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Beschreibung
Paul Verlaine
SPLEEN

Ganz rot die rosen blinken ·
Der efeu ist schwarz wie die nacht.

Teure · wenn leis du nur winkest
Die alte verzweiflung erwacht.

Zu zart und zu blau war der himmel
Zu mild die luft und zu grün die bucht.

Ich erwarte - ich fürcht es immer -
Von dir eine schreckliche flucht.

Den leuchtenden buchs bin ich müde
Des hulstes gefirnisstes dach

Die endlos weiten gefilde
Und alles - dich nur nicht - ach!

Stéphane Mallarmé
SEEBRISE

Das fleisch ist trauernd ach! und alle bücher las ich.
O fliehen dorthin fliehn! ich weiss dass vögel trunken
Inzwischen unbekanntem schaum und hirnmel sind.
Nichts - auch die alten gärten die das auge spiegelt
Nicht - hält dies herz zurück das sich im meere badet.
O nächte! weder die verlassne helle meiner lampe
Auf meinen leeren blättern die die weisse schüzt ·
Noch auch die junge frau die ihren säugling stillt.
Ich zieh ins ferne. Dampfer das getakel schaukelnd
Den anker heb nach einer fremden heissen erde!
Ein leid · um grausam hoffen in verzweifelung ·
Vertraut noch auf der taschentücher lezten gruss.
Vielleicht sind diese masten die die stürme laden
Von denen die ein windstoss neigt auf die zerschellten
Verlornen · ohne mast noch grüner insel flor ...
Doch · o mein herz · horch horch auf der matrosen chor!
Paul Verlaine
SPLEEN

Ganz rot die rosen blinken ·
Der efeu ist schwarz wie die nacht.

Teure · wenn leis du nur winkest
Die alte verzweiflung erwacht.

Zu zart und zu blau war der himmel
Zu mild die luft und zu grün die bucht.

Ich erwarte - ich fürcht es immer -
Von dir eine schreckliche flucht.

Den leuchtenden buchs bin ich müde
Des hulstes gefirnisstes dach

Die endlos weiten gefilde
Und alles - dich nur nicht - ach!

Stéphane Mallarmé
SEEBRISE

Das fleisch ist trauernd ach! und alle bücher las ich.
O fliehen dorthin fliehn! ich weiss dass vögel trunken
Inzwischen unbekanntem schaum und hirnmel sind.
Nichts - auch die alten gärten die das auge spiegelt
Nicht - hält dies herz zurück das sich im meere badet.
O nächte! weder die verlassne helle meiner lampe
Auf meinen leeren blättern die die weisse schüzt ·
Noch auch die junge frau die ihren säugling stillt.
Ich zieh ins ferne. Dampfer das getakel schaukelnd
Den anker heb nach einer fremden heissen erde!
Ein leid · um grausam hoffen in verzweifelung ·
Vertraut noch auf der taschentücher lezten gruss.
Vielleicht sind diese masten die die stürme laden
Von denen die ein windstoss neigt auf die zerschellten
Verlornen · ohne mast noch grüner insel flor ...
Doch · o mein herz · horch horch auf der matrosen chor!
Details
Erscheinungsjahr: 2011
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Medium: Buch
Inhalt: 199 S.
ISBN-13: 9783608951202
ISBN-10: 3608951202
Sprache: Deutsch
Einband: Gebunden
Autor: George, Stefan
Herausgeber: Stefan-George-Stiftung Stuttgart/Ute Oelmann
Hersteller: Klett-Cotta Verlag
J.G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger
Verantwortliche Person für die EU: Klett-Cotta J.G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger, Rotebühlstr. 77, D-70178 Stuttgart, produktsicherheit@klett-cotta.de
Maße: 225 x 154 x 24 mm
Von/Mit: Stefan George
Erscheinungsdatum: 19.10.2011
Gewicht: 0,408 kg
Artikel-ID: 106819022