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Beschreibung
"Die Hexenprozesse" ist eine quellennahe, historisch-kritische Untersuchung jener europäischen Verfolgungswellen, in denen Theologie, Jurisprudenz, Volksglaube und obrigkeitliche Gewalt zu einem tödlichen System zusammenwirkten. Soldan entfaltet die Entwicklung des Hexenglaubens von mittelalterlichen Dämonologien bis zu den frühneuzeitlichen Gerichtsverfahren, analysiert Folter, Geständnislogik und gelehrte Autoritäten und schreibt in einem nüchternen, aufklärerisch geschärften Stil. Das Werk steht im Kontext des 19. Jahrhunderts, das die Geschichte religiöser Intoleranz mit den Mitteln moderner Geschichtswissenschaft neu befragte. Wilhelm Gottlieb Soldan, 1803 geboren und 1869 gestorben, war ein deutscher Historiker, Pädagoge und liberal geprägter Gelehrter. Seine Beschäftigung mit den Hexenprozessen erwuchs aus einem Interesse an Rechtsgeschichte, Kirchengeschichte und den Mechanismen kollektiver Verblendung. Als Protestant und Vertreter einer rationalen Geschichtsschreibung betrachtete er Aberglauben nicht bloß als Irrtum des Volkes, sondern als institutionell gestützte Machtpraxis. Dieses Buch empfiehlt sich allen Leserinnen und Lesern, die verstehen wollen, wie gelehrte Systeme Unrecht legitimieren können. Soldans Darstellung bleibt grundlegend für die Erforschung der Hexenverfolgung und ist zugleich eine mahnende Studie über Fanatismus, Verfahren und Verantwortung.
"Die Hexenprozesse" ist eine quellennahe, historisch-kritische Untersuchung jener europäischen Verfolgungswellen, in denen Theologie, Jurisprudenz, Volksglaube und obrigkeitliche Gewalt zu einem tödlichen System zusammenwirkten. Soldan entfaltet die Entwicklung des Hexenglaubens von mittelalterlichen Dämonologien bis zu den frühneuzeitlichen Gerichtsverfahren, analysiert Folter, Geständnislogik und gelehrte Autoritäten und schreibt in einem nüchternen, aufklärerisch geschärften Stil. Das Werk steht im Kontext des 19. Jahrhunderts, das die Geschichte religiöser Intoleranz mit den Mitteln moderner Geschichtswissenschaft neu befragte. Wilhelm Gottlieb Soldan, 1803 geboren und 1869 gestorben, war ein deutscher Historiker, Pädagoge und liberal geprägter Gelehrter. Seine Beschäftigung mit den Hexenprozessen erwuchs aus einem Interesse an Rechtsgeschichte, Kirchengeschichte und den Mechanismen kollektiver Verblendung. Als Protestant und Vertreter einer rationalen Geschichtsschreibung betrachtete er Aberglauben nicht bloß als Irrtum des Volkes, sondern als institutionell gestützte Machtpraxis. Dieses Buch empfiehlt sich allen Leserinnen und Lesern, die verstehen wollen, wie gelehrte Systeme Unrecht legitimieren können. Soldans Darstellung bleibt grundlegend für die Erforschung der Hexenverfolgung und ist zugleich eine mahnende Studie über Fanatismus, Verfahren und Verantwortung.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Fachbereich: Populäre Schriften
Genre: Religion & Theologie
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 416 S.
ISBN-13: 9788027261659
ISBN-10: 8027261651
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Soldan, Wilhelm Gottlieb
Hersteller: Musaicum Books
Verantwortliche Person für die EU: OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 22 mm
Von/Mit: Wilhelm Gottlieb Soldan
Erscheinungsdatum: 04.12.2022
Gewicht: 0,579 kg
Artikel-ID: 126177476

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