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Beschreibung
Wittenberg an der Elbe wurde im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert als eine Residenz-, Universitäts- und Festungsstadt der sächsischen Kurfürsten ausgebaut. Während im Jahr 1527 das große Rom durch die kaiserlichen Truppen erobert wurde, musste sich zwanzig Jahre später im Schmalkaldischen Krieg (1546-1547) das von den Kaiserlichen belagerte Wittenberg erst ergeben, nachdem der Kurfürst gefangen genommen worden war.

Im 17. Jahrhundert war Wittenberg auch als Grenzfestung Kursachsens von Bedeutung. Nach und nach wurden nun die Befestigungen an die neue bastionierte Militärarchitektur angepasst. Diese faszinierte auch den jungen Georg Wilhelm Kirchmaier (1673-1759), der sich in der Praxis des Festungsbaus hatte unterrichten lassen und dann 1696 und 1697 zwei lateinische Abhandlungen mit Verbesserungsvorschlägen herausbrachte. 1703 und 1750 publizierte er sie erneut - so wichtig waren ihm seine Ideen. Sie hätten wohl zu einem besseren Schutz der Stadt beitragen können, wurden aber nicht umgesetzt.

Dass Wittenberg 1760 im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) von der Reichsarmee belagert, bombardiert und durch Brände erheblich beschädigt wurde, musste Kirchmaier nicht mehr erleben. Seine Abhandlungen veranschaulichen die Verbindung von Praxis und Theorie der barocken Festungsbaukunst in Wittenberg. Sie werden nun erstmals zweisprachig vorgelegt und umfassend erschlossen.
Wittenberg an der Elbe wurde im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert als eine Residenz-, Universitäts- und Festungsstadt der sächsischen Kurfürsten ausgebaut. Während im Jahr 1527 das große Rom durch die kaiserlichen Truppen erobert wurde, musste sich zwanzig Jahre später im Schmalkaldischen Krieg (1546-1547) das von den Kaiserlichen belagerte Wittenberg erst ergeben, nachdem der Kurfürst gefangen genommen worden war.

Im 17. Jahrhundert war Wittenberg auch als Grenzfestung Kursachsens von Bedeutung. Nach und nach wurden nun die Befestigungen an die neue bastionierte Militärarchitektur angepasst. Diese faszinierte auch den jungen Georg Wilhelm Kirchmaier (1673-1759), der sich in der Praxis des Festungsbaus hatte unterrichten lassen und dann 1696 und 1697 zwei lateinische Abhandlungen mit Verbesserungsvorschlägen herausbrachte. 1703 und 1750 publizierte er sie erneut - so wichtig waren ihm seine Ideen. Sie hätten wohl zu einem besseren Schutz der Stadt beitragen können, wurden aber nicht umgesetzt.

Dass Wittenberg 1760 im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) von der Reichsarmee belagert, bombardiert und durch Brände erheblich beschädigt wurde, musste Kirchmaier nicht mehr erleben. Seine Abhandlungen veranschaulichen die Verbindung von Praxis und Theorie der barocken Festungsbaukunst in Wittenberg. Sie werden nun erstmals zweisprachig vorgelegt und umfassend erschlossen.
Über den Autor
Kai Brodersen (*1958) ist Professor a. D. für Antike Kultur an der Universität Erfurt.
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Genre: Geisteswissenschaften, Geschichte, Kunst, Musik
Jahrhundert: Neuzeit
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 182 S.
ISBN-13: 9783911973250
ISBN-10: 391197325X
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Brodersen, Kai
Hersteller: Kartoffeldruck-Verlag
Verantwortliche Person für die EU: BoD - Books on Demand, In de Tarpen 42, D-22848 Norderstedt, info@bod.de
Maße: 190 x 120 x 13 mm
Von/Mit: Kai Brodersen
Erscheinungsdatum: 13.08.2026
Gewicht: 0,2 kg
Artikel-ID: 136137967

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