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Beschreibung
Die "Revolutionäre Theater-Bibliothek" versammelt zweiundzwanzig dramatische Texte, in denen Paul Scheerbart die Bühne als Experimentierfeld des Wunderbaren begreift. In diesen Miniaturen und Spielszenen entwirft er kein bürgerliches Illusionstheater, sondern ein Labor der Umwertung: kosmische Perspektiven, technische Phantasien, Sprachwitz und groteske Pointen sprengen die Konventionen des Naturalismus. Die Stücke stehen an der Schwelle von Fin de Siècle, frühem Expressionismus und literarischer Avantgarde; ihr revolutionärer Impuls liegt weniger in Programmatik als in der Erfindung neuer Wahrnehmungsformen. Paul Scheerbart (1863-1915), Berliner Bohemien, Phantast, Zeichner und unermüdlicher Utopist, schrieb aus einer Haltung schöpferischer Opposition gegen wilhelminische Nützlichkeit und ästhetische Enge. Seine Beschäftigung mit Glasarchitektur, Astronomie, Pazifismus und alternativen Gesellschaftsentwürfen prägte auch sein Theater: Bühne wird bei ihm zum Modellraum, in dem Menschen, Dinge und Himmelskörper anders miteinander verkehren können. Die Nähe zu Künstlern wie Bruno Taut zeigt, wie ernst seine scheinbar spielerischen Visionen gemeint waren. Empfohlen sei dieser Band allen, die die Vorgeschichte moderner Bühnenexperimente verstehen wollen. Wer absurde Kürze, satirische Schärfe und utopische Leichtigkeit schätzt, findet hier ein überraschend aktuelles Archiv poetischer Revolte. Scheerbarts Theater liest sich als Einladung, die Welt nicht abzubilden, sondern kühn umzubauen.
Die "Revolutionäre Theater-Bibliothek" versammelt zweiundzwanzig dramatische Texte, in denen Paul Scheerbart die Bühne als Experimentierfeld des Wunderbaren begreift. In diesen Miniaturen und Spielszenen entwirft er kein bürgerliches Illusionstheater, sondern ein Labor der Umwertung: kosmische Perspektiven, technische Phantasien, Sprachwitz und groteske Pointen sprengen die Konventionen des Naturalismus. Die Stücke stehen an der Schwelle von Fin de Siècle, frühem Expressionismus und literarischer Avantgarde; ihr revolutionärer Impuls liegt weniger in Programmatik als in der Erfindung neuer Wahrnehmungsformen. Paul Scheerbart (1863-1915), Berliner Bohemien, Phantast, Zeichner und unermüdlicher Utopist, schrieb aus einer Haltung schöpferischer Opposition gegen wilhelminische Nützlichkeit und ästhetische Enge. Seine Beschäftigung mit Glasarchitektur, Astronomie, Pazifismus und alternativen Gesellschaftsentwürfen prägte auch sein Theater: Bühne wird bei ihm zum Modellraum, in dem Menschen, Dinge und Himmelskörper anders miteinander verkehren können. Die Nähe zu Künstlern wie Bruno Taut zeigt, wie ernst seine scheinbar spielerischen Visionen gemeint waren. Empfohlen sei dieser Band allen, die die Vorgeschichte moderner Bühnenexperimente verstehen wollen. Wer absurde Kürze, satirische Schärfe und utopische Leichtigkeit schätzt, findet hier ein überraschend aktuelles Archiv poetischer Revolte. Scheerbarts Theater liest sich als Einladung, die Welt nicht abzubilden, sondern kühn umzubauen.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 224 S.
ISBN-13: 9788027264049
ISBN-10: 8027264049
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Scheerbart, Paul
Hersteller: Musaicum Books
Verantwortliche Person für die EU: OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 12 mm
Von/Mit: Paul Scheerbart
Erscheinungsdatum: 04.12.2022
Gewicht: 0,312 kg
Artikel-ID: 126177366