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Beschreibung
Stadt und Gebirg, postum 1901 erschienen, entfaltet die Wandlung des überzivilisierten Jacinto, der in Paris alle technischen Verfeinerungen der Moderne hortet und doch an geistiger Erschöpfung leidet. Erst die Reise in die portugiesischen Berge von Tormes führt ihn zu einer neuen Ordnung aus Arbeit, Maß und sinnlicher Erfahrung. Eça de Queiroz verbindet realistische Beobachtung, ironische Gesellschaftssatire und pastorale Gegenbilder; der Roman steht zwischen europäischem Fin de Siècle, Zivilisationskritik und einer späten, versöhnlicheren Phase des portugiesischen Realismus. José Maria Eça de Queiroz (1845-1900), Diplomat, Journalist und führender Romancier der Geração de 70, kannte die Metropolen Europas ebenso wie die intellektuellen Debatten über Fortschritt, Positivismus und nationale Erneuerung. Seine Jahre im Ausland schärften den Blick für Portugals Rückständigkeit, aber auch für die Leere bloß technischer Modernität. Aus dieser doppelten Erfahrung erwächst der Roman: nicht als naive Rückkehr zur Idylle, sondern als reflektierte Suche nach einem humaneren Verhältnis von Kultur, Natur und sozialer Verantwortung. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die klassische Erzählkunst mit philosophischer Tiefenschärfe schätzen. Hinter seiner heiteren Eleganz verbirgt sich eine präzise Diagnose moderner Entfremdung, deren Aktualität ungebrochen ist. Wer Eças bekanntere Satiren kennt, entdeckt hier eine mildere, reife Stimme; wer ihm erstmals begegnet, findet einen zugänglichen, klugen und erstaunlich gegenwärtigen Roman über die Frage, wie Leben gelingen kann.
Stadt und Gebirg, postum 1901 erschienen, entfaltet die Wandlung des überzivilisierten Jacinto, der in Paris alle technischen Verfeinerungen der Moderne hortet und doch an geistiger Erschöpfung leidet. Erst die Reise in die portugiesischen Berge von Tormes führt ihn zu einer neuen Ordnung aus Arbeit, Maß und sinnlicher Erfahrung. Eça de Queiroz verbindet realistische Beobachtung, ironische Gesellschaftssatire und pastorale Gegenbilder; der Roman steht zwischen europäischem Fin de Siècle, Zivilisationskritik und einer späten, versöhnlicheren Phase des portugiesischen Realismus. José Maria Eça de Queiroz (1845-1900), Diplomat, Journalist und führender Romancier der Geração de 70, kannte die Metropolen Europas ebenso wie die intellektuellen Debatten über Fortschritt, Positivismus und nationale Erneuerung. Seine Jahre im Ausland schärften den Blick für Portugals Rückständigkeit, aber auch für die Leere bloß technischer Modernität. Aus dieser doppelten Erfahrung erwächst der Roman: nicht als naive Rückkehr zur Idylle, sondern als reflektierte Suche nach einem humaneren Verhältnis von Kultur, Natur und sozialer Verantwortung. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die klassische Erzählkunst mit philosophischer Tiefenschärfe schätzen. Hinter seiner heiteren Eleganz verbirgt sich eine präzise Diagnose moderner Entfremdung, deren Aktualität ungebrochen ist. Wer Eças bekanntere Satiren kennt, entdeckt hier eine mildere, reife Stimme; wer ihm erstmals begegnet, findet einen zugänglichen, klugen und erstaunlich gegenwärtigen Roman über die Frage, wie Leben gelingen kann.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 136 S.
ISBN-13: 9788027352548
ISBN-10: 8027352541
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Queiroz, José Maria Eça de
Übersetzung: Ey, Luise
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 7 mm
Von/Mit: José Maria Eça de Queiroz
Erscheinungsdatum: 16.12.2022
Gewicht: 0,209 kg
Artikel-ID: 126417102