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Beschreibung
Sprache als Alge an Land, die sich über die Ränder der Dinge ausbreitet: Worum geht es in Nea Schmidts Debütband Sprechen in Flechten? Um alles! Also um nichts? Nein, um das Verwischen, um ein Verwachsen mit den Schwestern, um ungefestigte Identität, oder vielleicht um ein verflochtenes, sich ständig änderndes Sein. In den Begriff der Flechte schleicht sich - wie ein Parasit, oder wie ein Zweifel, als Befall - das Flechten ein, eine traditionell weibliche Kulturpraxis. Sprache als Gewebe, Liebe als Laufmasche. Kategorisierungen werden immer wieder angedeutet, nur um sie dann zu unterlaufen, indem sich das lyrische ich oder dessen Sprache - oder doch die Welt sich dem lyrischen ich? - als Flechte darstellt: als eigenständige, fremde oder sogar unheimliche Lebensform, als symbiotische Gemeinschaft, die verschiedenste Materien besiedelt. Begriffe domestizieren, dedomestizieren. Sprechen in Flechten stellt sich als rastlose Denkbewegung dar, die eine poetische Position innerhalb eines anthropomorphen Verhältnisses einnimmt, in dem sich Natur spaltet, kultiviert, entfremdet, wiederbegegnet und reibt. Aus dieser
Reibung entstehen Gedichte: wuchernd, das Wuchern ordnend, die Ordnung überwuchernd usw.
- Nea Schmidt
Sprache als Alge an Land, die sich über die Ränder der Dinge ausbreitet: Worum geht es in Nea Schmidts Debütband Sprechen in Flechten? Um alles! Also um nichts? Nein, um das Verwischen, um ein Verwachsen mit den Schwestern, um ungefestigte Identität, oder vielleicht um ein verflochtenes, sich ständig änderndes Sein. In den Begriff der Flechte schleicht sich - wie ein Parasit, oder wie ein Zweifel, als Befall - das Flechten ein, eine traditionell weibliche Kulturpraxis. Sprache als Gewebe, Liebe als Laufmasche. Kategorisierungen werden immer wieder angedeutet, nur um sie dann zu unterlaufen, indem sich das lyrische ich oder dessen Sprache - oder doch die Welt sich dem lyrischen ich? - als Flechte darstellt: als eigenständige, fremde oder sogar unheimliche Lebensform, als symbiotische Gemeinschaft, die verschiedenste Materien besiedelt. Begriffe domestizieren, dedomestizieren. Sprechen in Flechten stellt sich als rastlose Denkbewegung dar, die eine poetische Position innerhalb eines anthropomorphen Verhältnisses einnimmt, in dem sich Natur spaltet, kultiviert, entfremdet, wiederbegegnet und reibt. Aus dieser
Reibung entstehen Gedichte: wuchernd, das Wuchern ordnend, die Ordnung überwuchernd usw.
- Nea Schmidt
Über den Autor
Nea Schmidt wurde 1995 in Leipzig geboren. Ihr interdisziplinäres Studium absolvierte sie mit dem Schwerpunkt Geschichtsphilosophie und Medientheorie an der Leuphana Universität Lüneburg. Danach studierte sie Literarisches Schreiben (BA) am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und Sprachkunst (MA) an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Sie erhielt Aufenthaltsstipendien an der Hebräischen Universität Jerusalem, Art Omi: Writers in New York und 2026 im Künstlerhaus Edenkoben. 2025 gewann sie den Open Mike Berlin. 2022 gründete sie mit sechs Freund*innen das Lyrikkollektiv fährten. Nea Schmidt übersetzt u.a. für den Merve Verlag und lebt in Wien. "Sprechen in Flechten" ist ihr Debüt.
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Genre: Belletristik, Lyrik & Dramatik
Rubrik: Belletristik
Medium: Buch
Reihe: Reihe Lyrik
Inhalt: 96 S.
ISBN-13: 9783948336349
ISBN-10: 3948336342
Sprache: Deutsch
Einband: Gebunden
Autor: Schmidt, Nea
Hersteller: Kookbooks
Seel, Daniela
Verantwortliche Person für die EU: kookbooks Daniela Seel, Schlieperstr. 59, D-13507 Berlin, daniela.seel@kookbooks.de
Maße: 246 x 176 x 15 mm
Von/Mit: Nea Schmidt
Erscheinungsdatum: 01.04.2026
Gewicht: 0,325 kg
Artikel-ID: 134914929