Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Beschreibung
Ursprung des deutschen Trauerspiels ist Walter Benjamins anspruchsvolle Studie zum barocken Drama, in der sich Literaturgeschichte, Erkenntnistheorie und Allegorieanalyse verschränken. Gegen die klassische Vorherrschaft der Tragödie bestimmt Benjamin das Trauerspiel als eigene Form: politisch, höfisch, melancholisch und von der Erfahrung geschichtlicher Katastrophe geprägt. Sein Stil ist dicht, aphoristisch und spekulativ; er liest emblematische Bilder, Souveränität, Märtyrerfiguren und Ruinen als Zeichen einer Welt, in der Sinn nicht organisch erscheint, sondern allegorisch zerfällt. Benjamin, 1892 in Berlin geboren, war Philosoph, Literaturkritiker und Kulturtheoretiker an der Schwelle zwischen jüdischer Messianistik, marxistischer Geschichtsdeutung und romantischer Sprachphilosophie. Die Schrift entstand als Habilitationsarbeit und wurde von der Universität abgelehnt; gerade diese akademische Unbehaustheit erklärt ihre unkonventionelle Methode. Benjamins Interesse am Barock entspringt seinem Blick für vergessene Formen, für Krisenzeiten und für die Erkenntniskraft scheinbar marginaler ästhetischer Phänomene. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Literatur nicht nur als Gattungsgeschichte, sondern als Denkform begreifen wollen. Es fordert Geduld, belohnt sie jedoch mit einer der einflussreichsten Deutungen von Allegorie, Moderne und historischer Melancholie im 20. Jahrhundert.
Ursprung des deutschen Trauerspiels ist Walter Benjamins anspruchsvolle Studie zum barocken Drama, in der sich Literaturgeschichte, Erkenntnistheorie und Allegorieanalyse verschränken. Gegen die klassische Vorherrschaft der Tragödie bestimmt Benjamin das Trauerspiel als eigene Form: politisch, höfisch, melancholisch und von der Erfahrung geschichtlicher Katastrophe geprägt. Sein Stil ist dicht, aphoristisch und spekulativ; er liest emblematische Bilder, Souveränität, Märtyrerfiguren und Ruinen als Zeichen einer Welt, in der Sinn nicht organisch erscheint, sondern allegorisch zerfällt. Benjamin, 1892 in Berlin geboren, war Philosoph, Literaturkritiker und Kulturtheoretiker an der Schwelle zwischen jüdischer Messianistik, marxistischer Geschichtsdeutung und romantischer Sprachphilosophie. Die Schrift entstand als Habilitationsarbeit und wurde von der Universität abgelehnt; gerade diese akademische Unbehaustheit erklärt ihre unkonventionelle Methode. Benjamins Interesse am Barock entspringt seinem Blick für vergessene Formen, für Krisenzeiten und für die Erkenntniskraft scheinbar marginaler ästhetischer Phänomene. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Literatur nicht nur als Gattungsgeschichte, sondern als Denkform begreifen wollen. Es fordert Geduld, belohnt sie jedoch mit einer der einflussreichsten Deutungen von Allegorie, Moderne und historischer Melancholie im 20. Jahrhundert.
Details
Genre: Lyrik & Dramatik
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
ISBN-13: 9788027266739
ISBN-10: 8027266734
Sprache: Deutsch
Autor: Benjamin, Walter
Hersteller: Musaicum Books
Verantwortliche Person für die EU: OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com
Maße: 220 x 160 x 6 mm
Von/Mit: Walter Benjamin
Erscheinungsdatum: 17.05.2019
Gewicht: 0,172 kg
Artikel-ID: 121349328

Ähnliche Produkte