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Beschreibung
Mit "Vivat Vivat Hoher Priester" setzt Ulrich Schlotmann eine imposante Wort- und Satz-Prozession in Gang. Ohne innezuhalten, mäandert ein Redefluss in Schlangenlinien dahin, Satzteile spalten sich auf, verkeilen, Gegenstände verlustieren sich im Wo¿rterwirbel. Es sind immer wieder neue Ansätze von Berichten oder Mutmaßungen u¿ber Verrichtungen, Verfahren, Mano¿ver oder Verhandlungen, in kräftigen Bildern, doch ohne erkennbares Ziel. In biedermeierlich anmutenden Vokabeln und Phrasen ist unablässig von einem geflissentlichen "Sich-angelegen-sein-Lassen" die Rede, wird pure Geschäftigkeit und ein Auf-der-Stelle-Treten choreographiert. Unter dem Sprachkostu¿m eines vergangenen, mechanischen Zeitalters werden Großmetaphern sichtbar fu¿r heutige Verausgabungs- und Simulationsprozesse, werden uns Lesenden selbstzweckhafte Betulichkeit, sich rasant u¿berholende Provisorien sowie ein perspektivloses Sich-Verzetteln im Detail nachvollziehbar, ja ko¿rper- lich spu¿rbar. Ulrich Schlotmanns hochartifizielle Suada bereichert unsere Leseerfahrungen mit bislang nicht gekanntem Sprachwitz: ein poetisches Gegenfeuer gegen das Falsche des systemischen Selbstlaufs auf allen Linien.
Mit "Vivat Vivat Hoher Priester" setzt Ulrich Schlotmann eine imposante Wort- und Satz-Prozession in Gang. Ohne innezuhalten, mäandert ein Redefluss in Schlangenlinien dahin, Satzteile spalten sich auf, verkeilen, Gegenstände verlustieren sich im Wo¿rterwirbel. Es sind immer wieder neue Ansätze von Berichten oder Mutmaßungen u¿ber Verrichtungen, Verfahren, Mano¿ver oder Verhandlungen, in kräftigen Bildern, doch ohne erkennbares Ziel. In biedermeierlich anmutenden Vokabeln und Phrasen ist unablässig von einem geflissentlichen "Sich-angelegen-sein-Lassen" die Rede, wird pure Geschäftigkeit und ein Auf-der-Stelle-Treten choreographiert. Unter dem Sprachkostu¿m eines vergangenen, mechanischen Zeitalters werden Großmetaphern sichtbar fu¿r heutige Verausgabungs- und Simulationsprozesse, werden uns Lesenden selbstzweckhafte Betulichkeit, sich rasant u¿berholende Provisorien sowie ein perspektivloses Sich-Verzetteln im Detail nachvollziehbar, ja ko¿rper- lich spu¿rbar. Ulrich Schlotmanns hochartifizielle Suada bereichert unsere Leseerfahrungen mit bislang nicht gekanntem Sprachwitz: ein poetisches Gegenfeuer gegen das Falsche des systemischen Selbstlaufs auf allen Linien.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: Kartoniert / Broschiert
ISBN-13: 9783854156406
ISBN-10: 3854156405
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Schlotmann, Ulrich
Hersteller: Ritter
Verantwortliche Person für die EU: preigu GmbH & Co. KG, Lengericher Landstr. 19, D-49078 Osnabrück, mail@preigu.de
Maße: 206 x 139 x 28 mm
Von/Mit: Ulrich Schlotmann
Erscheinungsdatum: 15.03.2022
Gewicht: 0,532 kg
Artikel-ID: 120899640