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Beschreibung
Symphonie für Jazz entfaltet ein vielstimmiges Panorama der Zwischenkriegsmoderne, in dem urbane Beschleunigung, politische Ernüchterung und die Verheißungen einer neuen Massenkultur ineinandergreifen. Schickele nutzt den Jazz nicht bloß als Motiv, sondern als ästhetisches Prinzip: rhythmische Prosa, abrupte Perspektivwechsel und essayistische Einschübe erzeugen eine literarische Komposition, die zwischen Roman, Zeitdiagnose und musikalischer Montage oszilliert. Im Kontext der europäischen Moderne liest sich das Werk als hellwache Antwort auf die Krisen der Weimarer Jahre. René Schickele, 1883 im elsässischen Obernai geboren, schrieb aus der Erfahrung einer Grenzexistenz zwischen deutscher und französischer Kultur. Als Publizist, Pazifist und Herausgeber der Weißen Blätter war er früh ein Anwalt geistiger Verständigung gegen nationalistische Verhärtung. Gerade diese biographische Spannung, verbunden mit seiner Sensibilität für Sprache, Politik und europäische Identität, dürfte die Entstehung eines Buches begünstigt haben, das Modernität zugleich fasziniert und kritisch beobachtet. Empfohlen sei Symphonie für Jazz allen Lesern, die Literatur als präzises Seismogramm historischer Umbrüche schätzen. Das Buch bietet keine bequeme Unterhaltung, sondern eine anspruchsvolle, klangvolle und intellektuell anregende Begegnung mit einer Epoche, deren Fragen nach Europa, Tempo und kultureller Erneuerung bemerkenswert gegenwärtig bleiben.
Symphonie für Jazz entfaltet ein vielstimmiges Panorama der Zwischenkriegsmoderne, in dem urbane Beschleunigung, politische Ernüchterung und die Verheißungen einer neuen Massenkultur ineinandergreifen. Schickele nutzt den Jazz nicht bloß als Motiv, sondern als ästhetisches Prinzip: rhythmische Prosa, abrupte Perspektivwechsel und essayistische Einschübe erzeugen eine literarische Komposition, die zwischen Roman, Zeitdiagnose und musikalischer Montage oszilliert. Im Kontext der europäischen Moderne liest sich das Werk als hellwache Antwort auf die Krisen der Weimarer Jahre. René Schickele, 1883 im elsässischen Obernai geboren, schrieb aus der Erfahrung einer Grenzexistenz zwischen deutscher und französischer Kultur. Als Publizist, Pazifist und Herausgeber der Weißen Blätter war er früh ein Anwalt geistiger Verständigung gegen nationalistische Verhärtung. Gerade diese biographische Spannung, verbunden mit seiner Sensibilität für Sprache, Politik und europäische Identität, dürfte die Entstehung eines Buches begünstigt haben, das Modernität zugleich fasziniert und kritisch beobachtet. Empfohlen sei Symphonie für Jazz allen Lesern, die Literatur als präzises Seismogramm historischer Umbrüche schätzen. Das Buch bietet keine bequeme Unterhaltung, sondern eine anspruchsvolle, klangvolle und intellektuell anregende Begegnung mit einer Epoche, deren Fragen nach Europa, Tempo und kultureller Erneuerung bemerkenswert gegenwärtig bleiben.
Details
| Medium: | Taschenbuch |
|---|---|
| Inhalt: | 136 S. |
| ISBN-13: | 9788027360345 |
| ISBN-10: | 802736034X |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Kartoniert / Broschiert |
| Autor: | Schickele, René |
| Hersteller: | e-artnow |
| Verantwortliche Person für die EU: | e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com |
| Maße: | 229 x 152 x 7 mm |
| Von/Mit: | René Schickele |
| Erscheinungsdatum: | 17.12.2022 |
| Gewicht: | 0,209 kg |