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Beschreibung
Lässt sich die zentrale Stellung des Subjekts überwinden, die unser gesellschaftliches Denken und Zusammenleben bis heute prägt? Trotz vielfältiger theoretischer Ansätze bleibt das Subjekt als grundlegende Instanz bestehen - es stabilisiert damit nicht nur bestehende Machtverhältnisse, sondern wirkt selbst als Träger einer tiefgreifenden, differenzierenden Gewalt.
Statt nach neuen Formen der Subjektkritik zu suchen, vollzieht Nicola Mühlhäußer einen radikalen Perspektivwechsel: Im Zentrum steht das Denken jenseits des Subjekts. Inspiriert von Theoretiker*innen wie Gilles Deleuze und Félix Guattari, Saidiya Hartman und Paul B. Preciado, entwirft die Autorin ein Konzept des Relationalen - ein Denken und Leben, das sich über feste Zuschreibungen hinwegsetzt, in ständiger Bewegung bleibt und neue Formen von Verbundenheit, Verantwortung und politischer Praxis erschließt.
Lässt sich die zentrale Stellung des Subjekts überwinden, die unser gesellschaftliches Denken und Zusammenleben bis heute prägt? Trotz vielfältiger theoretischer Ansätze bleibt das Subjekt als grundlegende Instanz bestehen - es stabilisiert damit nicht nur bestehende Machtverhältnisse, sondern wirkt selbst als Träger einer tiefgreifenden, differenzierenden Gewalt.
Statt nach neuen Formen der Subjektkritik zu suchen, vollzieht Nicola Mühlhäußer einen radikalen Perspektivwechsel: Im Zentrum steht das Denken jenseits des Subjekts. Inspiriert von Theoretiker*innen wie Gilles Deleuze und Félix Guattari, Saidiya Hartman und Paul B. Preciado, entwirft die Autorin ein Konzept des Relationalen - ein Denken und Leben, das sich über feste Zuschreibungen hinwegsetzt, in ständiger Bewegung bleibt und neue Formen von Verbundenheit, Verantwortung und politischer Praxis erschließt.
Zusammenfassung
Nicola Mühlhäußer, Dr. phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Interkulturelle und Internationale Studien der Universität Bremen.
Inhaltsverzeichnis
Inhalt
Einleitung: Die Gewalt der Subjektivierung .............................7
Teil 1: Genealogie des Subjektdenkens
Einführung: Genealogie als Infragestellung des Subjekts .................33
1. Das essentialistische Subjekt aus dezentrierender Perspektive .........41
1.1 Denkunfähig: das vernünftige Subjekt der Erkenntnis .............43
1.2 Autonom, isoliert, asozial: das besitzindividualistische Subjekt ....63
2. Das dezentrierte Subjekt: Die Verunsicherung und Festschreibung des Subjekts ..........................................................77
2.1 Ontologie zwischen Essentialismus und Kontingenz ..............79
2.2 Michel Foucaults Produktivität der Macht: Kritik und Verstetigung des Subjekts ..................................................86
2.3 Judith Butlers Performativität: Entnaturalisierung und Ontologie des Subjekts ......................................................99
3. Die Differentielle Produktion von Subjekten .........................107
3.1 Die Gewalt der Ausgrenzung: Monster, Anormale, Abjekte .........108
3.2 Die Gewalt der Anerkennung als Subjekt .........................117
3.3 Die Gewalt der differentiellen Produktion von Subjekten: Das »Anrecht auf Grausamkeit« .....................................124
3.4 Das »Anrecht auf Grausamkeit« vergeschlechtlichender und ableistischer Differenzierung ...................................139
4. Die Gewalt der Subjektlogik - oder, warum es Zeit ist, das Subjekt zu verabschieden .....................................................153
Teil 2: Geschichten jenseits des Subjekts
Einführung: Die Produktivität von Gegengeschichten ....................169
1. Gilles Deleuze und Félix Guattari: Ontologie, Politik und Sozialität des relationalen Werdens ..............................................173
1.1 Die Ontologie der Differenz ....................................174
1.2 Das Politische des Werdens .....................................202
1.3 Die Sozialität des Werdens .....................................208
1.4 Wie schafft man sich einen sozialen organlosen Körper? Von sozialer Erregung zum ontologischen Masochismus ......................235
1.5 Die Richtung ohne Subjekt: herrschaftskritisch, sozial, antifaschistisch ...............................................248
1.6 Von der organisierten zur organlosen Gesellschaft ................255
2. Saidiya Hartman: Aufsässiges Leben jenseits des Subjekts .............275
2.1 Schaffung neuer Welten ........................................275
2.2 Politisches (Über)Leben ........................................279
2.3 Die widerständige Schönheit des entfliehenden Lebens ...........282
2.4 Anarchismus der Staatenlosen und Flüchtenden ..................300
3. Paul B. Preciado: Soziale Erregbarkeit und Produktivität ..............309
4. Vom subjektivierenden Staat zum lebendigen Anarchismus ...........319
4.1 Abolitionismus und die Produktivität anarchistischer Lebensformen .................................................321
4.2 Vom polizierten, eingesperrten Rechtssubjekt zur Versorgung von Verletzungen ..................................................329
4.3 Vom (Privat)Eigentum zum Begehren nach Verteilung ............339
4.4 Revolutionäre Räume der Begegnung ............................344
5. Die Überschreitung der subjektivierenden Gewalt ....................349
Literatur .............................................................361
Dank ................................................................375
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Fachbereich: Allgemeines
Genre: Recht, Sozialwissenschaften, Wirtschaft
Rubrik: Sozialwissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 376 S.
ISBN-13: 9783593522029
ISBN-10: 3593522020
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: 52202
Einband: Klappenbroschur
Autor: Mühlhäußer, Nicola
Hersteller: Campus Verlag
Campus Verlag GmbH
Verantwortliche Person für die EU: Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG, Werderstr. 10, D-69469 Weinheim, info@campus.de
Maße: 231 x 154 x 27 mm
Von/Mit: Nicola Mühlhäußer
Erscheinungsdatum: 19.03.2026
Gewicht: 0,611 kg
Artikel-ID: 134622126

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