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Beschreibung
WITTGENSTEINS NICHTE, eine Femmage, Respektbezeugung wie ironische Erwiderung ins Österreichische, gilt hier dem Philo-sophen Ludwig Wittgenstein eher noch als dem Schriftsteller Thomas Bernhard. Die Nichte ist ja nicht allein weibliches Gegenstück des Neffen (und reklamiert als solches einen anderen, eignen Blick auf Dinge, Verhältnisse, Sprachen), sondern ebenso als Plural zu lesen: eine mindestens doppelte Verneinung, die Negation der Negation wie Position wie Paradox sein kann.
Das literarische und sprachphilosophische Interesse der Autorin gilt einer Grammatik der Differenz. Im Hinblick auf und im Dialog mit bildender Kunst sowohl "neuer" als auch "klassischer" Medien bewegen sich die Texte durch Spannungsfelder, durch Flächen und Räume, zwei und drei Dimensionen, zwischen zweiten und dritten Personen, Femininum, Maskulinum und Neutrum, Bildern, Schriften und Stimmen. Es entstehen oszillierende Bedeutungen, Unschärfe¬relationen, seltsame Symmetrien, unentscheidbare Sätze: Schrift¬bilder und Sprachräume von poetischer und analytischer Präzision.
WITTGENSTEINS NICHTE, eine Femmage, Respektbezeugung wie ironische Erwiderung ins Österreichische, gilt hier dem Philo-sophen Ludwig Wittgenstein eher noch als dem Schriftsteller Thomas Bernhard. Die Nichte ist ja nicht allein weibliches Gegenstück des Neffen (und reklamiert als solches einen anderen, eignen Blick auf Dinge, Verhältnisse, Sprachen), sondern ebenso als Plural zu lesen: eine mindestens doppelte Verneinung, die Negation der Negation wie Position wie Paradox sein kann.
Das literarische und sprachphilosophische Interesse der Autorin gilt einer Grammatik der Differenz. Im Hinblick auf und im Dialog mit bildender Kunst sowohl "neuer" als auch "klassischer" Medien bewegen sich die Texte durch Spannungsfelder, durch Flächen und Räume, zwei und drei Dimensionen, zwischen zweiten und dritten Personen, Femininum, Maskulinum und Neutrum, Bildern, Schriften und Stimmen. Es entstehen oszillierende Bedeutungen, Unschärfe¬relationen, seltsame Symmetrien, unentscheidbare Sätze: Schrift¬bilder und Sprachräume von poetischer und analytischer Präzision.
Zusammenfassung
Barbara Köhler wurde 1959 in Burgstädt, Sachsen, geboren. Sie begann früh zu schreiben. Nach einer Ausbildung zur Textilfacharbeiterin und einem Studium am Leipziger Literaturinstitut Johannes R. Becher wurde sie in Ost und West bald als Dichterin bekannt, berühmt und vielfach ausgezeichnet. 1994 übersiedelte sie nach Duisburg, wo sie bis zu ihrem Tod 2021, im Alter von nur 61 Jahren, lebte. In den letzten Jahren war sie Professorin an der Kunsthochschule für Medien in Köln.
Details
Erscheinungsjahr: 1999
Genre: Lyrik & Dramatik
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 175 S.
ISBN-13: 9783518121535
ISBN-10: 3518121537
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: ES 2153
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Köhler, Barbara
Auflage: 3. Aufl.
Hersteller: Suhrkamp
Verantwortliche Person für die EU: Suhrkamp Verlag GmbH, Torstr. 44, D-10119 Berlin, info@suhrkamp.de
Abbildungen: Mit Abbildungen
Maße: 9 x 108 x 177 mm
Von/Mit: Barbara Köhler
Erscheinungsdatum: 22.09.1999
Gewicht: 0,112 kg
Artikel-ID: 121295812