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Beschreibung
Mit den "Züricher Novellen" entwirft Gottfried Keller einen erzählerischen Geschichtsraum, in dem Zürichs Vergangenheit als Spiegel bürgerlicher Gegenwart erscheint. Die fünf Erzählungen verbinden mittelalterliche Minnetradition, Reformationskonflikte und republikanische Selbstbehauptung mit den Mitteln des poetischen Realismus: genaue Milieubeobachtung, ironische Distanz, symbolische Verdichtung und ein geschultes Auge für politische Moral. Figuren wie Hadlaub oder die sieben Aufrechten verkörpern nicht bloß historische Episoden, sondern Fragen nach Gemeinsinn, Freiheit und persönlicher Bewährung. Keller, 1819 in Zürich geboren, war Maleraspirant, politisch wacher Demokrat und von 1861 bis 1876 Staatsschreiber des Kantons Zürich. Diese Verbindung von künstlerischem Formbewusstsein und amtlicher Nähe zur republikanischen Praxis prägt das Werk entscheidend. Seine Kenntnis lokaler Geschichte, seine Erfahrungen mit dem liberalen 19. Jahrhundert und sein skeptischer Humanismus führten zu einer Prosa, die Heimat nicht verklärt, sondern kritisch und liebevoll prüft. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die historische Erzählkunst ohne antiquarische Erstarrung suchen. Keller bietet Spannung, Witz und gedankliche Tiefe zugleich. Die "Züricher Novellen" sind ein Schlüsselwerk der deutschsprachigen Novellistik und ein Muster dafür, wie Literatur städtische Erinnerung in lebendige Gegenwart verwandelt.
Mit den "Züricher Novellen" entwirft Gottfried Keller einen erzählerischen Geschichtsraum, in dem Zürichs Vergangenheit als Spiegel bürgerlicher Gegenwart erscheint. Die fünf Erzählungen verbinden mittelalterliche Minnetradition, Reformationskonflikte und republikanische Selbstbehauptung mit den Mitteln des poetischen Realismus: genaue Milieubeobachtung, ironische Distanz, symbolische Verdichtung und ein geschultes Auge für politische Moral. Figuren wie Hadlaub oder die sieben Aufrechten verkörpern nicht bloß historische Episoden, sondern Fragen nach Gemeinsinn, Freiheit und persönlicher Bewährung. Keller, 1819 in Zürich geboren, war Maleraspirant, politisch wacher Demokrat und von 1861 bis 1876 Staatsschreiber des Kantons Zürich. Diese Verbindung von künstlerischem Formbewusstsein und amtlicher Nähe zur republikanischen Praxis prägt das Werk entscheidend. Seine Kenntnis lokaler Geschichte, seine Erfahrungen mit dem liberalen 19. Jahrhundert und sein skeptischer Humanismus führten zu einer Prosa, die Heimat nicht verklärt, sondern kritisch und liebevoll prüft. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die historische Erzählkunst ohne antiquarische Erstarrung suchen. Keller bietet Spannung, Witz und gedankliche Tiefe zugleich. Die "Züricher Novellen" sind ein Schlüsselwerk der deutschsprachigen Novellistik und ein Muster dafür, wie Literatur städtische Erinnerung in lebendige Gegenwart verwandelt.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 184 S.
ISBN-13: 9788027347056
ISBN-10: 802734705X
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Keller, Gottfried
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 10 mm
Von/Mit: Gottfried Keller
Erscheinungsdatum: 15.12.2022
Gewicht: 0,256 kg
Artikel-ID: 127834791

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