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Beschreibung
Viele junge Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Eltern fragten, was sie in der Zeit des Nationalsozialismus getan hatten, erhielten keine Antwort. Sie stießen auf Schweigen - gleichgültig, ob ihre Eltern zu den Tätern, Mitläufern oder Opfern gehörten. Auch der Autor dieses Buches machte diese Erfahrung. Erst zwanzig Jahre später, kurz vor seinem Tod, begann sein Vater zu schreiben. In eindringlichen Erinnerungen legte er offen, wie er in die Strukturen des NS-Systems verstrickt war - nicht als fanatischer Täter, sondern als einer von vielen, die sich Schritt für Schritt anpassten. Ebenso schilderte er die Entnazifizierung nach 1945, die er als persönliche Demütigung empfand. Jahrzehnte blieben diese Aufzeichnungen unbeachtet, bis sie dem Autor in die Hände fielen. Aus der verspäteten Begegnung mit diesem Vermächtnis entsteht ein ungewöhnlicher Text: der Versuch, ein Gespräch nachzuholen, das nie geführt wurde. In Form eines gedanklichen Dialogs zwischen den Generationen erkundet der Autor die Grauzonen zwischen Schuld, Verantwortung und Selbstrechtfertigung. Er fragt, wie Verstrickung entsteht, wie Erinnerung funktioniert - und ob es möglich ist, die eigene Familiengeschichte ehrlich zu erzählen. So wird aus einer persönlichen Spurensuche ein Buch von exemplarischer Kraft: über das Schuldigwerden im "Dazwischen", über das Schweigen danach - und über den schwierigen Versuch, beides im Nachhinein zu verstehen.
Viele junge Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Eltern fragten, was sie in der Zeit des Nationalsozialismus getan hatten, erhielten keine Antwort. Sie stießen auf Schweigen - gleichgültig, ob ihre Eltern zu den Tätern, Mitläufern oder Opfern gehörten. Auch der Autor dieses Buches machte diese Erfahrung. Erst zwanzig Jahre später, kurz vor seinem Tod, begann sein Vater zu schreiben. In eindringlichen Erinnerungen legte er offen, wie er in die Strukturen des NS-Systems verstrickt war - nicht als fanatischer Täter, sondern als einer von vielen, die sich Schritt für Schritt anpassten. Ebenso schilderte er die Entnazifizierung nach 1945, die er als persönliche Demütigung empfand. Jahrzehnte blieben diese Aufzeichnungen unbeachtet, bis sie dem Autor in die Hände fielen. Aus der verspäteten Begegnung mit diesem Vermächtnis entsteht ein ungewöhnlicher Text: der Versuch, ein Gespräch nachzuholen, das nie geführt wurde. In Form eines gedanklichen Dialogs zwischen den Generationen erkundet der Autor die Grauzonen zwischen Schuld, Verantwortung und Selbstrechtfertigung. Er fragt, wie Verstrickung entsteht, wie Erinnerung funktioniert - und ob es möglich ist, die eigene Familiengeschichte ehrlich zu erzählen. So wird aus einer persönlichen Spurensuche ein Buch von exemplarischer Kraft: über das Schuldigwerden im "Dazwischen", über das Schweigen danach - und über den schwierigen Versuch, beides im Nachhinein zu verstehen.
Über den Autor
Hartmut Lehmann, geboren 1936; seit über 60 Jahren Historiker aus Passion. Forschungen zur europäischen und amerikanischen Geschichte der Neuzeit; Gründungsdirektor des Deutschen Historischen Instituts in Washington, DC; Direktor am Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen; Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften; Ehrendoktor der Universitäten Basel, Helsinki und Lund; Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Sciences und der American Historical Association.
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Genre: Geisteswissenschaften, Geschichte, Kunst, Musik
Jahrhundert: 20. Jahrhundert
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 204 S.
ISBN-13: 9783864083709
ISBN-10: 3864083702
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Lehmann, Hartmut
Hersteller: Vergangenheitsverlag
Schug, Alexander, Dr.
Verantwortliche Person für die EU: Vergangenheitsverlag, Alexander Schug, Am Friedrichshain 22, D-10407 Berlin, info@vergangenheitsverlag.de
Maße: 117 x 188 x 18 mm
Von/Mit: Hartmut Lehmann
Erscheinungsdatum: 30.04.2026
Gewicht: 0,226 kg
Artikel-ID: 135220510