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Beschreibung
Rasputin und die Russische Revolution deutet den sibirischen Starez nicht als alleinigen Urheber des Umsturzes, sondern als Symptom einer spätimperialen Krise. In der Form einer politisch zugespitzten Hofchronik verbindet Radziwill Anekdote, Porträtkunst und zeitdiagnostischen Kommentar: Die Intimität des Zarenhofes, die religiöse Suggestion und die Zerbrechlichkeit staatlicher Autorität erscheinen als miteinander verschränkte Kräfte. Stilistisch steht das Buch zwischen Memoirenliteratur, aristokratischer Gesellschaftsanalyse und revolutionärer Zeitgeschichtsschreibung nach 1917. Catherine Radziwill, geborene Gräfin Rzewuska und durch Heirat Fürstin Radziwill, bewegte sich in europäischen Hof- und Diplomatenmilieus und kannte die Sprache, Codes und Eitelkeiten jener Welt, die sie beschreibt. Ihre Biographie war von Nähe zur Macht, gesellschaftlicher Beobachtung, Skandalen und publizistischer Selbstbehauptung geprägt. Gerade diese Mischung aus Insiderwissen und persönlicher Distanz erklärt den scharfen Blick auf Alexandra, Nikolaus II. und die Faszination, die Rasputin auf eine verunsicherte Elite ausübte. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die die Revolution nicht nur als Ereigniskette, sondern als kulturellen und psychologischen Zusammenbruch verstehen wollen. Wer bereit ist, Radziwills Perspektive kritisch mitzulesen, gewinnt ein eindrucksvolles Dokument der Wahrnehmungsgeschichte: parteiisch, klug, dramatisch und gerade deshalb aufschlussreich für das Ende der Romanow-Herrschaft.
Rasputin und die Russische Revolution deutet den sibirischen Starez nicht als alleinigen Urheber des Umsturzes, sondern als Symptom einer spätimperialen Krise. In der Form einer politisch zugespitzten Hofchronik verbindet Radziwill Anekdote, Porträtkunst und zeitdiagnostischen Kommentar: Die Intimität des Zarenhofes, die religiöse Suggestion und die Zerbrechlichkeit staatlicher Autorität erscheinen als miteinander verschränkte Kräfte. Stilistisch steht das Buch zwischen Memoirenliteratur, aristokratischer Gesellschaftsanalyse und revolutionärer Zeitgeschichtsschreibung nach 1917. Catherine Radziwill, geborene Gräfin Rzewuska und durch Heirat Fürstin Radziwill, bewegte sich in europäischen Hof- und Diplomatenmilieus und kannte die Sprache, Codes und Eitelkeiten jener Welt, die sie beschreibt. Ihre Biographie war von Nähe zur Macht, gesellschaftlicher Beobachtung, Skandalen und publizistischer Selbstbehauptung geprägt. Gerade diese Mischung aus Insiderwissen und persönlicher Distanz erklärt den scharfen Blick auf Alexandra, Nikolaus II. und die Faszination, die Rasputin auf eine verunsicherte Elite ausübte. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die die Revolution nicht nur als Ereigniskette, sondern als kulturellen und psychologischen Zusammenbruch verstehen wollen. Wer bereit ist, Radziwills Perspektive kritisch mitzulesen, gewinnt ein eindrucksvolles Dokument der Wahrnehmungsgeschichte: parteiisch, klug, dramatisch und gerade deshalb aufschlussreich für das Ende der Romanow-Herrschaft.
Über den Autor
Princess Catherine Radziwi (1858 - 1941) was a Polish-Russian aristocrat who married the Polish-Lithuanian Prince Wilhelm Radziwi. She was a prominent figure at the Imperial courts in Germany and Russia and famous for her involvement in a series of scandals. Combining her literary talent with love to court life, she authored more than two dozen books on European royalty and the Russian court.
Details
Erscheinungsjahr: 2025
Fachbereich: Regionalgeschichte
Genre: Geschichte, Importe
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 140 S.
ISBN-13: 9788028390488
ISBN-10: 802839048X
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Radziwill, Catherine
Hersteller: Copycat
Verantwortliche Person für die EU: Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 8 mm
Von/Mit: Catherine Radziwill
Erscheinungsdatum: 23.06.2025
Gewicht: 0,215 kg
Artikel-ID: 133595836

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