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Beschreibung
Emma Schindler (1883-1944) wuchs in Hamburg auf und besuchte hier Privatschulen, da ihr als Mädchen der Besuch eines Gymnasiums verschlossen war. Das Abitur konnte sie nur als "Externe" an einem Jungengymnasium ablegen, was ihr 1913 gelang. Von da an begann ein unaufhaltsam anmutendes Streben nach akademischer Bildung und Entwicklung. Sie studierte Medizin, promovierte 1919 und erhielt 1920 die Approbation. Bereits 1922/23 war sie Fachärztin für Augenheilkunde. Dr. Schindler eröffnete eine Praxis, forschte an der Augenklinik des Eppendorfer Krankenhauses und publizierte in angesehenen Fachzeitschriften. 1933 änderte sich auch für Emma Schindler alles. Ihr wurde zunächst die Kassenzulassung entzogen, 1938 die Approbation. Ab 1941 versorgte sie als "Krankenbehandlerin" jüdische Patient:innen im Israelitischen Krankenhaus. 1942 erfolgte ihre Deportation nach Theresienstadt und 1944 nach Auschwitz, wo sich ihre Spur verliert. Seit 2026 trägt der Hörsaal der Augenklinik am UKE ihren Namen.
Emma Schindler (1883-1944) wuchs in Hamburg auf und besuchte hier Privatschulen, da ihr als Mädchen der Besuch eines Gymnasiums verschlossen war. Das Abitur konnte sie nur als "Externe" an einem Jungengymnasium ablegen, was ihr 1913 gelang. Von da an begann ein unaufhaltsam anmutendes Streben nach akademischer Bildung und Entwicklung. Sie studierte Medizin, promovierte 1919 und erhielt 1920 die Approbation. Bereits 1922/23 war sie Fachärztin für Augenheilkunde. Dr. Schindler eröffnete eine Praxis, forschte an der Augenklinik des Eppendorfer Krankenhauses und publizierte in angesehenen Fachzeitschriften. 1933 änderte sich auch für Emma Schindler alles. Ihr wurde zunächst die Kassenzulassung entzogen, 1938 die Approbation. Ab 1941 versorgte sie als "Krankenbehandlerin" jüdische Patient:innen im Israelitischen Krankenhaus. 1942 erfolgte ihre Deportation nach Theresienstadt und 1944 nach Auschwitz, wo sich ihre Spur verliert. Seit 2026 trägt der Hörsaal der Augenklinik am UKE ihren Namen.
Über den Autor
habilitiert für Geschichte und Ethik der Medizin, ist Stellvertretende Direktorin des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Sie lehrt dort Geschichte der (Zahn-)Medizin und Ethik in der (Zahn-)Medizin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Medizin- und Psychiatriegeschichte des späten 19. und des 20. Jahrhunderts, "Euthanasie"- und Holocaustgeschichte.
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Fachbereich: Allgemeines
Genre: Geisteswissenschaften, Geschichte, Kunst, Musik
Rubrik: Geisteswissenschaften
Thema: Lexika
Medium: Taschenbuch
Reihe: Jüdische Miniaturen
Inhalt: 126 S.
ISBN-13: 9783955657727
ISBN-10: 3955657728
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Schwoch, Rebecca
Hersteller: Pester, Nora, Dr.
Hentrich & Hentrich
Verantwortliche Person für die EU: Hentrich & Hentrich Verlag Berlin Leipzig, Dr. Nora Pester, Jahnallee 61, D-04177 Leipzig, info@hentrichhentrich.de
Maße: 150 x 117 x 10 mm
Von/Mit: Rebecca Schwoch
Erscheinungsdatum: 29.05.2026
Gewicht: 0,134 kg
Artikel-ID: 135500071