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Beschreibung
Was ich geschaut entfaltet eine Prosa der wachen Beobachtung: gesellschaftliche Szenen, seelische Regungen und moralische Konflikte werden nicht bloß beschrieben, sondern prüfend durchdrungen. Der Titel verweist auf ein Programm des Sehens, in dem Anschauung zur Erkenntnis wird. Stilistisch verbindet das Buch realistische Genauigkeit mit essayistischer Reflexion und einer bisweilen lyrisch verdichteten Sprache; literarisch steht es im Kontext jener deutschsprachigen Moderne des späten 19. Jahrhunderts, die soziale Frage, Geschlechterordnung und individuelle Verantwortung neu verhandelt. Irma von Troll-Borostyáni, 1847 in Salzburg geboren, gehörte zu den markanten Stimmen des frühen österreichischen Feminismus. Als Schriftstellerin, Publizistin und Pazifistin setzte sie sich für Bildung, berufliche Selbständigkeit und rechtliche Anerkennung von Frauen ein. Ihre Erfahrung in einer von Konventionen bestimmten Gesellschaft schärfte den Blick für Abhängigkeit, Vorurteil und geistige Enge. Was ich geschaut lässt sich daher auch als literarische Fortsetzung ihres reformerischen Denkens lesen. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die historische Frauenliteratur, kulturkritische Prosa und die intellektuellen Vorformen moderner Gleichheitsdebatten erkunden möchten. Es bietet keine bloße Zeitkoloristik, sondern eine präzise, engagierte und bemerkenswert gegenwärtige Schule des Sehens.
Was ich geschaut entfaltet eine Prosa der wachen Beobachtung: gesellschaftliche Szenen, seelische Regungen und moralische Konflikte werden nicht bloß beschrieben, sondern prüfend durchdrungen. Der Titel verweist auf ein Programm des Sehens, in dem Anschauung zur Erkenntnis wird. Stilistisch verbindet das Buch realistische Genauigkeit mit essayistischer Reflexion und einer bisweilen lyrisch verdichteten Sprache; literarisch steht es im Kontext jener deutschsprachigen Moderne des späten 19. Jahrhunderts, die soziale Frage, Geschlechterordnung und individuelle Verantwortung neu verhandelt. Irma von Troll-Borostyáni, 1847 in Salzburg geboren, gehörte zu den markanten Stimmen des frühen österreichischen Feminismus. Als Schriftstellerin, Publizistin und Pazifistin setzte sie sich für Bildung, berufliche Selbständigkeit und rechtliche Anerkennung von Frauen ein. Ihre Erfahrung in einer von Konventionen bestimmten Gesellschaft schärfte den Blick für Abhängigkeit, Vorurteil und geistige Enge. Was ich geschaut lässt sich daher auch als literarische Fortsetzung ihres reformerischen Denkens lesen. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die historische Frauenliteratur, kulturkritische Prosa und die intellektuellen Vorformen moderner Gleichheitsdebatten erkunden möchten. Es bietet keine bloße Zeitkoloristik, sondern eine präzise, engagierte und bemerkenswert gegenwärtige Schule des Sehens.
Details
Erscheinungsjahr: 2023
Genre: Importe, Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
ISBN-13: 9788028352639
ISBN-10: 8028352634
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Troll-Borostyání, Irma von
Hersteller: Sharp Ink
Verantwortliche Person für die EU: Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 5 mm
Von/Mit: Irma von Troll-Borostyání
Erscheinungsdatum: 05.12.2023
Gewicht: 0,131 kg
Artikel-ID: 128620494