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Beschreibung
Historische Grundlagen der Debatte zur »Verwandtschaft« von kolonialer und nationalsozialistischer GewaltDie Frage nach der Vergleichbarkeit von Kolonialismus und Nationalsozialismus stand in den letzten Jahren im Zentrum erbittert geführter geschichtspolitischer Debatten. Die Kontroverse reicht allerdings weit über die Geschichtswissenschaft hinaus und begann bereits in den 1930er Jahren. Im Mittelpunkt dieses Bandes steht die Frage nach der angeblichen »Verwandtschaft« zweier Gewaltregime, die auf den ersten Blick eine Reihe von Gemeinsamkeiten, auf den zweiten Blick auch erhebliche Unterschiede aufweisen: die jahrhundertelange europäische Kolonialherrschaft und die kurze, von radikaler Beschleunigung geprägte NS-Herrschaft in Europa. Der Band untersucht für 1900 bis 1960 die Grundlagen dieses Vergleichs und behandelt Themenfelder wie Rassismus, Antisemitismus, Zwangsarbeit, Kollaboration und Widerstand. Welche Bedeutung besaßen zum Beispiel Konzentrationslager im jeweiligen Kontext? Wie unterschied sich etwa die Konstellation für antikoloniale Guerillaeinheiten von den Aufständen im Warschauer Ghetto oder in Auschwitz? Mit Blick auf ein breites Spektrum internationaler Beispiele soll der Band dazu beitragen, eine stark emotional geführte Debatte zu ihren sachlichen Kernen zurückzuführen.
Historische Grundlagen der Debatte zur »Verwandtschaft« von kolonialer und nationalsozialistischer GewaltDie Frage nach der Vergleichbarkeit von Kolonialismus und Nationalsozialismus stand in den letzten Jahren im Zentrum erbittert geführter geschichtspolitischer Debatten. Die Kontroverse reicht allerdings weit über die Geschichtswissenschaft hinaus und begann bereits in den 1930er Jahren. Im Mittelpunkt dieses Bandes steht die Frage nach der angeblichen »Verwandtschaft« zweier Gewaltregime, die auf den ersten Blick eine Reihe von Gemeinsamkeiten, auf den zweiten Blick auch erhebliche Unterschiede aufweisen: die jahrhundertelange europäische Kolonialherrschaft und die kurze, von radikaler Beschleunigung geprägte NS-Herrschaft in Europa. Der Band untersucht für 1900 bis 1960 die Grundlagen dieses Vergleichs und behandelt Themenfelder wie Rassismus, Antisemitismus, Zwangsarbeit, Kollaboration und Widerstand. Welche Bedeutung besaßen zum Beispiel Konzentrationslager im jeweiligen Kontext? Wie unterschied sich etwa die Konstellation für antikoloniale Guerillaeinheiten von den Aufständen im Warschauer Ghetto oder in Auschwitz? Mit Blick auf ein breites Spektrum internationaler Beispiele soll der Band dazu beitragen, eine stark emotional geführte Debatte zu ihren sachlichen Kernen zurückzuführen.
Zusammenfassung
Raphael Gross, Jahrgang 1966, ist Präsident der Stiftung Deutsches Historisches Museum und unterrichtet Geschichte an der Universität Leipzig. Er hat zu deutscher und deutsch-jüdischer Geschichte gearbeitet. Zu seinen Forschungsgebieten gehören der Nationalsozialismus und Ideengeschichte.
Stephan Malinowski, Jahrgang 1966, Professor emeritus an der University of Edinburgh, studierte und lehrte Geschichte in Berlin, Frankreich, Italien, den USA, Irland und Großbritannien. Zu seinen Forschungsgebieten gehören der Nationalsozialismus und die europäische Kolonialgeschichte. Er lehrt an der Freien Universität Berlin.
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Genre: Geisteswissenschaften, Geschichte, Kunst, Musik
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 320 S.
ISBN-13: 9783835361874
ISBN-10: 3835361872
Sprache: Deutsch
Einband: Klappenbroschur
Redaktion: Gross, Raphael
Malinowski, Stephan
Herausgeber: Raphael Gross/Stephan Malinowski
Hersteller: Wallstein Verlag GmbH
Verantwortliche Person für die EU: Wallstein Verlag GmbH, Geiststr. 11, D-37073 Göttingen, info@wallstein-verlag.de
Abbildungen: mit 82 z.T. farb. Abbildungen
Maße: 247 x 172 x 25 mm
Von/Mit: Raphael Gross (u. a.)
Erscheinungsdatum: 15.10.2026
Gewicht: 0,833 kg
Artikel-ID: 138092216

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