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Beschreibung
"Mingus rief nach einer Flasche Bordeaux - seiner eigenen, die er scheinbar von zu Hause mitgebracht hatte - und stand so nah bei unseren Hockern, daß ich ihm in die Augen sehen konnte, als er sich mit dem Barmann in ein Gespräch über Wein vertiefte. Es waren große und unschuldige Augen und, wie ich fand, verletzbare, fragende, dunkelbraune, amüsierte Augen, die im Raum umherflitzten, während er sich weiter auf seine Unterhaltung mit dem Mann an der Bar konzentrierte. Ich beschloß Mingus zu fragen, ob er Ornette Coleman gesehen hatte, den Musiker, den Sam und ich suchten und dessen Free Style-Spiel bei Jazzfans noch immer umstritten war.
'Du meinst den Calypso-Spieler?' fragte Mingus verächtlich. Er sah mich neugierig an. 'Bist du seine alte Dame?' fragte er.
'Seine Mutter?' fragte ich zurück. Ich hatte nicht die leiseste Ahnung, was er meinte. Mingus lachte. 'Nein, Baby, ich meine seine Frau, seine Lady?'
'Er schreibt die Musik für einen Film, bei dem ich mitspiele.'
'Du spielst in einem Film mit?' Er schien überrascht. 'Mit den Zähnen?'
Jetzt lachte ich. 'Es ist ein Undergroundfilm', erwiderte ich. 'Die sind nicht so wählerisch.' Der fehlende Zahn hinten in meinem Mund war kaum zu sehen - ganz bestimmt war er noch nie zuvor einem Fremden aufgefallen.
'Ist dein Daddy nicht reich?' beharrte Mingus. Ich sah zur Seite auf Sam. Er saß mit geradem Rücken unbeteiligt da und starrte sich selbst im Spiegel hinter der Bar an. Ich schätze, er wollte wissen, wie weit diese fehlgeschlagene Kommunikation noch gehen würde.
'Ich habe in Italien gelebt', sagte ich. 'Die Zahnärzte sind da nicht so toll. Aber ich finde es auch nicht so wichtig.' Ich wandte mich wieder Sam zu.
'Verstehe'. Mingus lächelte unvermittelt und machte sich bereit, auf die Bühne zu gehen. Es war Zeit für das nächste Set. Die Bühnenscheinwerfer waren eingeschaltet und er sah mich wieder an. Dann sagte er: 'Trotzdem, wenn ich dein Daddy wäre, würde ich die Zähne richten lassen!'"
'Du meinst den Calypso-Spieler?' fragte Mingus verächtlich. Er sah mich neugierig an. 'Bist du seine alte Dame?' fragte er.
'Seine Mutter?' fragte ich zurück. Ich hatte nicht die leiseste Ahnung, was er meinte. Mingus lachte. 'Nein, Baby, ich meine seine Frau, seine Lady?'
'Er schreibt die Musik für einen Film, bei dem ich mitspiele.'
'Du spielst in einem Film mit?' Er schien überrascht. 'Mit den Zähnen?'
Jetzt lachte ich. 'Es ist ein Undergroundfilm', erwiderte ich. 'Die sind nicht so wählerisch.' Der fehlende Zahn hinten in meinem Mund war kaum zu sehen - ganz bestimmt war er noch nie zuvor einem Fremden aufgefallen.
'Ist dein Daddy nicht reich?' beharrte Mingus. Ich sah zur Seite auf Sam. Er saß mit geradem Rücken unbeteiligt da und starrte sich selbst im Spiegel hinter der Bar an. Ich schätze, er wollte wissen, wie weit diese fehlgeschlagene Kommunikation noch gehen würde.
'Ich habe in Italien gelebt', sagte ich. 'Die Zahnärzte sind da nicht so toll. Aber ich finde es auch nicht so wichtig.' Ich wandte mich wieder Sam zu.
'Verstehe'. Mingus lächelte unvermittelt und machte sich bereit, auf die Bühne zu gehen. Es war Zeit für das nächste Set. Die Bühnenscheinwerfer waren eingeschaltet und er sah mich wieder an. Dann sagte er: 'Trotzdem, wenn ich dein Daddy wäre, würde ich die Zähne richten lassen!'"
"Mingus rief nach einer Flasche Bordeaux - seiner eigenen, die er scheinbar von zu Hause mitgebracht hatte - und stand so nah bei unseren Hockern, daß ich ihm in die Augen sehen konnte, als er sich mit dem Barmann in ein Gespräch über Wein vertiefte. Es waren große und unschuldige Augen und, wie ich fand, verletzbare, fragende, dunkelbraune, amüsierte Augen, die im Raum umherflitzten, während er sich weiter auf seine Unterhaltung mit dem Mann an der Bar konzentrierte. Ich beschloß Mingus zu fragen, ob er Ornette Coleman gesehen hatte, den Musiker, den Sam und ich suchten und dessen Free Style-Spiel bei Jazzfans noch immer umstritten war.
'Du meinst den Calypso-Spieler?' fragte Mingus verächtlich. Er sah mich neugierig an. 'Bist du seine alte Dame?' fragte er.
'Seine Mutter?' fragte ich zurück. Ich hatte nicht die leiseste Ahnung, was er meinte. Mingus lachte. 'Nein, Baby, ich meine seine Frau, seine Lady?'
'Er schreibt die Musik für einen Film, bei dem ich mitspiele.'
'Du spielst in einem Film mit?' Er schien überrascht. 'Mit den Zähnen?'
Jetzt lachte ich. 'Es ist ein Undergroundfilm', erwiderte ich. 'Die sind nicht so wählerisch.' Der fehlende Zahn hinten in meinem Mund war kaum zu sehen - ganz bestimmt war er noch nie zuvor einem Fremden aufgefallen.
'Ist dein Daddy nicht reich?' beharrte Mingus. Ich sah zur Seite auf Sam. Er saß mit geradem Rücken unbeteiligt da und starrte sich selbst im Spiegel hinter der Bar an. Ich schätze, er wollte wissen, wie weit diese fehlgeschlagene Kommunikation noch gehen würde.
'Ich habe in Italien gelebt', sagte ich. 'Die Zahnärzte sind da nicht so toll. Aber ich finde es auch nicht so wichtig.' Ich wandte mich wieder Sam zu.
'Verstehe'. Mingus lächelte unvermittelt und machte sich bereit, auf die Bühne zu gehen. Es war Zeit für das nächste Set. Die Bühnenscheinwerfer waren eingeschaltet und er sah mich wieder an. Dann sagte er: 'Trotzdem, wenn ich dein Daddy wäre, würde ich die Zähne richten lassen!'"
'Du meinst den Calypso-Spieler?' fragte Mingus verächtlich. Er sah mich neugierig an. 'Bist du seine alte Dame?' fragte er.
'Seine Mutter?' fragte ich zurück. Ich hatte nicht die leiseste Ahnung, was er meinte. Mingus lachte. 'Nein, Baby, ich meine seine Frau, seine Lady?'
'Er schreibt die Musik für einen Film, bei dem ich mitspiele.'
'Du spielst in einem Film mit?' Er schien überrascht. 'Mit den Zähnen?'
Jetzt lachte ich. 'Es ist ein Undergroundfilm', erwiderte ich. 'Die sind nicht so wählerisch.' Der fehlende Zahn hinten in meinem Mund war kaum zu sehen - ganz bestimmt war er noch nie zuvor einem Fremden aufgefallen.
'Ist dein Daddy nicht reich?' beharrte Mingus. Ich sah zur Seite auf Sam. Er saß mit geradem Rücken unbeteiligt da und starrte sich selbst im Spiegel hinter der Bar an. Ich schätze, er wollte wissen, wie weit diese fehlgeschlagene Kommunikation noch gehen würde.
'Ich habe in Italien gelebt', sagte ich. 'Die Zahnärzte sind da nicht so toll. Aber ich finde es auch nicht so wichtig.' Ich wandte mich wieder Sam zu.
'Verstehe'. Mingus lächelte unvermittelt und machte sich bereit, auf die Bühne zu gehen. Es war Zeit für das nächste Set. Die Bühnenscheinwerfer waren eingeschaltet und er sah mich wieder an. Dann sagte er: 'Trotzdem, wenn ich dein Daddy wäre, würde ich die Zähne richten lassen!'"
Details
| Erscheinungsjahr: | 2003 |
|---|---|
| Genre: | Belletristik |
| Medium: | Buch |
| Originaltitel: | Tonight at noon. A love story |
| Inhalt: |
288 S.
16 s/w Fotos |
| ISBN-13: | 9783894014155 |
| ISBN-10: | 3894014156 |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Gebunden |
| Autor: | Mingus, Sue Graham |
| Übersetzung: | Conny Lösch |
| Hersteller: | Edition Nautilus |
| Verantwortliche Person für die EU: | Edition Nautilus GmbH, Schützenstr. 49a, D-22761 Hamburg, info@edition-nautilus.de |
| Maße: | 214 x 130 x 26 mm |
| Von/Mit: | Sue Graham Mingus |
| Erscheinungsdatum: | 25.08.2003 |
| Gewicht: | 0,454 kg |