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Beschreibung
Georg Freund lehrte von 1992 bis 2022 an der Philipps-Universität in Marburg. Sein wissenschaftliches Wirken reicht von den Grundlagen des Strafrechts bis hin zu den konkreten Fragestellungen bei der Anwendung von Straftatbeständen des Besonderen Teils und des Nebenstrafrechts. Die große Zahl seiner Beiträge erschwert eine umfassende Auseinandersetzung mit den Inhalten seiner wissenschaftlichen Werke - besonders für diejenigen, die sich ganz neu mit seinem Konzept einer personalen Straftatlehre auseinandersetzen wollen. Um dies zu erleichtern, soll die Zusammenstellung seiner wichtigsten Beiträge aus Zeitschriften und Festschriften in diesem Buch eine geeignete Grundlage bieten. Vorangestellt ist eine Einführung dreier seiner Schülerinnen und Schüler, die einen ersten Überblick über die Gedanken liefern soll, die in den anschließend aufgeführten Beiträgen Freunds in vertiefter Form zu finden sind.
Georg Freund lehrte von 1992 bis 2022 an der Philipps-Universität in Marburg. Sein wissenschaftliches Wirken reicht von den Grundlagen des Strafrechts bis hin zu den konkreten Fragestellungen bei der Anwendung von Straftatbeständen des Besonderen Teils und des Nebenstrafrechts. Die große Zahl seiner Beiträge erschwert eine umfassende Auseinandersetzung mit den Inhalten seiner wissenschaftlichen Werke - besonders für diejenigen, die sich ganz neu mit seinem Konzept einer personalen Straftatlehre auseinandersetzen wollen. Um dies zu erleichtern, soll die Zusammenstellung seiner wichtigsten Beiträge aus Zeitschriften und Festschriften in diesem Buch eine geeignete Grundlage bieten. Vorangestellt ist eine Einführung dreier seiner Schülerinnen und Schüler, die einen ersten Überblick über die Gedanken liefern soll, die in den anschließend aufgeführten Beiträgen Freunds in vertiefter Form zu finden sind.
Über den Autor
Prof. Dr. Alexander Koch ist Rechtsanwalt und Partner in der Kanzlei Koch & Neumann sowie einer der Geschäftsführer des Instituts für das Recht der Netzwirtschaften, Informations- und Kommunikationstechnologie (IRNIK). Er ist Honorarprofessor an der Philipps-Universität Marburg, wo er (IT-) Strafrecht lehrt, und Dozent an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen für IT-Recht sowie Datenschutz und Ethik.
Inhaltsverzeichnis

Annika Bünzel, Alexander Koch und Frauke Rostalski
Personale Straftatlehre im freiheitlichen Rechtsstaat. Einblicke in das wissenschaftliche Wirken von Georg Freund

§ 1 Allgemeine Grundlagen

I. Straf- und Normentheorie
Richtiges Entscheiden - am Beispiel der Verhaltensbewertung aus der Perspektive des Betroffenen, insbesondere im Strafrecht. Zugleich ein Beitrag zur Relativität objektiver Daten - Über die Bedeutung der 'Rechts'-Folgenlegitimation für eine allgemeine Theorie juristischer Argumentation - Zur Legitimationsfunktion des Zweckgedankens im gesamten Strafrechtssystem - Gefahren und Gefährlichkeiten im Straf- und Maßregelrecht. Wider die Einspurigkeit im Denken und Handeln - Normkonkretisierung und Normbefolgung. Zu den Entstehungsbedingungen kontext- und adressatenspezifischer Ver- und Gebote sowie von konkreten Sanktionsanordnungen - Warum Normentheorie? Zur selbstständigen Bedeutung vorstrafrechtlich legitimierter Verhaltensnormen, auch und gerade im strafrechtlichen Kontext - Der normativ-funktionale Straftatbegriff und sein freiheitsrechtliches Fundament

II. Gesetzlichkeitsgrundsatz
Nicht 'entweder - oder', sondern 'weder - noch'! Zum Verstoß gesetzesalternativer Wahlfeststellung gegen Art. 103 II GG - Verfassungswidrige Dopingstrafbarkeit nach § 95 Abs. 1 Nr. 2a AMG - Ein Beitrag zum Gesetzlichkeitsgrundsatz (Art. 103 Abs. 2 GG) - Gesetzlich bestimmte Strafbarkeit durch Verordnungsrecht? Rückverweisungsklauseln als Verstoß gegen das Delegationsverbot aus Art. 103 II, Art. 104 I 1 GG

§ 2 Materielles Strafrecht

I. Strafrecht Allgemeiner Teil
Äußerlich verkehrsgerechtes Verhalten als Straftat? - BGH, NJW 1999, 3132 - Erlöschen strafrechtlicher Garantenpflichten bei Ehegatten - Actio illicita in causa. Ein Übel oder eine Möglichkeit, das Übel an der Wurzel zu packen? - Die Definitionen von Vorsatz und Fahrlässigkeit. Zur Funktion gesetzlicher Begriffe und ihrer Definition bei der Rechtskonkretisierung - Tatbestandsverwirklichungen durch Tun und Unterlassen. Zur gesetzlichen Regelung begehungsgleichen Unterlassens und anderer Fälle der Tatbestandsverwirklichung im Allgemeinen Teil des StGB - Das Spezifikum der vollendeten Vorsatztat - Actio libera in causa vel omittendo bei Rauschdelikten im Straßenverkehr. Zum Begriff der Tat und zum Zeitpunkt ihrer (fahrlässigen oder vorsätzlichen) Begehung - Jakobs und die Unterlassungsdelikte. Von der Verhaltensform zur Qualität der Verhaltensnorm - Normentheoretisch-funktionale Kritik einer Kategorie der Zurechnung. Wider den Gebrauch einer dogmatischen Leerformel

II. Strafrecht Besonderer Teil
Funktion und Inhalt des Begriffs des Unfalls bei der Verkehrsunfallflucht - Betrügerische Schädigung des Auftraggebers eines Mordes? - Zur Frage der Urkundeneigenschaft von Fotokopien - BayObLG, NJW 1990, 3221 - Die Katze im Bier - Verbraucherschutz und europäische Einigung - Verdeckungsmord durch Unterlassen? Zugleich eine Besprechung von BGH, Urt. v. 12. 12. 2002 - 4 StR 297/02 (LG Rostock), NStZ 2003, 312 f. - Nabelschnurblut und das Zustimmungserfordernis bei der Gewinnung und Verwendung menschlicher Körperstoffe? - Recht als Weg zu Gerechtigkeit am Beginn und am Ende des Lebens? Gedanken zu (Spät)Abtreibung und Sterbehilfe - Die besonders leichtfertige Tötung. Zugleich ein Beitrag zur 'spezifischen Gefahrverwirklichung' bei der Körperverletzung mit Todesfolge (§ 227 StGB) - Angemessener Lebensschutz vor voreiligen Sterbehelfern? Überlegungen zur lex lata und de lege ferenda - Reform der strafrechtlichen Produktverantwortlichkeit. Zugleich ein Beitrag zur Differenzierung zwischen Straftat und Ordnungswidrigkeit

III. Weitere Rechtsfolgenbestimmung (Strafzumessung)
Straftatbestand und Rechtsfolgebestimmung. Zur Bedeutung der gesetzlichen Regelungstechnik und der 'harmonisierten' Strafrahmen für die Strafzumessung

§ 3 Strafprozessrecht
Verurteilung und Freispruch bei Verletzung der Schweigepflicht eines Zeugen. Ein Beitrag zur Lehre von den Beweiserhebungs- und Beweisverwertungsverboten - Zulässigkeit, Verwertbarkeit und Beweiswert eines heimlichen Stimmenvergleichs - BGHSt 40, 66 - Die Tatfrage als Rechtsfrage. 'Persönliche Gewißheit', 'objektive Schuldwahrscheinlichkeit' und rechtsgenügender Beweis - Beweisverwertungsverbot analog § 252 StPO bei entlastenden Angaben eines Angehörigen? - Zugleich eine Besprechung von BGH (10. 2. 2000 - 4 StR 616/99) NJW 2000, 1277

Schriftenverzeichnis
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Fachbereich: Strafrecht
Genre: Recht, Sozialwissenschaften, Wirtschaft
Produktart: Nachschlagewerke
Rubrik: Recht & Wirtschaft
Medium: Buch
Titelzusatz: Zur Begründung personalen Strafunrechts im gesamten Strafrechtssystem eines freiheitlichen Rechtsstaats im Lichte der Normentheorie. Beiträge von 1987-2024
Reihe: Schriften zum Strafrecht
Inhalt: LXVIII
636 S.
ISBN-13: 9783428195855
ISBN-10: 342819585X
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: 19585
Einband: Gebunden
Autor: Freund, Georg
Redaktion: Rostalski, Frauke
Koch, Alexander
Bünzel, Annika
Herausgeber: Annika Bünzel/Alexander Koch/Frauke Rostalski
Auflage: 1. Auflage
Hersteller: Duncker & Humblot GmbH
Verantwortliche Person für die EU: Duncker & Humblot GmbH, Carl-Heinrich-Becker-Weg 9, D-12165 Berlin, info@duncker-humblot.de
Abbildungen: LXVIII, 636 S.
Maße: 241 x 168 x 48 mm
Von/Mit: Georg Freund
Erscheinungsdatum: 17.06.2026
Gewicht: 1,144 kg
Artikel-ID: 135713729