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Beschreibung

Bei der Neudefinition der Moderne nach dem Verdikt der "Entartung" im Nationalsozialismus und bei der Auseinandersetzung um eine zukunftweisende "Kunst der Gegenwart" nach 1945 spielte der Kunsthandel in mehrfacher Hinsicht eine zentrale Rolle. Unter Erschließung einer Vielzahl bisher unbeachteter Quellen rekonstruiert Daniela Wilmes die diesbezüglichen Aktivitäten von fünf privatwirtschaftlichen Galerien in Köln nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie setzt diese nicht nur erstmals zueinander in Beziehung, sondern analysiert auch ihre Verzahnung mit kultur-, besatzungs-, wirtschafts- und lokalpolitischen Vorgaben und Ereignissen. Aus der Perspektive des Kunsthandels, seiner Kommunikation über Kunst und seiner Vernetzung, wird damit das landläufige Bild von den Vorgängen im Kunstbetrieb nach 1945 modifiziert: Es gab keine Phase der einmütigen "Wiedergutmachung" oder "Rehabilitation" der verfemten Moderne, auf die dann - zeitlich versetzt - eine Phase der Definition einer Gegenwartskunst folgte. Vielmehr setzte bereits unmittelbar nach 1945 das Ringen um eine "zeitgemäße" Kunst ein, und zwar auf der Basis verschiedener Konzepte von der Moderne des 20. Jahrhunderts. Der sprichwörtliche "Hunger nach Kultur" erweist sich als regelrechter Wettbewerb um die Kultur.

Bei der Neudefinition der Moderne nach dem Verdikt der "Entartung" im Nationalsozialismus und bei der Auseinandersetzung um eine zukunftweisende "Kunst der Gegenwart" nach 1945 spielte der Kunsthandel in mehrfacher Hinsicht eine zentrale Rolle. Unter Erschließung einer Vielzahl bisher unbeachteter Quellen rekonstruiert Daniela Wilmes die diesbezüglichen Aktivitäten von fünf privatwirtschaftlichen Galerien in Köln nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie setzt diese nicht nur erstmals zueinander in Beziehung, sondern analysiert auch ihre Verzahnung mit kultur-, besatzungs-, wirtschafts- und lokalpolitischen Vorgaben und Ereignissen. Aus der Perspektive des Kunsthandels, seiner Kommunikation über Kunst und seiner Vernetzung, wird damit das landläufige Bild von den Vorgängen im Kunstbetrieb nach 1945 modifiziert: Es gab keine Phase der einmütigen "Wiedergutmachung" oder "Rehabilitation" der verfemten Moderne, auf die dann - zeitlich versetzt - eine Phase der Definition einer Gegenwartskunst folgte. Vielmehr setzte bereits unmittelbar nach 1945 das Ringen um eine "zeitgemäße" Kunst ein, und zwar auf der Basis verschiedener Konzepte von der Moderne des 20. Jahrhunderts. Der sprichwörtliche "Hunger nach Kultur" erweist sich als regelrechter Wettbewerb um die Kultur.

Details
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Rubrik: Kunst & Musik
Thema: Kunstgeschichte
Medium: Buch
Titelzusatz: Zur Geschichte des Kunsthandels in Köln nach 1945, Schriften zur Modernen Kunsthistoriographie 2, Schriften zur modernen Kunsthistoriographie 2
Inhalt: X
464 S.
40 Illustr.
ISBN-13: 9783050051970
ISBN-10: 3050051973
Sprache: Deutsch
Einband: Gebunden
Autor: Wilmes, Daniela
Auflage: 1/2012
Hersteller: De Gruyter GmbH
Verantwortliche Person für die EU: Walter de Gruyter GmbH, De Gruyter GmbH, Genthiner Str. 13, D-10785 Berlin, productsafety@degruyterbrill.com
Maße: 245 x 180 x 30 mm
Von/Mit: Daniela Wilmes
Erscheinungsdatum: 23.05.2012
Gewicht: 1,291 kg
Artikel-ID: 107052505