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Beschreibung
Gottfried Kellers "Sieben Legenden" verwandeln überlieferte Heiligen- und Märtyrerstoffe in kunstvoll komponierte Prosaminiaturen, in denen religiöse Erbauung, Ironie und diesseitige Menschenkenntnis einander durchdringen. Keller übernimmt Motive aus der mittelalterlichen Legendenliteratur, löst sie jedoch aus dogmatischer Starrheit und gestaltet sie mit der präzisen Beobachtungsgabe des poetischen Realismus. Wunder, Askese und Frömmigkeit erscheinen nicht als bloße Glaubensbeweise, sondern als Prüfsteine menschlicher Leidenschaft, Täuschung, Güte und Selbstbehauptung. Der Zürcher Schriftsteller Gottfried Keller, einer der bedeutendsten Vertreter des deutschsprachigen Realismus, schrieb aus der Erfahrung eines politisch wachen, republikanisch gesinnten und zugleich skeptischen Bürgers. Seine Ausbildung zum Maler, seine philosophischen Interessen und seine Distanz gegenüber kirchlicher Orthodoxie prägten seinen Blick auf religiöse Überlieferung. In den "Sieben Legenden" verbindet sich diese Haltung mit Kellers lebenslangem Interesse an der moralischen Bildung des Menschen durch erzählerische Form. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die klassische Stoffe nicht museal, sondern geistreich erneuert erleben möchten. Kellers Legenden sind knapp, elegant und vieldeutig; sie belohnen sowohl literarhistorische Aufmerksamkeit als auch reines Erzählvergnügen. Wer verstehen will, wie der Realismus das Erbe des Mittelalters kritisch aneignet, findet hier ein besonders feines Beispiel.
Gottfried Kellers "Sieben Legenden" verwandeln überlieferte Heiligen- und Märtyrerstoffe in kunstvoll komponierte Prosaminiaturen, in denen religiöse Erbauung, Ironie und diesseitige Menschenkenntnis einander durchdringen. Keller übernimmt Motive aus der mittelalterlichen Legendenliteratur, löst sie jedoch aus dogmatischer Starrheit und gestaltet sie mit der präzisen Beobachtungsgabe des poetischen Realismus. Wunder, Askese und Frömmigkeit erscheinen nicht als bloße Glaubensbeweise, sondern als Prüfsteine menschlicher Leidenschaft, Täuschung, Güte und Selbstbehauptung. Der Zürcher Schriftsteller Gottfried Keller, einer der bedeutendsten Vertreter des deutschsprachigen Realismus, schrieb aus der Erfahrung eines politisch wachen, republikanisch gesinnten und zugleich skeptischen Bürgers. Seine Ausbildung zum Maler, seine philosophischen Interessen und seine Distanz gegenüber kirchlicher Orthodoxie prägten seinen Blick auf religiöse Überlieferung. In den "Sieben Legenden" verbindet sich diese Haltung mit Kellers lebenslangem Interesse an der moralischen Bildung des Menschen durch erzählerische Form. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die klassische Stoffe nicht museal, sondern geistreich erneuert erleben möchten. Kellers Legenden sind knapp, elegant und vieldeutig; sie belohnen sowohl literarhistorische Aufmerksamkeit als auch reines Erzählvergnügen. Wer verstehen will, wie der Realismus das Erbe des Mittelalters kritisch aneignet, findet hier ein besonders feines Beispiel.
Details
| Genre: | Märchen & Sagen |
|---|---|
| Rubrik: | Belletristik |
| Medium: | Taschenbuch |
| ISBN-13: | 9788027264711 |
| ISBN-10: | 8027264715 |
| Sprache: | Deutsch |
| Autor: | Keller, Gottfried |
| Hersteller: | Musaicum Books |
| Verantwortliche Person für die EU: | OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com |
| Maße: | 220 x 160 x 3 mm |
| Von/Mit: | Gottfried Keller |
| Gewicht: | 0,087 kg |