Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Beschreibung
Deutsche Thesen gegen den Papst und seine Dunkelmänner ist eine scharf zugespitzte antiklerikale Streitschrift, in der Oskar Panizza die römisch-katholische Kirche als Machtapparat, Wissensregime und Gegner moderner geistiger Freiheit attackiert. In aphoristisch-thesenhafter Form verbindet der Text satirische Übertreibung, gelehrte Anspielung und pamphletistische Direktheit. Literarisch steht er im Kontext des späten Kulturkampfs, der fin-de-siècle-Dekadenz und jener radikalen Publizistik, die Religion, Staat und Moral gleichermaßen als Bühnen gesellschaftlicher Disziplinierung verstand. Panizza, 1853 in Bad Kissingen geboren, war Arzt, Psychiater, Schriftsteller und einer der meistverfolgten literarischen Provokateure des Kaiserreichs. Seine medizinische Ausbildung, seine Erfahrungen mit Institutionen und seine konfliktreiche Stellung gegenüber kirchlicher Autorität prägten sein Schreiben nachhaltig. Nach dem Skandal um Das Liebeskonzil und seiner Verurteilung wegen Blasphemie verschärfte sich sein Misstrauen gegenüber Zensur, Dogma und obrigkeitlicher Macht; diese biographische Spannung ist in den Thesen deutlich spürbar. Empfohlen sei das Buch vor allem Leserinnen und Lesern, die historische Polemik nicht als bloße Provokation, sondern als Dokument intellektueller Konfliktgeschichte verstehen wollen. Es eröffnet einen präzisen Blick auf Antiklerikalismus, Zensur und literarische Radikalität um 1900.
Deutsche Thesen gegen den Papst und seine Dunkelmänner ist eine scharf zugespitzte antiklerikale Streitschrift, in der Oskar Panizza die römisch-katholische Kirche als Machtapparat, Wissensregime und Gegner moderner geistiger Freiheit attackiert. In aphoristisch-thesenhafter Form verbindet der Text satirische Übertreibung, gelehrte Anspielung und pamphletistische Direktheit. Literarisch steht er im Kontext des späten Kulturkampfs, der fin-de-siècle-Dekadenz und jener radikalen Publizistik, die Religion, Staat und Moral gleichermaßen als Bühnen gesellschaftlicher Disziplinierung verstand. Panizza, 1853 in Bad Kissingen geboren, war Arzt, Psychiater, Schriftsteller und einer der meistverfolgten literarischen Provokateure des Kaiserreichs. Seine medizinische Ausbildung, seine Erfahrungen mit Institutionen und seine konfliktreiche Stellung gegenüber kirchlicher Autorität prägten sein Schreiben nachhaltig. Nach dem Skandal um Das Liebeskonzil und seiner Verurteilung wegen Blasphemie verschärfte sich sein Misstrauen gegenüber Zensur, Dogma und obrigkeitlicher Macht; diese biographische Spannung ist in den Thesen deutlich spürbar. Empfohlen sei das Buch vor allem Leserinnen und Lesern, die historische Polemik nicht als bloße Provokation, sondern als Dokument intellektueller Konfliktgeschichte verstehen wollen. Es eröffnet einen präzisen Blick auf Antiklerikalismus, Zensur und literarische Radikalität um 1900.
Details
Erscheinungsjahr: 2023
Genre: Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 104 S.
ISBN-13: 9788028345181
ISBN-10: 8028345182
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Panizza, Oskar
Hersteller: Sharp Ink
Verantwortliche Person für die EU: Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 6 mm
Von/Mit: Oskar Panizza
Erscheinungsdatum: 01.12.2023
Gewicht: 0,164 kg
Artikel-ID: 128379814