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Beschreibung
Zunächst wird abstrakt die Rolle von Emotionen bei der Bewertung als Mord aus sonst niedrigen Beweggründen untersucht. Motive können nur die handlungsleitenden, emotionsauslösenden Wünsche sein, nicht die Emotionen selbst. Eine Beherrschung von Gefühlen und Motiven kann nicht gefordert werden, vielmehr ist dem Täter zuzumuten, sich nicht dadurch zum Handlungsentschluss motivieren zu lassen - dies ist auf Schuldebene als Teil der Steuerungsfähigkeit zu prüfen.

Für die Betrachtung des konkreten Motivs ist der typische, psychische Prozess hin zur Trennungstötung relevant. Das Motiv beinhaltet das Absprechen des Rechts auf freie Selbstbestimmung, Autonomie und eigenen Willen des Opfers, das Absprechen des Existenzrechts ohne Erfüllung der selbstkonzeptstabilisierenden Funktion für den Täter und schließlich die Umsetzung all dessen über die Beherrschungshandlung der Tötung, das Motiv ist damit grundsätzlich niedrig. Bestimmte stereotype Rollenvorstellungen befördern beschriebene Entwicklung.

Zunächst wird abstrakt die Rolle von Emotionen bei der Bewertung als Mord aus sonst niedrigen Beweggründen untersucht. Motive können nur die handlungsleitenden, emotionsauslösenden Wünsche sein, nicht die Emotionen selbst. Eine Beherrschung von Gefühlen und Motiven kann nicht gefordert werden, vielmehr ist dem Täter zuzumuten, sich nicht dadurch zum Handlungsentschluss motivieren zu lassen - dies ist auf Schuldebene als Teil der Steuerungsfähigkeit zu prüfen.

Für die Betrachtung des konkreten Motivs ist der typische, psychische Prozess hin zur Trennungstötung relevant. Das Motiv beinhaltet das Absprechen des Rechts auf freie Selbstbestimmung, Autonomie und eigenen Willen des Opfers, das Absprechen des Existenzrechts ohne Erfüllung der selbstkonzeptstabilisierenden Funktion für den Täter und schließlich die Umsetzung all dessen über die Beherrschungshandlung der Tötung, das Motiv ist damit grundsätzlich niedrig. Bestimmte stereotype Rollenvorstellungen befördern beschriebene Entwicklung.

Über den Autor
Die Autorin war wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Lehrprofessur für Strafrecht am Institut für Rechtsdidaktik an der Universität Passau. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit der strafrechtlichen Bewertung von partnerschaftlichen Trennungstötungen und Emotionen, wobei sie auch psychologische/psychiatrische sowie soziologische Untersuchungen und Werke einbezog. Derzeit befindet sie sich im juristischen Vorbereitungsdienst in Nürnberg.
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Fachbereich: Strafrecht
Genre: Recht, Sozialwissenschaften, Wirtschaft
Produktart: Nachschlagewerke
Rubrik: Recht & Wirtschaft
Medium: Taschenbuch
Reihe: Strafrechtliche Abhandlungen. Neue Folge
Inhalt: 408 S.
7 s/w Illustr.
7 Illustr.
7 Fotos
ISBN-13: 9783428198634
ISBN-10: 3428198638
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: 19863
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Kolowos, Sofia Alexandra
Auflage: 1. Auflage
Hersteller: Duncker & Humblot GmbH
Verantwortliche Person für die EU: Duncker & Humblot GmbH, Carl-Heinrich-Becker-Weg 9, D-12165 Berlin, info@duncker-humblot.de
Abbildungen: 7 Abbildungen, 408 S., 7 Schwarz-Weiß- Abbildungen
Von/Mit: Sofia Alexandra Kolowos
Erscheinungsdatum: 14.10.2026
Artikel-ID: 138087614