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Beschreibung
In deinem Zimmer lasse ich mich auf den Besuchersessel fallen, der beige Kunstlederbezug hat sich in der Sonne aufgeheizt, denn der Sessel steht ganz nahe der Terrassentür an der Wand. Du sitzt schräg gegenüber, auf deine Kissen gestützt, den Kopfteil hochgestellt, im Bett. Du hast mich wahrgenommen, bist aber noch ins Gespräch mit einer Schwester vertieft. Ich lehne den Kopf gegen die Wand hinter mir, strecke meine Beine aus und lasse Sonne und Wärme durch meinen Körper strömen. Ich freue mich auf den Spaziergang in der Dezembersonne, freue mich, bei dir zu sein, versuche in deinen Zügen zu lesen, wie du dich fühlst. Du suchst die Begegnung, fängst meinen Blick ein, wir halten einander mit den Augen fest, verweilen, ruhen einen Moment ineinander. Das Gespräch fordert wieder deine Aufmerksamkeit, ich schaue in den Garten, froh über die stumme Begrüßung. Die Schwester macht sich an deinem Nachttischchen zu schaffen, lädt leere Tupferverpackungen und gebrauchte, Betadine getränkte Gazekissen, die von Handlungen während der Nachtschicht stammen, in eine Einwegnierenschale aus Pappkarton. Mitten in der Geschäftigkeit verfängt sich dein Blick wieder in meinem, ein Lächeln zeigt sich in deinen Augen, du streckst beide Arme aus, viens, lädst du mich ein. Ich löse mich aus dem Sonneneck, lasse dir meine Hände. Du nimmst sie, streichst mit den Daumen über meine Handrücken, dann presst du sie ganz fest. Es wird ein guter Tag werden.
In deinem Zimmer lasse ich mich auf den Besuchersessel fallen, der beige Kunstlederbezug hat sich in der Sonne aufgeheizt, denn der Sessel steht ganz nahe der Terrassentür an der Wand. Du sitzt schräg gegenüber, auf deine Kissen gestützt, den Kopfteil hochgestellt, im Bett. Du hast mich wahrgenommen, bist aber noch ins Gespräch mit einer Schwester vertieft. Ich lehne den Kopf gegen die Wand hinter mir, strecke meine Beine aus und lasse Sonne und Wärme durch meinen Körper strömen. Ich freue mich auf den Spaziergang in der Dezembersonne, freue mich, bei dir zu sein, versuche in deinen Zügen zu lesen, wie du dich fühlst. Du suchst die Begegnung, fängst meinen Blick ein, wir halten einander mit den Augen fest, verweilen, ruhen einen Moment ineinander. Das Gespräch fordert wieder deine Aufmerksamkeit, ich schaue in den Garten, froh über die stumme Begrüßung. Die Schwester macht sich an deinem Nachttischchen zu schaffen, lädt leere Tupferverpackungen und gebrauchte, Betadine getränkte Gazekissen, die von Handlungen während der Nachtschicht stammen, in eine Einwegnierenschale aus Pappkarton. Mitten in der Geschäftigkeit verfängt sich dein Blick wieder in meinem, ein Lächeln zeigt sich in deinen Augen, du streckst beide Arme aus, viens, lädst du mich ein. Ich löse mich aus dem Sonneneck, lasse dir meine Hände. Du nimmst sie, streichst mit den Daumen über meine Handrücken, dann presst du sie ganz fest. Es wird ein guter Tag werden.
Details
Erscheinungsjahr: 2011
Genre: Belletristik, Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Buch
Inhalt: CCXLVII
ISBN-13: 9783854356523
ISBN-10: 3854356528
Sprache: Deutsch
Einband: Gebunden
Autor: Busch, Brigitta
Hersteller: Drava Verlag
Verantwortliche Person für die EU: Drava Verlag, Gabelsbergstr. 5/Ii, A-9020 Klagenfurt / Celovec, office@drava.at
Maße: 213 x 135 x 25 mm
Von/Mit: Brigitta Busch
Erscheinungsdatum: 20.10.2011
Gewicht: 0,363 kg
Artikel-ID: 112265644