Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Beschreibung
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Sprache: Deutsch, Abstract: Wann, woher und wie kamen die Vertriebenen in die Sowjetische Besatzungszone (SBZ)? Wie verlief die Ankunft? Wie wurden sie anschließend in der Gesellschaft aufgenommen? Welche Unterstützung erhielten sie, welche Integrationsziele verfolgte die Politik? Wie verlief ihre Integration in den ersten Nachkriegsjahren, was waren Erfolge, wo gab es Misserfolge und wie ging die Politik damit um?

Während des Bestehens der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) war die wissenschaftliche Aufarbeitung der Flucht, Vertreibung und Aussiedlung Personen deutscher Herkunft (Deutsche) aus den ehemals deutschen beziehungsweise deutsch besetzten Gebieten Ende des Zweiten Weltkriegs und in den darauf folgenden Jahren schwierig, größtenteils unmöglich. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen waren in ihrer Themenwahl und -bearbeitung eingeschränkt, Forschungsvorhaben mussten stets von einer zentralen Stelle genehmigt werden (wie dem Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen, Ministerium für Volksbildung oder dem Institut für Marxismus-Leninismus beim Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED)). Die Gewalttaten und -erfahrungen während der Vertreibungen, ebenso wie die Integrationserfahrungen der Vertriebenen auf dem Gebiet der heutigen fünf neuen Bundesländer, wurden in den historischen Aufarbeitungen der Kriegs- und Nachkriegsgeschehnisse in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR größtenteils ignoriert. Die Geschichte wurde öffentlich nur einseitig betrachtet, die Verbrechen wurden dem deutschen Faschismus zugeschrieben, ohne sie in Beziehung zur eigenen, bzw. kollektiven Verantwortung der Deutschen insgesamt (also auch der DDR) zu setzen. Die Gewalttaten, die von den sowjetischen Truppen und bestimmten Bevölkerungsgruppen während der Vertreibungen ausgingen, wurden verschwiegen. Das Aussparen der Aufarbeitung eines wichtigen Teils deutscher und europäischer Geschichte unterhöhlte die angestrebten und propagierten freundschaftlichen Beziehungen der DDR vor allem zu seinen östlichen Nachbarländern Polen und der Tschechoslowakei.
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Sprache: Deutsch, Abstract: Wann, woher und wie kamen die Vertriebenen in die Sowjetische Besatzungszone (SBZ)? Wie verlief die Ankunft? Wie wurden sie anschließend in der Gesellschaft aufgenommen? Welche Unterstützung erhielten sie, welche Integrationsziele verfolgte die Politik? Wie verlief ihre Integration in den ersten Nachkriegsjahren, was waren Erfolge, wo gab es Misserfolge und wie ging die Politik damit um?

Während des Bestehens der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) war die wissenschaftliche Aufarbeitung der Flucht, Vertreibung und Aussiedlung Personen deutscher Herkunft (Deutsche) aus den ehemals deutschen beziehungsweise deutsch besetzten Gebieten Ende des Zweiten Weltkriegs und in den darauf folgenden Jahren schwierig, größtenteils unmöglich. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen waren in ihrer Themenwahl und -bearbeitung eingeschränkt, Forschungsvorhaben mussten stets von einer zentralen Stelle genehmigt werden (wie dem Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen, Ministerium für Volksbildung oder dem Institut für Marxismus-Leninismus beim Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED)). Die Gewalttaten und -erfahrungen während der Vertreibungen, ebenso wie die Integrationserfahrungen der Vertriebenen auf dem Gebiet der heutigen fünf neuen Bundesländer, wurden in den historischen Aufarbeitungen der Kriegs- und Nachkriegsgeschehnisse in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR größtenteils ignoriert. Die Geschichte wurde öffentlich nur einseitig betrachtet, die Verbrechen wurden dem deutschen Faschismus zugeschrieben, ohne sie in Beziehung zur eigenen, bzw. kollektiven Verantwortung der Deutschen insgesamt (also auch der DDR) zu setzen. Die Gewalttaten, die von den sowjetischen Truppen und bestimmten Bevölkerungsgruppen während der Vertreibungen ausgingen, wurden verschwiegen. Das Aussparen der Aufarbeitung eines wichtigen Teils deutscher und europäischer Geschichte unterhöhlte die angestrebten und propagierten freundschaftlichen Beziehungen der DDR vor allem zu seinen östlichen Nachbarländern Polen und der Tschechoslowakei.
Details
Erscheinungsjahr: 2025
Fachbereich: Zeitgeschichte & Politik
Genre: Geisteswissenschaften, Geschichte, Kunst, Musik
Jahrhundert: ab 1949
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 32 S.
ISBN-13: 9783389114681
ISBN-10: 3389114688
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Körner, Ch.
Auflage: 1. Auflage
Hersteller: GRIN Verlag
Verantwortliche Person für die EU: GRIN Publishing GmbH, Waltherstr. 23, D-80337 München, info@grin.com
Maße: 210 x 148 x 3 mm
Von/Mit: Ch. Körner
Erscheinungsdatum: 28.02.2025
Gewicht: 0,062 kg
Artikel-ID: 131771699

Ähnliche Produkte