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Beschreibung
In ihrer 'Antipathie gegen das Treiben unserer liberalen Presse' fanden sie 1899 zusammen: Karl Kraus und Wilhelm Liebknecht. Für seine Zeitschrift Die Fackel konnte der erst 25-jährige Publizist den fast 50 Jahre älteren Mitgründer der deutschen Sozialdemokratie in dessen letztem Lebensjahr als Autor gewinnen. Beide legten die Diskrepanz zwischen moralischem Anspruch und der Anpassung an bestehende Verhältnisse offen. Deshalb wandten sie sich sogar gegen die Kampagne für das Justizopfer Alfred Dreyfus. Hier sei 'das Eintreten selbst für die beste Sache unheilbar compromittirt', so Kraus. Bereits im ersten Jahrgang der Fackel enthüllte er die Kluft zwischen Friedensbeteuerungen einerseits, tatsächlicher Hochrüstung für einen großen Krieg andererseits. Heute ist die Auseinandersetzung mit Doppelmoral angesichts ständig vertuschter innerer Widersprüche der bürgerlichen Gesellschaft ungebrochen aktuell. Diese gelingt, so eine Lehre von Kraus und Liebknecht, wenn sie sich mit Feinden der Aufklärung nicht gemein macht. Georg Fülberth geht der Beziehung zwischen den beiden anhand deren Veröffentlichungen 1899/1900 und ihrer Korrespondenz nach, einschließlich bisher unveröffentlichter Briefe.
In ihrer 'Antipathie gegen das Treiben unserer liberalen Presse' fanden sie 1899 zusammen: Karl Kraus und Wilhelm Liebknecht. Für seine Zeitschrift Die Fackel konnte der erst 25-jährige Publizist den fast 50 Jahre älteren Mitgründer der deutschen Sozialdemokratie in dessen letztem Lebensjahr als Autor gewinnen. Beide legten die Diskrepanz zwischen moralischem Anspruch und der Anpassung an bestehende Verhältnisse offen. Deshalb wandten sie sich sogar gegen die Kampagne für das Justizopfer Alfred Dreyfus. Hier sei 'das Eintreten selbst für die beste Sache unheilbar compromittirt', so Kraus. Bereits im ersten Jahrgang der Fackel enthüllte er die Kluft zwischen Friedensbeteuerungen einerseits, tatsächlicher Hochrüstung für einen großen Krieg andererseits. Heute ist die Auseinandersetzung mit Doppelmoral angesichts ständig vertuschter innerer Widersprüche der bürgerlichen Gesellschaft ungebrochen aktuell. Diese gelingt, so eine Lehre von Kraus und Liebknecht, wenn sie sich mit Feinden der Aufklärung nicht gemein macht. Georg Fülberth geht der Beziehung zwischen den beiden anhand deren Veröffentlichungen 1899/1900 und ihrer Korrespondenz nach, einschließlich bisher unveröffentlichter Briefe.
Über den Autor
Georg Fülberth, Dr. phil., Jg. 1939. Von 1972 bis 2004 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Marburg. Zahlreiche Bücher bei PapyRossa.
Details
| Erscheinungsjahr: | 2026 |
|---|---|
| Genre: | Geisteswissenschaften, Geschichte, Kunst, Musik |
| Jahrhundert: | Neuzeit |
| Rubrik: | Geisteswissenschaften |
| Medium: | Taschenbuch |
| Reihe: | Neue Kleine Bibliothek |
| Inhalt: | 131 S. |
| ISBN-13: | 9783894388690 |
| ISBN-10: | 3894388692 |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Klappenbroschur |
| Autor: | Fülberth, Georg |
| Hersteller: |
Papyrossa Verlags GmbH +
PAPYROSSA Verlags GmbH & Co. KG |
| Verantwortliche Person für die EU: | PapyRossa Verlags GmbH & Co. KG, Luxemburger Str. 202, D-50937 Köln, mail@papyrossa.de |
| Maße: | 179 x 114 x 15 mm |
| Von/Mit: | Georg Fülberth |
| Erscheinungsdatum: | 27.02.2026 |
| Gewicht: | 0,155 kg |