mit der Standpunktsuche als Dichter und Philosoph. Diese vollzieht sich in immer neuen Inszenierungen, in denen Täuschung und Selbsttäuschung die Unvollkommenheit, den Mangel kaschieren. Die als Illusionen enttarnten einstigen Menschheitsideale überführt Leopardi in den Bereich des Ästhetischen, um mit seiner Sprache des Indefiniten ihre Trugbildhaftigkeit zu zelebrieren. Der Vorstellung der Schattenhaftigkeit des Menschen, die zu Nietzsche und in die Moderne führt, entsprechen der Traum und der Wachtraum. Diese Nachtbereiche der Seele treten in Konkurrenz zur Realität und bilden Reservoire für die Imagination, in der sich vage neue Menschheitsentwürfe, z.B. in Richtung auf die Exploration des Mondes und die künstliche Intelligenz, erahnen lassen.
Leopardi setzt sich nicht nur mit den großen Illusionen im kollektiven Bewusstsein der Menschheit von den Uranfängen her auseinander, sondern auch autoreflexiv mit der Standpunktsuche als Dichter und Philosoph. Diese vollzieht sich in immer neuen Inszenierungen, in denen Täuschung und Selbsttäuschung die Unvollkommenheit, den Mangel kaschieren. Die als Illusionen enttarnten einstigen Menschheitsideale überführt Leopardi in den Bereich des Ästhetischen, um mit seiner Sprache des Indefiniten ihre Trugbildhaftigkeit zu zelebrieren. Der Vorstellung der Schattenhaftigkeit des Menschen, die zu Nietzsche und in die Moderne führt, entsprechen der Traum und der Wachtraum. Diese Nachtbereiche der Seele treten in Konkurrenz zur Realität und bilden Reservoire für die Imagination, in der sich vage neue Menschheitsentwürfe, z.B. in Richtung auf die Exploration des Mondes und die künstliche Intelligenz, erahnen lassen.
Über den Autor
Cornelia Klettke ist Professorin für Romanische Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der französischen und italienischen Literatur von Dante bis zur Gegenwart. Sebastian Neumeister ist Professor em. für Romanische Philologie an der Freien Universität Berlin und langjähriger Präsident der Deutschen Leopardi-Gesellschaft sowie Herausgeber der von ihm gegründeten Zeitschrift Ginestra.
Details
Erscheinungsjahr: 2017
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Rubrik: Literaturwissenschaft
Medium: Buch
Reihe: Sanssouci - Forschungen zur Romanistik, Bd. 14
Inhalt: 342 S.
3 farbige Illustr.
ISBN-13: 9783732902569
ISBN-10: 3732902560
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: 90256
Einband: Gebunden
Redaktion: Klettke, Cornelia
Neumeister, Sebastian
Herausgeber: Cornelia Klettke/Sebastian Neumeister
Auflage: 1. Auflage
Hersteller: Frank & Timme GmbH
Frank und Timme GmbH
Sanssouci - Forschungen zur Romanistik, Bd. 14
Verantwortliche Person für die EU: Frank & Timme GmbH, Oliver Renner, Wittelsbacherstr. 27a, D-10707 Berlin, info@frank-timme.de
Maße: 216 x 153 x 25 mm
Von/Mit: Cornelia Klettke (u. a.)
Erscheinungsdatum: 07.06.2017
Gewicht: 0,607 kg
Artikel-ID: 129199641

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