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Beschreibung
Der Ursprung des Christentums untersucht die Entstehung der christlichen Bewegung nicht als Wunderbericht, sondern als historisch-soziales Phänomen der römischen Kaiserzeit. Kautsky verbindet Quellenkritik, ökonomische Analyse und religionsgeschichtliche Vergleichung, um die Gemeinde der ersten Christen aus den Spannungen von Sklaverei, Verarmung, städtischem Proletariat und jüdischer Messiaserwartung zu erklären. Sein Stil ist argumentativ, materialreich und polemisch klar; literarisch steht das Werk im Kontext marxistischer Geschichtsschreibung und der historisch-kritischen Bibelforschung des frühen 20. Jahrhunderts. Karl Kautsky, einer der einflussreichsten Theoretiker der Sozialdemokratie, schrieb aus der Überzeugung heraus, dass religiöse Ideen nur im Zusammenhang ihrer gesellschaftlichen Träger verständlich werden. Seine Kenntnis der antiken Wirtschaftsformen, seine Auseinandersetzung mit Marx und Engels sowie sein Interesse an Massenbewegungen prägten die Darstellung. Das Buch spiegelt daher weniger konfessionelle Debatte als die Frage, wie Klassenlage, Hoffnung und Organisation eine Weltreligion hervorbringen konnten. Empfohlen sei dieses Werk allen, die Christentum, Antike und Sozialgeschichte jenseits rein theologischer Deutungen verstehen wollen. Auch wo Kautskys Thesen heute zu prüfen sind, bleibt seine Synthese anregend: Sie schärft den Blick für die materiellen Bedingungen religiöser Überlieferung und lädt zu kritischer Lektüre ein.
Der Ursprung des Christentums untersucht die Entstehung der christlichen Bewegung nicht als Wunderbericht, sondern als historisch-soziales Phänomen der römischen Kaiserzeit. Kautsky verbindet Quellenkritik, ökonomische Analyse und religionsgeschichtliche Vergleichung, um die Gemeinde der ersten Christen aus den Spannungen von Sklaverei, Verarmung, städtischem Proletariat und jüdischer Messiaserwartung zu erklären. Sein Stil ist argumentativ, materialreich und polemisch klar; literarisch steht das Werk im Kontext marxistischer Geschichtsschreibung und der historisch-kritischen Bibelforschung des frühen 20. Jahrhunderts. Karl Kautsky, einer der einflussreichsten Theoretiker der Sozialdemokratie, schrieb aus der Überzeugung heraus, dass religiöse Ideen nur im Zusammenhang ihrer gesellschaftlichen Träger verständlich werden. Seine Kenntnis der antiken Wirtschaftsformen, seine Auseinandersetzung mit Marx und Engels sowie sein Interesse an Massenbewegungen prägten die Darstellung. Das Buch spiegelt daher weniger konfessionelle Debatte als die Frage, wie Klassenlage, Hoffnung und Organisation eine Weltreligion hervorbringen konnten. Empfohlen sei dieses Werk allen, die Christentum, Antike und Sozialgeschichte jenseits rein theologischer Deutungen verstehen wollen. Auch wo Kautskys Thesen heute zu prüfen sind, bleibt seine Synthese anregend: Sie schärft den Blick für die materiellen Bedingungen religiöser Überlieferung und lädt zu kritischer Lektüre ein.
Details
| Erscheinungsjahr: | 2022 |
|---|---|
| Genre: | Religion & Theologie |
| Religion: | Christentum |
| Rubrik: | Geisteswissenschaften |
| Medium: | Taschenbuch |
| Inhalt: | 292 S. |
| ISBN-13: | 9788027364404 |
| ISBN-10: | 802736440X |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Kartoniert / Broschiert |
| Autor: | Kautsky, Karl |
| Hersteller: | e-artnow |
| Verantwortliche Person für die EU: | e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com |
| Maße: | 229 x 152 x 15 mm |
| Von/Mit: | Karl Kautsky |
| Erscheinungsdatum: | 20.12.2022 |
| Gewicht: | 0,407 kg |