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Beschreibung

Was passiert, wenn die eigene Familiengeschichte plötzlich auf historischen Tonbandaufnahmen hörbar wird? Im Jahr 1955 nahmen Dialektforscher der Universität Tübingen im deutschen Südwesten "Heimatvertriebene" aus (Süd-)Osteuropa auf Tonband auf, um deren Dialekt zu erforschen. Im Universitätsarchiv führten die Aufnahmen anschließend jedoch ein Schattendasein und die Stimmen blieben jahrzehntelang stumm. 70 Jahre später begibt sich Margret Findeisen auf Spurensuche: Sie macht die Nachfahren der einst Interviewten ausfindig und hört die Archivaufnahmen mit ihnen gemeinsam zum ersten Mal an.

In ihrer Dissertation forscht Findeisen zwischen Archiv und Gegenwart und fragt nach dem epistemologischen Mehrwert auditiver Quellen für die empirisch-kulturwissenschaftliche Forschung. Dabei skizziert sie, wie erinnerungskulturelle Handlungssysteme unseren Blick auf Vergangenheiten formen und verdeutlicht das Potenzial, das in Archivalien liegt - gerade auch außerhalb akademischer Zirkularität. Die archivarischen Tonbandaufnahmen ermöglichen einen innovativen Zugang zu familialen Erinnerungsgemeinschaften und zeigen, wie diese sowohl konstituiert als auch permanent neu verhandelt werden.

Was passiert, wenn die eigene Familiengeschichte plötzlich auf historischen Tonbandaufnahmen hörbar wird? Im Jahr 1955 nahmen Dialektforscher der Universität Tübingen im deutschen Südwesten "Heimatvertriebene" aus (Süd-)Osteuropa auf Tonband auf, um deren Dialekt zu erforschen. Im Universitätsarchiv führten die Aufnahmen anschließend jedoch ein Schattendasein und die Stimmen blieben jahrzehntelang stumm. 70 Jahre später begibt sich Margret Findeisen auf Spurensuche: Sie macht die Nachfahren der einst Interviewten ausfindig und hört die Archivaufnahmen mit ihnen gemeinsam zum ersten Mal an.

In ihrer Dissertation forscht Findeisen zwischen Archiv und Gegenwart und fragt nach dem epistemologischen Mehrwert auditiver Quellen für die empirisch-kulturwissenschaftliche Forschung. Dabei skizziert sie, wie erinnerungskulturelle Handlungssysteme unseren Blick auf Vergangenheiten formen und verdeutlicht das Potenzial, das in Archivalien liegt - gerade auch außerhalb akademischer Zirkularität. Die archivarischen Tonbandaufnahmen ermöglichen einen innovativen Zugang zu familialen Erinnerungsgemeinschaften und zeigen, wie diese sowohl konstituiert als auch permanent neu verhandelt werden.

Über den Autor
Mit den Schwerpunkten Erinnerungskultur zu Flucht und Vertreibung, Dialektologie und Archivtheorie arbeitet Margret Findeisen als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde.
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Fachbereich: Zeitgeschichte & Politik
Genre: Geisteswissenschaften, Geschichte, Kunst, Musik
Jahrhundert: ab 1949
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Buch
Reihe: Schriftenreihe des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde
Inhalt: 250 S.
252 S.
1 s/w Illustr.
7 farbige Illustr.
8 Illustr.
ISBN-13: 9783515142489
ISBN-10: 3515142487
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: 400014248
Einband: Gebunden
Autor: Findeisen, Margret
Hersteller: Steiner Franz Verlag
Verantwortliche Person für die EU: Franz Steiner Verlag GmbH, Maybachstr. 8, D-70469 Stuttgart, service@steiner-verlag.de
Abbildungen: 1 schwarz-weiße und 7 farbige Abbildungen
Maße: 243 x 176 x 21 mm
Von/Mit: Margret Findeisen
Erscheinungsdatum: 07.09.2026
Gewicht: 0,56 kg
Artikel-ID: 136504277