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Beschreibung
Psychotherapie findet nie im luftleeren Raum statt: Jede Begegnung ist eingebettet in Nähe, Distanz, Haltung, Interaktion, Atmosphäre und Setting. Peter Geißler legt dar, wie der Raum selbst zum 'dritten Mitspieler' wird, den therapeutischen Prozess prägt und oft stärker wirkt als Worte. Er beeinflusst Sicherheit, Affektregulation und Beziehungsgestaltung. Räumliche Orientierung bildet ein grundlegendes, leibliches Gerüst des Erlebens, auf dem Selbstgefühl entsteht. Störungen lassen sich als Veränderungen der räumlichen Selbst- und Weltwahrnehmung verstehen und durch neue Raumerfahrungen therapeutisch beeinflussen. Anhand konkreter klinischer Fallbeispiele zeigt der Autor, wie Psychotherapeut*innen die räumliche Dimension von Beziehung effektiv nutzen können.
Psychotherapie findet nie im luftleeren Raum statt: Jede Begegnung ist eingebettet in Nähe, Distanz, Haltung, Interaktion, Atmosphäre und Setting. Peter Geißler legt dar, wie der Raum selbst zum 'dritten Mitspieler' wird, den therapeutischen Prozess prägt und oft stärker wirkt als Worte. Er beeinflusst Sicherheit, Affektregulation und Beziehungsgestaltung. Räumliche Orientierung bildet ein grundlegendes, leibliches Gerüst des Erlebens, auf dem Selbstgefühl entsteht. Störungen lassen sich als Veränderungen der räumlichen Selbst- und Weltwahrnehmung verstehen und durch neue Raumerfahrungen therapeutisch beeinflussen. Anhand konkreter klinischer Fallbeispiele zeigt der Autor, wie Psychotherapeut*innen die räumliche Dimension von Beziehung effektiv nutzen können.
Über den Autor
Peter Geißler ist Psychoanalytiker und Mitbegründer der psychodynamischen Körperpsychotherapie. Er ist Lehranalytiker an der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien, Supervisor, OPD-Diagnostiker, Sachverständiger und arbeitet in eigener Praxis in Wien.

Stand: Februar 2026
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Ulfried Geuter

Prolog

Evolution des Raumsinns

Raum als Intelligenz. Orientierung als Grundlage des Erlebens

Der dritte Mitspieler. Der therapeutische Raum als 'Co-Therapeut'

Körper im Raum. Proxemik, Schwerkraft und verkörpertes Selbst

Rudolf Laban und die Kunst der Bewegung im Raum

'Body-Organizing' nach George Downing
Raumverarbeitung als Entwicklungsprozess
Körperorganisation in frühen Interaktionen
Implizite Nähe-Distanz-Muster als Körpergedächtnis
Reaktivierung frühkindlicher Raum-Skripte in der Therapie
Bindungstheorie: Sicherer Raum und verzerrte Distanzregulation
Neue Raum-Erfahrungen im therapeutischen Prozess

Zwischen Distanz und Nähe. Was Raumregulation über Bindung verrät

Erste Zwischenbilanz

Der raumkörper-theoretische Zugang am Beispiel der Anorexia nervosa
Welchen Mehrwert könnte eine neu zu entwickelnde Raumkörper-Theorie für das Verständnis und die Therapie der Anorexie bieten?
Wissenschaftliche Untermauerung
Fazit

Donald W. Winnicott und die Raumkörper-Theorie. Ein systematischer Vergleich

Zweite Zwischenbilanz

Der Raumkörper als Vorhersagesystem. Therapie im Horizont der Zukunft

Anhang

Raum in der Psychotherapie aus kulturwissenschaftlicher Perspektive
Paolo Raile

Raum und spatial turn in der Psychotherapie
Raumkonzepte des spatial turn
Raumkonzepte im psychotherapeutischen Kontext
Aktuelle Entwicklungen und Ausblick

Literatur

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