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Beschreibung
Das Satyricon, überliefert in glänzenden Fragmenten, erzählt die irrlichternden Begebenheiten des Enkolp und seiner Gefährten in einer Welt aus Gasthäusern, Schulen, Bordellen und Speisesälen. Berühmt ist das Gastmahl des Trimalchio, in dem Aufsteiger, Luxus, Bildungshuberei und soziale Unsicherheit komisch entblößt werden. Petronius verbindet Menippeische Satire, Abenteuerroman, Mimus und parodierte Liebeselegie zu einer raffinierten Mischung aus Prosa und Vers. Im literarischen Kontext der frühen Kaiserzeit erscheint das Werk als subversive Gegenrede zu moralischem Ernst und epischer Erhabenheit. Über Petronius Arbiter wissen wir wenig, doch die antike Überlieferung identifiziert ihn häufig mit dem von Tacitus geschilderten arbiter elegantiae am Hof Neros. Diese Nähe zu aristokratischem Müßiggang, ästhetischer Kennerschaft und politisch gefährlicher Theatralik erklärt die Genauigkeit, mit der das Buch Geschmack, Status und sprachliche Masken beobachtet. Sein Blick ist weder schlicht moralistisch noch bloß obszön, sondern der eines skeptischen Insiders, der die römische Gesellschaft als Bühne konkurrierender Rollen versteht. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die antike Literatur nicht als Museum, sondern als lebendige Provokation erfahren möchten. Die Begebenheiten des Enkolp fordern philologische Aufmerksamkeit, belohnen aber mit Witz, sozialer Schärfe und erstaunlicher Modernität. Wer verstehen will, wie Rom über sich selbst lachte, findet hier ein unvergleichliches Zeugnis.
Das Satyricon, überliefert in glänzenden Fragmenten, erzählt die irrlichternden Begebenheiten des Enkolp und seiner Gefährten in einer Welt aus Gasthäusern, Schulen, Bordellen und Speisesälen. Berühmt ist das Gastmahl des Trimalchio, in dem Aufsteiger, Luxus, Bildungshuberei und soziale Unsicherheit komisch entblößt werden. Petronius verbindet Menippeische Satire, Abenteuerroman, Mimus und parodierte Liebeselegie zu einer raffinierten Mischung aus Prosa und Vers. Im literarischen Kontext der frühen Kaiserzeit erscheint das Werk als subversive Gegenrede zu moralischem Ernst und epischer Erhabenheit. Über Petronius Arbiter wissen wir wenig, doch die antike Überlieferung identifiziert ihn häufig mit dem von Tacitus geschilderten arbiter elegantiae am Hof Neros. Diese Nähe zu aristokratischem Müßiggang, ästhetischer Kennerschaft und politisch gefährlicher Theatralik erklärt die Genauigkeit, mit der das Buch Geschmack, Status und sprachliche Masken beobachtet. Sein Blick ist weder schlicht moralistisch noch bloß obszön, sondern der eines skeptischen Insiders, der die römische Gesellschaft als Bühne konkurrierender Rollen versteht. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die antike Literatur nicht als Museum, sondern als lebendige Provokation erfahren möchten. Die Begebenheiten des Enkolp fordern philologische Aufmerksamkeit, belohnen aber mit Witz, sozialer Schärfe und erstaunlicher Modernität. Wer verstehen will, wie Rom über sich selbst lachte, findet hier ein unvergleichliches Zeugnis.
Details
| Erscheinungsjahr: | 2019 |
|---|---|
| Genre: | Märchen & Sagen |
| Rubrik: | Belletristik |
| Medium: | Taschenbuch |
| Inhalt: | 108 S. |
| ISBN-13: | 9788027265015 |
| ISBN-10: | 8027265010 |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Kartoniert / Broschiert |
| Autor: | Petronius Arbiter |
| Übersetzung: | Heinse, Wilhelm |
| Hersteller: | Musaicum Books |
| Verantwortliche Person für die EU: | OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com |
| Maße: | 220 x 160 x 6 mm |
| Von/Mit: | Petronius Arbiter |
| Erscheinungsdatum: | 15.05.2019 |
| Gewicht: | 0,172 kg |