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Beschreibung

Ein Familienroman weckt die Erwartung, hier gebe es einerseits eine sinnstiftende Gemeinsamkeit und andererseits Abgründe, Dunkelstellen, von denen erzählt werden müsse. Die Gattung ist bestimmten Konventionen verhaftet. Die jüdische Familie Wronker aus Frankfurt am Main, die einmal ein Kaufhaus auf der Zeil mit Filialen in anderen Städten besaß, eignet sich nicht für das "Romanhafte". Das Gründerehepaar wurde deportiert und ermordet, die jüngeren Familienmitglieder emigrierten und fanden nach den verschiedensten Stationen in New York wieder zusammen. Was in der Konvention des Romans wirtschaftlicher Aufstieg und Niedergang, Intimität und Öffentlichkeit ist, muss unter den Bedingungen der Vertreibung, der rabiaten Arisierung, der Vertreibung und der unzureichenden Wiedergutmachung anders gelesen werden. Ursula Krechel ist erfahren in minutiösen Recherchen über Opfer des Nationalsozialismus. Hier "skizziert" sie, was opulent ausgemalt werden könnte. Ihre Abhandlung legt die These nahe, der ungeschriebene Familienroman stehe im scharfen Kontrast zu den Dokumenten, aus denen er sich speist.

Ursula Krechel ist Literaturwissenschaftlerin, Schriftstellerin, Lyrikerin. Im Jahr 2025 erhielt sie den Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Ein Familienroman weckt die Erwartung, hier gebe es einerseits eine sinnstiftende Gemeinsamkeit und andererseits Abgründe, Dunkelstellen, von denen erzählt werden müsse. Die Gattung ist bestimmten Konventionen verhaftet. Die jüdische Familie Wronker aus Frankfurt am Main, die einmal ein Kaufhaus auf der Zeil mit Filialen in anderen Städten besaß, eignet sich nicht für das "Romanhafte". Das Gründerehepaar wurde deportiert und ermordet, die jüngeren Familienmitglieder emigrierten und fanden nach den verschiedensten Stationen in New York wieder zusammen. Was in der Konvention des Romans wirtschaftlicher Aufstieg und Niedergang, Intimität und Öffentlichkeit ist, muss unter den Bedingungen der Vertreibung, der rabiaten Arisierung, der Vertreibung und der unzureichenden Wiedergutmachung anders gelesen werden. Ursula Krechel ist erfahren in minutiösen Recherchen über Opfer des Nationalsozialismus. Hier "skizziert" sie, was opulent ausgemalt werden könnte. Ihre Abhandlung legt die These nahe, der ungeschriebene Familienroman stehe im scharfen Kontrast zu den Dokumenten, aus denen er sich speist.

Ursula Krechel ist Literaturwissenschaftlerin, Schriftstellerin, Lyrikerin. Im Jahr 2025 erhielt sie den Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Details
Erscheinungsjahr: 2026
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Rubrik: Literaturwissenschaft
Medium: Taschenbuch
Reihe: Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften und der Literatur
Inhalt: 20 S.
6 farbige Illustr.
6 Illustr.
ISBN-13: 9783515142458
ISBN-10: 3515142452
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: 400014245
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Krechel, Ursula
Hersteller: Steiner Franz Verlag
Steiner, Franz, Verlag GmbH
Verantwortliche Person für die EU: Franz Steiner Verlag GmbH, Maybachstr. 8, D-70469 Stuttgart, service@steiner-verlag.de
Abbildungen: 6 farbige Abbildungen
Maße: 233 x 162 x 2 mm
Von/Mit: Ursula Krechel
Erscheinungsdatum: 19.06.2026
Gewicht: 0,068 kg
Artikel-ID: 135854979