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Beschreibung
Yevgeny Zamyatins "Wir" entwirft in Form von Tagebuchaufzeichnungen des Ingenieurs D-503 eine radikal rationalisierte Zukunft, in der der "Einzige Staat" Transparenz, Mathematik und kollektive Gleichschaltung zur höchsten Tugend erhebt. Der nüchterne, zugleich fiebrig fragmentierte Stil verbindet technische Präzision mit poetischer Verstörung und macht den inneren Zerfall eines loyalen Staatsdieners sichtbar. Als frühe Dystopie steht der Roman im Kontext nachrevolutionärer Utopiedebatten und wurde wegweisend für spätere Werke wie Orwells "1984" und Huxleys "Schöne neue Welt". Zamyatin, 1884 geboren, war Ingenieur, Revolutionär, Satiriker und ein scharfer Beobachter bürokratischer Macht. Seine Erfahrungen mit zaristischer Repression, Exil, industrieller Moderne und den autoritären Tendenzen der jungen Sowjetunion prägten die intellektuelle Spannung des Romans. Gerade weil er die Revolution nicht schlicht verwarf, sondern ihre Erstarrung zur dogmatischen Ordnung fürchtete, gewinnt "Wir" seine besondere analytische Schärfe. Dieses Buch sei allen empfohlen, die politische Literatur nicht als bloße Warnung, sondern als philosophisches Experiment lesen möchten. "Wir" zeigt, wie Freiheit, Glück, Vernunft und Individualität gegeneinander ausgespielt werden können, und bleibt damit von beunruhigender Aktualität. Wer die Genealogie moderner Dystopien verstehen will, findet hier einen unverzichtbaren Ursprungstext.
Yevgeny Zamyatins "Wir" entwirft in Form von Tagebuchaufzeichnungen des Ingenieurs D-503 eine radikal rationalisierte Zukunft, in der der "Einzige Staat" Transparenz, Mathematik und kollektive Gleichschaltung zur höchsten Tugend erhebt. Der nüchterne, zugleich fiebrig fragmentierte Stil verbindet technische Präzision mit poetischer Verstörung und macht den inneren Zerfall eines loyalen Staatsdieners sichtbar. Als frühe Dystopie steht der Roman im Kontext nachrevolutionärer Utopiedebatten und wurde wegweisend für spätere Werke wie Orwells "1984" und Huxleys "Schöne neue Welt". Zamyatin, 1884 geboren, war Ingenieur, Revolutionär, Satiriker und ein scharfer Beobachter bürokratischer Macht. Seine Erfahrungen mit zaristischer Repression, Exil, industrieller Moderne und den autoritären Tendenzen der jungen Sowjetunion prägten die intellektuelle Spannung des Romans. Gerade weil er die Revolution nicht schlicht verwarf, sondern ihre Erstarrung zur dogmatischen Ordnung fürchtete, gewinnt "Wir" seine besondere analytische Schärfe. Dieses Buch sei allen empfohlen, die politische Literatur nicht als bloße Warnung, sondern als philosophisches Experiment lesen möchten. "Wir" zeigt, wie Freiheit, Glück, Vernunft und Individualität gegeneinander ausgespielt werden können, und bleibt damit von beunruhigender Aktualität. Wer die Genealogie moderner Dystopien verstehen will, findet hier einen unverzichtbaren Ursprungstext.
Details
Erscheinungsjahr: 2025
Genre: Science Fiction & Fantasy
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Titelzusatz: Tagebuch einer totalitären Zukunft zwischen mathematischer Ordnung, gläserner Stadt und dem Zerfall individueller Freiheit
Inhalt: 132 S.
ISBN-13: 9788028393458
ISBN-10: 8028393454
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Zamyatin, Yevgeny
Übersetzung: Zilboorg, Gregory
Hersteller: Copycat
Verantwortliche Person für die EU: Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 7 mm
Von/Mit: Yevgeny Zamyatin
Erscheinungsdatum: 24.06.2025
Gewicht: 0,203 kg
Artikel-ID: 133595569

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