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Beschreibung
Franz Werfels Stern der Ungeborenen, 1946 postum erschienen, ist ein Zukunftsreise-Roman von ungewöhnlicher philosophischer Kühnheit. Der Erzähler, ein Alter Ego des Autors, wird in eine ferne Menschheitszukunft versetzt, deren technische Vollendung zugleich geistige Entleerung offenbart. Zwischen utopischer Spekulation, satirischer Gesellschaftsanalyse und metaphysischer Vision entfaltet Werfel eine Prosa, die barocke Fülle, essayistische Reflexion und erzählerische Ironie verbindet. Im literarischen Kontext steht das Werk neben den großen europäischen Zukunftsromanen, überschreitet diese jedoch durch seine religiös-eschatologische Fragestellung. Werfels Lebensweg erklärt die existentielle Dringlichkeit dieses Spätwerks. 1890 in Prag geboren, jüdischer Herkunft und im deutschsprachigen Kulturraum verwurzelt, gehörte er zum Kreis expressionistischer Autoren und wurde mit Die vierzig Tage des Musa Dagh weltberühmt. Verfolgung, Exil, Flucht über Europa in die Vereinigten Staaten und die Erfahrung totalitärer Gewalt schärften seinen Blick für Zivilisationsbrüche. Seine lebenslange Nähe zu jüdischen und christlichen Symbolwelten prägt die Vision dieses Romans. Empfohlen sei Stern der Ungeborenen Lesern, die Science-Fiction nicht als bloße Technikfantasie, sondern als Denkform über Mensch, Geschichte und Transzendenz verstehen. Das Buch verlangt Aufmerksamkeit, belohnt sie aber mit einer seltenen Verbindung aus intellektueller Weite, poetischer Sprachkraft und moralischer Unruhe. Wer die Zukunftsliteratur des 20. Jahrhunderts ernsthaft erschließen will, findet hier ein unverzichtbares, eigensinniges Meisterwerk.
Franz Werfels Stern der Ungeborenen, 1946 postum erschienen, ist ein Zukunftsreise-Roman von ungewöhnlicher philosophischer Kühnheit. Der Erzähler, ein Alter Ego des Autors, wird in eine ferne Menschheitszukunft versetzt, deren technische Vollendung zugleich geistige Entleerung offenbart. Zwischen utopischer Spekulation, satirischer Gesellschaftsanalyse und metaphysischer Vision entfaltet Werfel eine Prosa, die barocke Fülle, essayistische Reflexion und erzählerische Ironie verbindet. Im literarischen Kontext steht das Werk neben den großen europäischen Zukunftsromanen, überschreitet diese jedoch durch seine religiös-eschatologische Fragestellung. Werfels Lebensweg erklärt die existentielle Dringlichkeit dieses Spätwerks. 1890 in Prag geboren, jüdischer Herkunft und im deutschsprachigen Kulturraum verwurzelt, gehörte er zum Kreis expressionistischer Autoren und wurde mit Die vierzig Tage des Musa Dagh weltberühmt. Verfolgung, Exil, Flucht über Europa in die Vereinigten Staaten und die Erfahrung totalitärer Gewalt schärften seinen Blick für Zivilisationsbrüche. Seine lebenslange Nähe zu jüdischen und christlichen Symbolwelten prägt die Vision dieses Romans. Empfohlen sei Stern der Ungeborenen Lesern, die Science-Fiction nicht als bloße Technikfantasie, sondern als Denkform über Mensch, Geschichte und Transzendenz verstehen. Das Buch verlangt Aufmerksamkeit, belohnt sie aber mit einer seltenen Verbindung aus intellektueller Weite, poetischer Sprachkraft und moralischer Unruhe. Wer die Zukunftsliteratur des 20. Jahrhunderts ernsthaft erschließen will, findet hier ein unverzichtbares, eigensinniges Meisterwerk.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Science Fiction & Fantasy
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 344 S.
ISBN-13: 9788027263646
ISBN-10: 8027263646
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Werfel, Franz
Hersteller: Musaicum Books
Verantwortliche Person für die EU: OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 18 mm
Von/Mit: Franz Werfel
Erscheinungsdatum: 04.12.2022
Gewicht: 0,479 kg
Artikel-ID: 126177393