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Beschreibung
Wachse werden in Verbindung mit Holz seit Jahrtausenden verwendet. Im Gegensatz zu den im Holzwerkstoffsektor verbreiteteten Wachsemulsionen werden heißschmelzende Wachse für Holzbehandlungen kaum verwendet.
In der vorliegenden Arbeit wurden 14 Wachse, Paraffine und wachsartige Stoffe in Voruntersuchungen (Eindringverhalten in Holz, kapillare Wasseraufnahme, Festigkeiten) getestet. Basierend auf diesen Erkenntnissen erfolgte eine engere Wachsauswahl. Diese Typen, die unterschiedliche Eigenschaften hinsichtlich ihrer chemischen Zusammensetzung, Viskosität, Polarität oder Härte aufwiesen, wurden für weitere Holzimprägnierungen verwendet.
Das wachsbeladene Holz weist Porenanteile zwischen 8-12% auf, die im Parenchymgewebe und in den durch Wachsschrumpfung entstandenen Mikrokapillaren sowie Rissen in den Depositen lokalisiert werden. Die Verwendung von Quecksilberporosimetrie und Röntgentomographie zeigte, neben dem in der Literatur beschriebenen "Flaschenhalseffekt", einen "Verschiebungseffekt". Beide Effekte verzerren die Porengrößenverteilung im imprägnierten Holz zugunsten von Kapillaren mit kleinen Porendurchmessern. Bei Kiefernsplint (Pinus sylvestris) ist eine bessere Imprägnierbarkeit über die Radialfläche als über die tangentiale Richtung festzustellen. Wachs drang mehrere Millimeter tief in den Kern von Kiefer ein. Buche (Fagus sylvatica) ist nur wenige Millimeter tief über die lateralen Flächen mit Wachs zu imprägnieren. Eine längere Verweildauer von Buchenholz unter Vakuum-Druck führt über die Axialfläche zu einer tief reichenden und hohen Wachsaufnahme. Die drucklose in-situ Wachsausbreitung via Neutronenradiographie ergab für getrocknete Kiefer die Penetration vorzugsweise über das Spätholz, wobei den Hoftüpfeln der Quertracheiden eine besondere Leitungsfunktion zugeschrieben wird. In Buche fungierten die schmalen Spätholzgefäße als Leitvektoren.
Infolge der Wachseinlagerung steigen die Dichten der imprägnierten Hölzer mit ca. 1.000 kg m-³ auf das Niveau schwerer tropischer Kernhölzer an. Dadurch kommt es zu sehr hohen Steigerungen der Festigkeiten und Härten. Die Bruchschlagarbeit wird nicht negativ beeinträchtigt und im Falle von thermisch modifiziertem Holz um bis zu 67% gesteigert. Die kapillare Wasseraufnahme und Wasserdampfdiffusion wird zeitlich stark herabgesetzt.
Wachse werden in Verbindung mit Holz seit Jahrtausenden verwendet. Im Gegensatz zu den im Holzwerkstoffsektor verbreiteteten Wachsemulsionen werden heißschmelzende Wachse für Holzbehandlungen kaum verwendet.
In der vorliegenden Arbeit wurden 14 Wachse, Paraffine und wachsartige Stoffe in Voruntersuchungen (Eindringverhalten in Holz, kapillare Wasseraufnahme, Festigkeiten) getestet. Basierend auf diesen Erkenntnissen erfolgte eine engere Wachsauswahl. Diese Typen, die unterschiedliche Eigenschaften hinsichtlich ihrer chemischen Zusammensetzung, Viskosität, Polarität oder Härte aufwiesen, wurden für weitere Holzimprägnierungen verwendet.
Das wachsbeladene Holz weist Porenanteile zwischen 8-12% auf, die im Parenchymgewebe und in den durch Wachsschrumpfung entstandenen Mikrokapillaren sowie Rissen in den Depositen lokalisiert werden. Die Verwendung von Quecksilberporosimetrie und Röntgentomographie zeigte, neben dem in der Literatur beschriebenen "Flaschenhalseffekt", einen "Verschiebungseffekt". Beide Effekte verzerren die Porengrößenverteilung im imprägnierten Holz zugunsten von Kapillaren mit kleinen Porendurchmessern. Bei Kiefernsplint (Pinus sylvestris) ist eine bessere Imprägnierbarkeit über die Radialfläche als über die tangentiale Richtung festzustellen. Wachs drang mehrere Millimeter tief in den Kern von Kiefer ein. Buche (Fagus sylvatica) ist nur wenige Millimeter tief über die lateralen Flächen mit Wachs zu imprägnieren. Eine längere Verweildauer von Buchenholz unter Vakuum-Druck führt über die Axialfläche zu einer tief reichenden und hohen Wachsaufnahme. Die drucklose in-situ Wachsausbreitung via Neutronenradiographie ergab für getrocknete Kiefer die Penetration vorzugsweise über das Spätholz, wobei den Hoftüpfeln der Quertracheiden eine besondere Leitungsfunktion zugeschrieben wird. In Buche fungierten die schmalen Spätholzgefäße als Leitvektoren.
Infolge der Wachseinlagerung steigen die Dichten der imprägnierten Hölzer mit ca. 1.000 kg m-³ auf das Niveau schwerer tropischer Kernhölzer an. Dadurch kommt es zu sehr hohen Steigerungen der Festigkeiten und Härten. Die Bruchschlagarbeit wird nicht negativ beeinträchtigt und im Falle von thermisch modifiziertem Holz um bis zu 67% gesteigert. Die kapillare Wasseraufnahme und Wasserdampfdiffusion wird zeitlich stark herabgesetzt.
Details
Erscheinungsjahr: 2011
Fachbereich: Forstwirtschaft & Fischerei
Genre: Recht, Sozialwissenschaften, Umwelt, Wirtschaft
Produktart: Nachschlagewerke
Rubrik: Ökologie
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 192 S.
ISBN-13: 9783869557267
ISBN-10: 3869557265
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Scholz, Gunthard
Hersteller: Cuvillier
Verantwortliche Person für die EU: Cuvillier Verlag, Nonnenstieg 8, D-37075 Göttingen, info@cuvillier.de
Maße: 210 x 148 x 11 mm
Von/Mit: Gunthard Scholz
Erscheinungsdatum: 13.05.2011
Gewicht: 0,256 kg
Artikel-ID: 120751039